Am 19. Oktober führen Schüler als Scouts Besucher durch die Schule

Taunus-Grundschule beschließt Kooperation mit Hertha BSC

Ende September 1998: Der Grundstein für die nunmehr sechste Grundschule in Lichtenrade wird gelegt: Auf einem rund 9000 Quadratmeter großen Areal, dem ganzen Karree zwischen Wiesbadener-, Krontal-, Homburg- und Braunfelsstraße, entsteht die Grundschule im Taunusviertel, die zum Schuljahr 1999/2000 feierlich eröffnet wird. Ein großzügig geschnittener, lichtdurchfluteter und gläserner Bau.
Seither unterscheidet man sich von allen anderen Schulen im Bezirk durch die Sportbetonung: Jeweils ein Klassenzug pro Jahrgang ist eine „Sportklasse“. Um in diese zu gelangen, müssen die Kinder vor der Einschulung einen motorischen Test durchlaufen. Die Ergebnisse entscheiden dann, ob es in die A-Klasse oder in die BKlasse (Sportklasse) der Schule geht.
Auf Grund des Sportprofils können sich auch Kinder auf der Schule anmelden, die nicht im vergleichsweise kleinen Einzugsgebiet wohnen.
Die Schüler der sportbetonten Klassen haben über die normalen Unterrichtsstunden hinaus eine zusätzliche Sportstunde pro Woche und nehmen ab der 3. Klasse an einer Sport-Pflicht-AG teil. Das Angebot der AGs ist sehr abwechslungsreich. Neben den beliebten Sportarten wie Fußball, Handball, Basketball, Leichtathletik und Gerätturnen gibt es zusätzliche Angebote, etwa eine Judo-, eine Schach-AG, eine Badminton und seit neuestem auch eine Tennis- AG. Und dies zahlt sich für die Schülerinnen und Schüler aus.
Trotz einer geringen Gesamtzahl von knapp 300 Schülern haben die Schulkinder aus dem Taunusviertel eine Reihe an Erfolgen vorzuweisen. Allein im letzten Jahr gewann das Handballteam der Schule zweimal (Jungen- und Mixteam) die Berliner Meisterschaft. Die Fußballmannschaft wurde Bezirkssieger bei Jugend trainiert für Olympia und die gemischte Riege im Gerätturnen erreichte zum zweiten Mal in Folge als Berliner Meister das Landesfinale, in dem sie gegen die Sieger der übrigen 15 Bundesländer antreten konnte. Kurz vor den letzten Sommerferien konnte das Streetballteam die Berliner Meisterschaft erringen und im September 2013 schaffte es die 8x50m Staffel der Jungen auf die höchste Stufe des Podests. Außerdem erreichte die 16x50m ISTAF-Staffel, bestehend aus acht Mädchen und acht Jungen, das Finale im Olympiastadion Berlin und durfte auf der blauen Tartanbahn sprinten.
Um diese tollen Ergebnisse langfristig zu bestätigen, bemühen sich Schulleiter Volker Becker und der Sportfachbereichsleiter Stefan Meisel intensiv um weitere Kooperationen mit Sportvereinen.
Erste Erfolge sind hier zu verzeichnen. So gelang es der Schule zum gerade angebrochenen Schuljahr 2013/2014 eine Kooperation mit dem bekanntesten Fußballverein der Stadt, Hertha BSC, zu schließen.
Die Kooperation unterliegt einer Initiative des Berliner Senats in Zusammenarbeit mit den Berliner Profivereinen. Neben Hertha BSC nehmen die Eisbären Berlin, Alba Berlin, die Füchse Berlin, die BR Volleys und der 1. FC Union Berlin teil. Das Projekt richtet sich gegen Bewegungsarmut im Kleinkindalter.
Der Profiverein stellt dazu eine Trainerin oder einen Trainer zur Verfügung, die die Sportlehrer der ersten, zweiten und dritten Klassen im Unterricht unterstützt – mit 16 Stunden pro Woche, also im Schnitt mehr als vier Schulstunden täglich. So können die Bewegungszeit im Unterricht und die Korrekturhäufigkeit bei den Übungen deutlich erhöht werden. Mit Nathalie Kracun steht der Schule seit Beginn des laufenden Schuljahres eine Person zur Verfügung, die sich durch ihre Ausbildung u. a. als Physiotherapeutin im pädiatrischen Bereich sehr gut auskennt und den Lehrkräften ohne Eingewöhnungszeit sofort weiterhelfen kann.
Interessierten Eltern und Kindern steht die Grundschule im Taunusviertel demnächst offen: Am Samstag, den 19. Oktober, erwarten Schüler der sechsten Klassen Interessierte, um sie als „Scouts“ durch die Schule zu führen – durch Fach- und Klassenräume, in die Aula, über den großen Schulhof und in die moderne Sporthalle. Schulleiter und Lehrer sowie der Förderverein stehen zum Gespräch, und natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.

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