Lichtenraderin schreibt mörderische Geschichten über Psychopathen

K. Hönow läßt in Lichtenrade schon mal viel Blut fließen

„Neue Heimat, neue Liebe, neues Glück! Für Joana Madison könnte die Welt nicht schöner sein. Wäre das nicht dieser Eindringling, der plötzlich und unerwartet alles in Gefahr bringt, woran ihr Herz hängt. Denn es schlägt nicht für ihn, sondern für einen anderen.“ Das sind die einleitenden Worte zum neuen Buch aus der Psychopathen-Reihe der Autorin Kat Hönow.

Psychopathen gibt es sicher überall. Kat Hönow (41) wohnt und schreibt im eher beschaulichen Ortsteil Lichtenrade an einer Thriller-Serie, die es in sich hat. Zwei Bücher aus der Serie „Psychopath“ sind schon auf dem Büchermarkt. Ihr neustes Werk „Psychopath – Tödliche Liebe“ ist erst kürzlich erschienen, obwohl sie mit dem Aufschreiben der Geschichte bereits 2007 angefangen hat. Und sie hat schon eine Fan-Gruppe, die die  spannenden Thriller ungeduldig entgegen fiebern und besonders die unerwarteten Wendungen schätzen.

Aber der Reihe nach. Katharina Hönow ist 1974 in Berlin-Kreuzberg geboren und hat dort lange gelebt. Ihre nicht ganz einfache Kindheit und die Kreuzberger Umgebung sind die Quellen ihrer unermüdlichen Schaffenskraft: „In Kreuzberg habe ich viele Psychopathen tagtäglich erleben und analysieren können.“

Dort lernte sie schnell, dass die besten Geschichten das Leben selbst schreibt, und begann ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Ob Schulhefte, Bierdeckel oder Servietten, alles wurde seiner eigentlichen Bestimmung entmachtet, um ihrer Fantasie zum Opfer zu fallen. Sie schreibt seitdem sie 15 Jahre alt ist und erst da begann ihre unendliche Gier nach schaurigen und spannenden Geschichten, die in die Abgründe der menschlichen Psyche blicken.

In einem Interview erzählt sie zur Frage, was sie antreibt: „Das Leben in all seinen Facetten. Es gibt nicht nur schöne Dinge, sondern auch die dunklen und abnormen, die für mich genauso interessant und sehenswert sind wie die schillernden.“

Auslöser für das Schreiben war ein merkwürdiger Mann auf einer Klassenfahrt, der sich in der Ortschaft immer auffällig bewegte. Ihre Fantasie war angeregt und der Knopf zum Schreiben war bei Katharina gedrückt. Da das Geschriebene vom Lehrer begeistert aufgenommen wurde, war sie noch mehr bestärkt, künftig mehr zu schreiben. Lange hat sie für sich geschrieben, sehr viel geschrieben, bevor sie 2012 nach viel Zuspruch aus Autorenkreisen den Schritt zur Veröffentlichung wagte. Nach einigen Umwegen fand sie einen passenden Verlag.

Wenn Sie ein Projekt beginnt, hat Kat Ideen im Kopf, die Geschichte entsteht jedoch erst beim Schreiben. Auch notwendige Recherchen macht sie während dieser kreativen Phase zwischendurch. In der Regel pausiert sie, wenn das Buch zu Dreivierteln fertig ist. Sie lässt den Inhalt nochmal einige Zeit sacken und dann entsteht, manchmal auch für sie, ein ganz unerwarteter Schluss. In ihrer Psychopath-Reihe hat sie an sich schon alle fünf Bücher fertig, zumindest fast fertig. Aber auch hier ist noch viel Arbeit angesagt. Sie geht die Buchentwürfe nochmal durch, bevor es dann zum Lektorat im Verlag geht. Ihre 14-jährige Tochter hilft ihr beim Korrekturlesen, dass möglichst wenig Fehler für die Verlagsprofis übrigbleiben. Die Änderungsvorschläge sind dann in die Endfassung einzuarbeiten. „Mein erwachsener Sohn hat jetzt auch mit dem Schreiben von Geschichten angefangen“, erzählt ganz erfreut die engagierte Mutter und Buchautorin.

Die richtige Ruhe zum Schreiben der schaurigen Geschichten findet Katharina Hönow in Lichtenrade, wo sie seit 14 Jahren ihre Zelte aufgeschlagen hat. Sie lebt mit ihrem Verlobten und ihrer Tochter eher zurückgezogen: „Ich schreibe sehr viel und bin eher schüchtern,“ sagt die Schriftstellerin von sich selbst. Letztendlich ist das Schreiben für Katharina ein Hobby, dass aber viel Zeit in Anspruch nimmt. Darüber hinaus sucht sie noch eine „normale“ Arbeit und ist sich auch für nichts zu schade. Sie hat Glasbau gelernt, hat aber schon viele andere Tätigkeiten gemacht. Die Kraft für das Schreiben schöpft sie aus dem Malen. Sie malt gerne in ihrer freien Zeit, denn Farben spielen für sie eine wichtige Rolle: „Wenn ich mit Farben spielen kann, fühle ich mich wohl!“

Der Autorin ist es aktuell wichtig auf ein neues, von ihr gegründetes, Internetforum (www.federling.de) hinzuweisen. Hier können sich junge und neue Autoren Tipps und Hilfe von erfahrenen Kollegen holen. Am 28. und 29. November wird sich Kat Hönow bei der „BerlinBuch 2015“ mit anderen Autoren einen Stand teilen. Mit dem Autoren-Kollegen Dirk Ullsperger plant sie eine gemeinsame Lesung. Wegen der besonderen Atmosphäre suchen sie dafür noch mysteriöse Orte.

Ihr größter Traum ist, wenn ihr aktuelles Buch „Tödliche Liebe“ verfilmt werden würde. Drehbuchautoren und Produzenten sind herzlich eingeladen, mit der Autorin Kontakt aufzunehmen. Ihr aktuelles schriftstellerisches Projekt ist, dass sie den dritten Teil der Psychopathen-Serie überarbeitet. Es scheint spannend zu werden, zumal auch ganz aktuelle Themen, wie Islamismus und Salafismus angesprochen werden.

Der Autorin sind noch viel kreative Schreibstunden und den Lesern jede Menge schaurige Stunden zu wünschen. Damit in Lichtenrade das Blut nur in Büchern fließen möge.

Thomas Moser
www.lichtenrade-berlin.de
Lichtenrader Internetzeitung - Nachrichten und vieles Neues

Die Internetseite von Kat Hönow: khoenow.wix.com/kathoenow
Der Verlag: stuberpublishing.com Forum für Buchautoren: www.federling.de
Buchmesse 2015: www.buchmesse-berlin.com

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