Trotz Kälte kommen die Arbeiten voran

Biotop: Zwiebelfrösche sind mit vollem Einsatz dabei

Es ist noch einmal so richtig kalt geworden zum Wochende Mitte Januar aber das hielt die Zwiebelfrösche nicht davon ab, dem NaturRanger Björn Lindner bei seiner Arbeit zu helfen. Einmal im Monat packen die „Zwiebelfrösche“, wie sich die Gruppe nennt, richtig mit in der Natur an. Unter Anleitung des NaturRangers Björn Lindner wird hier praktisch gearbeitet und spielerisch gelernt.
Diesmal ging es darum, hinter dem Interkulturellen Gemeinschaftsgarten, vor dem ehemaligen Grenzstreifen gelegen eine Schutzeinfriedung für das geplante Biotop zu schaffen. Ein kleines Gewässer liegt mitten in dem Biotop. Hier sollen Tiere einen geschützten Lebensraum erhalten und die Besucher sollen Möglichkeiten zur Beobachtung der Natur erhalten. Auch werden Informationstafeln aufgestellt. Die konkrete Maßnahme ist eng mit dem bezirklichen Umweltamt abgestimmt worden.
Björn Lindner will, dass an dieser Stelle, wie er es nennt, eine „Autobahn der Natur“ entsteht. Björn Lindner redet begeistert von Zauneidechsen, vom Neuntöter (der Vogel wird auch Rotrückenwürger genannt) oder vom Moorfrosch. Der NaturRanger sieht sich als Mittler zwischen Natur und Mensch. Björn Lindner ist seit Jahren in Sachen Naturschutz unterwegs.
Erst zum Ende des letzten Jahres konnte seine Finanzierung für die nächsten Jahre vom Umweltstadtrat Oliver Schworck (SPD) gesichert werden.
Die 20 Kinder haben heute die Aufgabe Löcher für die Naturzaunpfähle auszuheben. Björn Lindner

An dem Januar-Arbeitswochenende begeht der NaturRanger mit den begeisterten JuniorRangern erst einmal das Gelände, bevor es an das Ausheben der Löcher für die Zaunpfähle  geht. Lindner erläutert den Helfern dabei noch einmal, was hier entstehen soll, obwohl viele Zwiebelfrösche schon jetzt ganz genau erklären können, warum für das Biotop ein Zaun wichtig ist. Für die Wildhasen und Wildschweine werden Durchgänge geschaffen, damit sie auch in dieses Biotop rein können. So ganz nebenbei werden bei der Führung auch  Tierspuren gelesen.
Daniela, Laura, Robin (alle 12 Jahre alt), Sina (11), Kim (10), Julian (9), Janes (6) und die anderen Kinder sind mit großer Begeisterung bei der Sache. Dann geht es los! Mit dem Spaten
werden tiefe Löcher gegraben, die die dicken Zaunpfähle aufnehmen sollen. Die Eltern und auch die anderen ehrenamtlichen Helfer vom Naturschutzbund NABU unterstützen
tatkräftig die engagierten Kinder.
Für den einzigen Natur-Ranger in Berlin, Björn Lindner, ist es wichtig, dass Naturschutz, Landschaftspflege, die Erholung der Bevölkerung und Bildung Hand in Hand gehen. Für die Renaturierungsfläche südlich der Blohm-/ Egestorffstraße werden auch die Besucherinteressen berücksichtigt. Von einem kleinen Hügel können die Fußgänger das ganze Gelände gut überblicken. Bauer Wiese bereitete schon einmal die Fläche für die geplante Streuobstwiese vor.
Die Kinder haben immer wieder die Möglichkeit, sich am kleinen Feuer mit Kinderpunsch aufzuwärmen. Nach drei Stunden Arbeit ist dann alle fleißigen Zwiebelfrösche doch kalt. Geschafft und zufrieden geht es, meistens mit ihren Fahrrädern, nach Hause. In vier Wochen trifft man sich spätestens wieder.

Thomas Moser
www.lichtenrade-berlin.de
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