Im Oktober wird in Lichtenrade groß gefeiert

Seit 90 Jahren bietet der TC Tennissport in Lichtenrade

Der Tennisclub Berlin-Lichtenrade Weiß-Gelb ist ein Verein, der in diesem Jahr auf seine 90-jährige Geschichte zurückblicken kann. Das Jubiläum wird am 10. Oktober nun groß gefeiert.

1950 wurde die Erweiterung des bestehenden kleinen hölzernen Unterkunftshäuschens durch massiven Anbau von zwei Umkleideräumen getrennt für Frauen und Männer beantragt. Im Jahr 1951 wird für das Clubhaus der „Antrag auf Erteilung der Erlaubnis zum Ausschank von Bier und alkoholfreien Getränken“ gestellt, da bisher keine Schankerlaubnis erteilt wurde. Der heutige Name des Vereins Tennisclub Berlin-Lichtenrade „Weiß-Gelb“ e.V.“, wird erstmalig in der Satzung vom 7. Februar 1951 erwähnt und erscheint fortan auch auf den Briefbögen des Vereins. Am 1. Juni 1954 wird mit dem Senat von Berlin ein Pachtvertrag für die Tennisanlage Hohenzollernstr. geschlossen.

Dem Protokoll der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. März 1961 ist zu entnehmen, das über den Fortbestand des Vereins abgestimmt wurde, da die Pflege und Bewirtschaftung der Anlage nicht gewährleistet werden konnte. Der Verein hatte zu diesem Zeitpunkt 105 Mitglieder, davon 33 Junioren. Die Abstimmung ergab  jedoch ein eindeutiges Votum für den Fortbestand des Vereins.

1975 gab es zwei Jubilare in Lichtenrade. Der Tennisclub wurde 50 Jahre und die 600-Jahr-Feier von Lichtenrade wurde im damaligen beliebten „Tempelhofer Pohlezettel“ angekündigt.

Eine Fülle von Sport- und Vereinsnachrichten finden sich ab Dezember 1983 in den „Clubnachrichten“, deren 1. Heft im Dezember 1983 erschien. Voller Stolz und Freude verkündete der damalige 1. Vorsitzende Manfred Baumgartl das Erscheinen der 1. Ausgabe der TCL-Clubnachrichten. Das letzte verfügbare Heft unter dem Namen
„Clubmagazin“ erschien im Jahr 2010. Alle vorhandenen 75 Clubmagazine bzw. Clubnachrichten stehen zur Einsicht im Büro des TCL bereit.

Einer der größten Höhepunkte in der Geschichte des Tennisclub-Lichtenrade Weiß-Gelb e.V. ist sicher die Errichtung der Tennisanlage im Franziusweg 114-128.

Nach den Erinnerungen des damaligen 1. Vorsitzenden Karsten Braun begannen die ersten Überlegungen, die Tennisanlage Hohenzollernstraße zu erweitern, anlässlich der 50-Jahrfeier im Jahre 1975 statt. Die Ideen gingen von einer Sperrung der Hohenzollernstr. zwischen Paetschstraße und Rangsdorferstraße, um den Platz über die Straße hinweg zu erweitern bis zum Bau einer Neuanlage hinter dem Lichtenrader Reiterverein im Schichauweg.

Wann das Gelände im Franziusweg ins Gespräch kam, lässt sich nicht genau ermitteln. Zu dieser Zeit existierten im Bezirksamt Tempelhof Überlegungen, interessierten Sportvereinen Bauland in der Peripherie zur Verfügung zu stellen. Der TC Lichtenrade hatte Interesse angemeldet und führte erste Gespräche mit dem Architekten.

Eine Mitgliederversammlung 1978 lehnte die Errichtung einer neuen Anlage im Franziusweg ab. Nach dieser Ablehnung ist in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Tempelhof, dem Landessportbund, dem Senator für Jugend und Sport und den Verantwortlichen des Vereins das Bauvorhaben in etwas verkleinerten Form erneut auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung vorgestellt worden.

Diesmal wurde der Vorschlag, wie das Schreiben vom 8.4.1978 an das Bezirksamt Tempelhof zeigt, angenommen.
Am 25. Mai 1979 wurde der Bauantrag eingereicht und am 24.06.1980 wurde der Pachtvertrag mit dem Bezirksamt abgeschlossen.

Als Gesamtkosten wurden 5.600.000 DM veranschlagt. Am 10.3.1981 wurde mit den Erdarbeiten begonnen. Die Grundsteinlegung für das neue Clubhaus und das Richtfest für die neue Tennishalle fanden am 10.9.1981 statt. Die Einweihung der neuen Tennisanlage konnte am 16. September 1982 gefeiert werden.

Durch den Spielbetrieb kam es wegen der Lärmbelästigung zu Ärgernissen mit den Anrainern; dies führte letztendlich vor dem Verwaltungsgericht Berlin zu einer Verwaltungsstreitsache. Das vor dem Verwaltungsgericht Berlin rechtskräftig durch Vergleich ergangene Urteil vom 28. September 1984 enthielt für die Anlage Franziusweg zeitliche Auflagen für den Spielbetrieb, die noch bis heute gelten.

Das erste Ehrenmitglied wurde 1987 Brigitte Drescher. Am 14. September 1989 wird der Bauantrag für die Errichtung einer 2-Feld Traglufthalle für die Wintersaison gestellt. Die Baugenehmigung erteilte das Bau- und Wohnungsaufsichtsamt Tempelhof am 9.11.1989.

Am 14. März 2002 wird der Antrag auf Genehmigung zum Bau einer neuen 3-Feld Traglufthalle bei der Bauaufsicht Tempelhof/Schöneberg eingereicht. Die Genehmigung zum Bau wird im April erteilt und die Errichtung der Halle wird im November verkündet.

(wird fortgesetzt)

Thomas Moser
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