Schachclub Schwarz-Weiß Lichtenrade als Veranstalter

Deutsche Meisterschaft der Frauen im Blitzschach

Die diesjährige Deutsche Meisterschaft im Blitzschach der Frauen fand am 24./25.August in Lichtenrade statt.
Blitzschach unterscheidet sich vom normalen Schach im Wesentlichen durch die Länge der Bedenkzeit, die beim Blitzschach pro Spieler/in üblicherweise fünf Minuten beträgt.
Den Zuschlag für den Austragungsort hatte kein Geringerer als der Schachclub SC Schwarz-Weiß Lichtenrade e.V. bekommen, der sich 1989 in Lichtenrade gegründet hat. Vorteil war ohne Zweifel der für eine derartige Veranstaltung benötigte Raum, der mit dem Gemeinschaftshaus Lichtenrade, dem Trainingsort des Vereins, zur Verfügung stand.
An der in Kooperation mit dem Berliner Schachverband e.V. veranstalteten Meisterschaft nahmen 24 Damen teil, unter anderem Deutschlands beste Schachspielerin Elisabeth Pähtz, die amtierende Deutsche Meisterin im Schach und Blitzschach. Elisabeth Pähtzs Vater, Schachgroßmeister Thomas Pähtz, trainierte sie seit frühester Jugend, und das mit Erfolg. So ist Elisabeth Pähtz nicht nur Deutsche Meisterin, sondern hat auch den Titel einer WGM „Weibliche Großmeisterin“ sowie den höherwertigen männlichen Titel IM – „Internationaler Meister“ inne. Hochkonzentriert spielten sich die Teilnehmerinnen durch die zwei Tage à 4 Stunden. Erfreulich war hier die Teilnahme der noch recht jungen Damen (jüngste 15 Jahre). Am Ende gewann die Favoritin Elisabeth Pähtzs mit 5 ½ Punkten Vorsprung, vor ihren Mitstreiterinnen aus der Deutschen Damen Nationalmannschaft, die weiblichen Großmeisterinnen Marta Micha und Tatjana Melamed. Die hervorragende Organisation durch den Schachclub Lichtenrade, in Verbindung mit den zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten, fanden bei den Teilnehmerinnen großen Anklang.
Der Schachclub Schwarz-Weiß Lichtenrade mit seinen rund 65 Mitgliedern, der montags und donnerstags jeweils ab 18.30 im Gemeinschaftshaus Lichtenrade trainiert, freut sich nicht nur über Gäste, sondern auch über neue Mitglieder und speziell über neue Mitgliederinnen. Dabei ist es nicht relevant, welche Leistungsstärke der- oder diejenige mitbringt. Im Vordergrund steht nicht die Leistung, sondern der Spaß am Spielen und die sozialen Kontakte, die sich daraus ergeben.
Sehr populär ist das Frauenschach noch nicht, was daran liegen kann, dass diese Sportart noch immer weitestgehend eine Männerdomäne ist. Trotz Bemühungen des „Deutschen Schachbundes“ ist der Mitgliederanteil der Frauen in den Vereinen unter 5 Prozent. So trainieren beim Verein SC Schwarz-Weiß Lichtenrade lediglich drei Damen.
Der Verein, der es anfangs dank finanzstarker Förderer auf hohem Niveau bis in die 2. Bundesliga schaffte, setzt heute eher auf Breitensport. So wurden in den vergangenen Jahren neue Impulse speziell in die Jugendarbeit gesetzt, die mit einer Teilnahme in der Jugendbundesliga ihren bisherigen Höhepunkt fand.
Auch versucht man durch eine Schulschach-Initiative den Schach-Sport Lichtenrader Schülern näher zu bringen, was von den Schulen sehr begrüßt wird, da dieser Sport sich hervorragend als Konzentrationsübung eignet.

Marina Heimann

Favoritin Elisabeth Pähtzs gewann am Ende deutlich. Ein weiterer Höhepunkt des Vereins ist der „Lichtenrader Herbst“, Berlins höchstdotiertes Schachturnier, das seit 2005 mit knapp 180 Teilnehmern bestehend aus nationalen und internationalen Teilnehmern im Gemeinschaftshaus Lichtenrade stattfindet. Wettkämpfe sind noch bis zum 6. Oktober im Gemeinschaftshaus zu sehen.

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