Impuls-Gottesdienst

Thema: Auf der Flucht

Die evangelische Kirchengemeinde lädt wie immer am ersten Sonntag im Monat zu einem Impuls-Gottesdienst in die Dietrich-Bonhoeffer-Kirche ein.
„Das nächste Thema am 6. Okt ist den Flüchtlingen gewidmet, mit denen wir uns in Deutschland aber auch in Lichtenrade nicht so leicht tun“, erklärt Georg Wagener-Lohse von der evangelischen Kirchengemeinde. Auf der Flucht sind weltweit 44 Mio. Menschen, weil sie durch Kriege, politische Verfolgung oder Umweltkatastrophen in ihrer Heimat keine menschenwürdigen Lebensbedingungen mehr finden. Meist nehmen benachbarte Länder die Flüchtlinge auf – zu Tausenden – und ein langjähriges Lagerleben beginnt. „Menschen stehen auch vor unserer Tür, weil sie keinen anderen Rat mehr wissen oder für ihre Zukunft auf unser Land setzen, auf das wir stolz sind“, sagt Wagener-Lohse.
„Ältere Menschen unter uns kennen noch Krieg und Vertreibung. Wie viele Deutsche sind nach langer Flucht hier angekommen? Andere haben im Ausland Rettung vor politischer Verfolgung gefunden.“
Im nächsten Impuls-Gottesdienst soll gemeinsam mit dem Direktor des Jesuiten Flüchtlingsdienstes Pater Frido Pflüger SJ, Mitglied der Härtefallkommission, über diese biblischen Impulse
nachdenken und die politische Praxis hinterfragen.
Impuls-Gottesdienst – immer am ersten Sonntag des Monats, immer 18 Uhr in der Dietrich-Bonhoeffer- Kirche, Rackebüller Weg 64 und immer mit einem kleinen gemeinsamen Essen danach.

Kommt jetzt Bewegung in die Tunnel-Frage der Dresdner Bahn

Kleiner Hoffnungsschimmer für Lichtenrade nach Demo

Mehr als 1200 Menschen beteiligten sich am 5. September an der Protestdemonstration, die die Bürgerinitiative Dresdner Bahn zusammen mit anderen Lichtenrader Initiativen organisiert hatte. „Seit 15 Jahren kämpfen wir für die Tunnellösung beim Bau der Dresdner Bahn“, sagt der Vorsitzende der BI, Manfred Beck. „Es war wieder einmal nötig, ‘Gesicht’
zu zeigen“.
Nach wie vor betreibt die Bahn den Plan, die Dresdner Bahn ebenerdig durch Lichtenrade zu führen. Das würde eine Straßenunterführung für die Bahnhofstraße bedeuten, eine Schließung der Wolziger Zeile und einen mindestens sechs Meter hohen Schutzwall durch Lichtenrade, um nur die wichtigsten Folgen der ebenerdigen Trassenführung zusammenzufassen.
Das Planfeststellungsverfahren ist zwar nach wie vor auch nach 15 Jahren noch nicht in Sack und Tüten, trotzdem hält man derzeit bei der Bahn eisern daran fest, ungeachtet, daß die Bahn aufgrund solcher Planung nicht vor 2020, wenn nicht gar noch später auf der Strecke fahren könnte. Dabei wäre es doch einfach: Ein Tunnel könnte auch mangels drastischer Ablehnung der Bürger schneller und friedlicher umgesetzt werden und gerade Verkehrsminister Ramsauer hatte ja auf die Ereignisse rund um den Stuttgarter Hauptbahnhof mal erklärt, man habe gelernt, solche Projekte nicht am Bürger vorbei zu planen. Für Lichtenrade hat sich diese Erkenntnis aber anscheinend noch nicht recht durchgesetzt.
Dabei sind fast alle politischen Gruppierungen für den Tunnel. der neu gewählte CDU Bundestagsabgeordneter Jan-Marco- Luczak etwa forderte: „Der Tunnel muß kommen“. Dafür müsse der Senat zu seiner Aussage stehen, sich an den Kosten zu beteiligen.
Auch Mechthild Rawert von der SPD setzt sich für den Tunnel ein und wies den Schwarzen Peter für den Senat zurück. Es gäbe seit längerem eine Terminanfrage beim Bundesverkehrsministerium. Die Stadt Berlin hat ja schon vergangenen Jahre ihre Bereitschaft erklärt, sich an den Mehrkosten für den Tunnel zu beteiligen, wie die BI weiß, aber anscheinend ist das Angebot nicht im Verkehrsministerium angekommen, die gegenseitige Sprachlosigkeit führte Manfred Beck zu dem humorigen Vorschlag: „Herr Verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer, Herr Dr. Rüdiger Grube, Herr Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit, gönnen Sie sich gemeinsam eine Tasse Kaffee, jeder natürlich und Kekse, wir als BI sind gern bereit, sie dazu einzuladen“.
Ein bißchen Bewegung scheint aber trotz allem mittlerweile in den Stillstand zu kommen. „Ich halte das Thema für zu wichtig, dass man darüber nur über Dritte und nicht direkt miteinander spricht“, soll sich Staatssekretär Michael Odenwald aus dem Verkehrsministerium an den Berliner Verkehrssenator Michael Müller (SPD) gewandt haben Müller wolle das Angeot annehmen, berichtet die Berliner Morgenpost, das Land habe seinerseits schon wegen eines entsprechenden Termins beim Bund angefragt. Also vielleicht geht ja doch noch was.


maus

Theater Diamant spielt noch einmal die Komödie „Campinello“

Zwölf Akteure wollen das Tor zur Fantasie humorvoll öffnen

Die Premiere des aktuellen Stükkes des Theaters Diamant „Campiello“ konnte man im April in Lichtenrade sehen, jetzt gibt es noch einmal eine Chance, die Komödie im Gemeinschaftshaus an der Barnetstraße zu sehen.
12 Akteure haben über ein Jahr eisern geprobt, um für die Besucher das Tor zur Fantasie weit zu öffnen. In Carlo Goldonis rasanter Komödie „Campiello“, in einer Bearbeitung von Peter Turrini, hat jede Figur ihre ganz besondere Eigenheit. Dennoch verbinden alle eine große Sehnsucht: denn alle wollen heiraten. Bei den armen Leuten, die rund um den Campiello (einen kleinen Platz in Venedig) leben, lieben und lachen, schimpfen, streiten und spielen, geht es dennoch so chaotisch und anarchisch
zu, dass das Stück bei seiner Uraufführung als „plump, gewöhnlich und gefährlich“ kritisiert wurde. Marion Friebo, die als listenreiche Pasqua in dieser Komödie zu sehen ist, fordert die Zuschauer auf: „Urteilen Sie selbst: Ist es plump, auf die Avancen eines plötzlich aufgetauchten Adeligen hereinzufallen, der unterschiedslos sowohl junge Mädchen als auch deren Mütter umgarnt und unaufhörlich Verlobungsringe verteilt? Ist es plump, auf die Avancen eines plötzlich aufgetauchten Adeligen hereinzufallen, der unterschiedslos sowohl die jungen Mädchen
als auch deren Mütter umgarnt und unaufhörlich Verlobungsringe verteilt? Ist es gewöhnlich, das Liebesleben der Miesmuscheln zu studieren, wie es der Gelehrte aus Parma tut? Wenn ein Mann in der Nacht auf der Frau liegt und versucht, seinen Zwirn einzufädeln- ist das gefährlich?“
Die Schauspieltruppe vom Theater Diamant wünscht sich wiederum ein volles Haus in Lichtenrade, viel Applaus und dem Publikum viel Spaß und Vorfreude auf das kommende Stück, das im nächsten Frühling Premiere haben wird. Der Eintritt ist frei.
Theater Diamant
Gemeinschaftshaus Lichtenrade
Barnetstr. 11, 12305 Berlin,
Freitag, 25. Okt., 20.00 Uhr
Samstag, 26. Okt., 20.00 Uhr

 

Oberlandesgericht sprengt Kompromiß

Wieder Flugzeuge über Lichtenrade

Der mühsam ausgehandelte Kompromiß über die künftigen Flugrouten am BER droht nach einem Urteil des Oberverwaltungsgericht Berlin Brandenburg (OVG) zu platzen und damit steht für Lichtenrade erneut die Gefahr von - insbesondere nachts - tieffliegenden Flugzeugen.
Das OVG hatte der Klage der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow in Teilen stattgegeben. Für den Tag hat das Gericht entschieden, dass die geraden Westabflüge über die Ortsmitte Mahlows rechtmäßig sind. Für die Nacht gäbe es unter Lärmgesichtspunkten günstigere Streckenalternativen, als den geraden Abflug von der Nordbahn.
Als Lösung hat das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) für die Nachtperiode von 22.00 bis 6.00 Uhr eine nördlich, längs der L76 verlaufende Abflugroute vorgeschlagen, die zwischen Lichtenrade und Mahlow- Nord führen würde, und beide Gemeinden extrem belasten könnte.
Diese Streckenführung hat schon 2010 dazu geführt, daß die noch heute aktive Bürgerinitiative von Lichtenradern und Mahlowern gegründet wurde. Ziel war, sich gemeinsam gegen die Umwelt- und Gesundheitsbelastungen durch regelmäßige Überflüge ausgehend vom nahegelegenen BER – ehemals Flughafen Schönefeld – zu wehren. Innerhalb weniger Monate wuchs dieser Zusammenschluss damals auf über 600 Mitglieder und schaffte es mit anderen Initiativen zusammen Tausende von Betroffenen Bürgern auch in Lichtenrade auf die Straße zu bringen. Mit zahlreichen Demonstrationen und Aktionen protestierte die BI immer wieder gegen die geplanten Flugrouten, die über die Köpfe der Bürger im Berliner Süden und im nahen Berliner Umland führen sollten. Hierbei wurde sie durch andere Bürgerinitiativen aus Berlin und Brandenburg unterstützt. Aber auch der konstruktive Dialog mit den Verantwortlichen für die Flugroutenfestlegung führte letztendlich zum immer noch nicht ungefährdeten Erfolg, der nun aber wieder infrage gestellt werden könnte.
Wer sich näher informieren will, kann dies am Stammtisch der Initiative tun. Jeweils am 1. Montag eines jeden Monats trifft man sich und alle Interessierten sind eingeladen, die sich gegen Lärmund Umweltbelastungen durch Überflüge aber auch gegen Nachtflüge wehren wollen.
Der nächste Stammtisch findet statt am Montag, den 7. Oktober ab 19.30 Uhr im Wirtshaus zum Josef im Vereinsheim des VFL Lichtenrade, Kirchhainer Damm 68, 12309 Berlin.

Weitere Informationen:
www.lichtenrade-gegen-fluglaerm.
de oder unter
(030) 701 75 926 oder
per email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Schachclub Schwarz-Weiß Lichtenrade als Veranstalter

Deutsche Meisterschaft der Frauen im Blitzschach

Die diesjährige Deutsche Meisterschaft im Blitzschach der Frauen fand am 24./25.August in Lichtenrade statt.
Blitzschach unterscheidet sich vom normalen Schach im Wesentlichen durch die Länge der Bedenkzeit, die beim Blitzschach pro Spieler/in üblicherweise fünf Minuten beträgt.
Den Zuschlag für den Austragungsort hatte kein Geringerer als der Schachclub SC Schwarz-Weiß Lichtenrade e.V. bekommen, der sich 1989 in Lichtenrade gegründet hat. Vorteil war ohne Zweifel der für eine derartige Veranstaltung benötigte Raum, der mit dem Gemeinschaftshaus Lichtenrade, dem Trainingsort des Vereins, zur Verfügung stand.
An der in Kooperation mit dem Berliner Schachverband e.V. veranstalteten Meisterschaft nahmen 24 Damen teil, unter anderem Deutschlands beste Schachspielerin Elisabeth Pähtz, die amtierende Deutsche Meisterin im Schach und Blitzschach. Elisabeth Pähtzs Vater, Schachgroßmeister Thomas Pähtz, trainierte sie seit frühester Jugend, und das mit Erfolg. So ist Elisabeth Pähtz nicht nur Deutsche Meisterin, sondern hat auch den Titel einer WGM „Weibliche Großmeisterin“ sowie den höherwertigen männlichen Titel IM – „Internationaler Meister“ inne. Hochkonzentriert spielten sich die Teilnehmerinnen durch die zwei Tage à 4 Stunden. Erfreulich war hier die Teilnahme der noch recht jungen Damen (jüngste 15 Jahre). Am Ende gewann die Favoritin Elisabeth Pähtzs mit 5 ½ Punkten Vorsprung, vor ihren Mitstreiterinnen aus der Deutschen Damen Nationalmannschaft, die weiblichen Großmeisterinnen Marta Micha und Tatjana Melamed. Die hervorragende Organisation durch den Schachclub Lichtenrade, in Verbindung mit den zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten, fanden bei den Teilnehmerinnen großen Anklang.
Der Schachclub Schwarz-Weiß Lichtenrade mit seinen rund 65 Mitgliedern, der montags und donnerstags jeweils ab 18.30 im Gemeinschaftshaus Lichtenrade trainiert, freut sich nicht nur über Gäste, sondern auch über neue Mitglieder und speziell über neue Mitgliederinnen. Dabei ist es nicht relevant, welche Leistungsstärke der- oder diejenige mitbringt. Im Vordergrund steht nicht die Leistung, sondern der Spaß am Spielen und die sozialen Kontakte, die sich daraus ergeben.
Sehr populär ist das Frauenschach noch nicht, was daran liegen kann, dass diese Sportart noch immer weitestgehend eine Männerdomäne ist. Trotz Bemühungen des „Deutschen Schachbundes“ ist der Mitgliederanteil der Frauen in den Vereinen unter 5 Prozent. So trainieren beim Verein SC Schwarz-Weiß Lichtenrade lediglich drei Damen.
Der Verein, der es anfangs dank finanzstarker Förderer auf hohem Niveau bis in die 2. Bundesliga schaffte, setzt heute eher auf Breitensport. So wurden in den vergangenen Jahren neue Impulse speziell in die Jugendarbeit gesetzt, die mit einer Teilnahme in der Jugendbundesliga ihren bisherigen Höhepunkt fand.
Auch versucht man durch eine Schulschach-Initiative den Schach-Sport Lichtenrader Schülern näher zu bringen, was von den Schulen sehr begrüßt wird, da dieser Sport sich hervorragend als Konzentrationsübung eignet.

Marina Heimann

Favoritin Elisabeth Pähtzs gewann am Ende deutlich. Ein weiterer Höhepunkt des Vereins ist der „Lichtenrader Herbst“, Berlins höchstdotiertes Schachturnier, das seit 2005 mit knapp 180 Teilnehmern bestehend aus nationalen und internationalen Teilnehmern im Gemeinschaftshaus Lichtenrade stattfindet. Wettkämpfe sind noch bis zum 6. Oktober im Gemeinschaftshaus zu sehen.

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