1Suppenküche ‘feiert’ in diesem Jahr ihr 10jähriges

Heilige drei Könige besuchten die Lichtenrader Suppenküche

Zum Jahresbeginn besuchten die Sternsinger vom Kindermissionswerk traditionell die Suppenküche Lichtenrade am Graben in der Finchleystraße 11, die in diesem Jahr 10 Jahre alt wird. Gekleidet als „Die Heiligen Drei Könige“, sangen die Kinder und segneten das Haus und dessen Besucher.

„Segen bringen, Segen sein“ - Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit! So lautet das Motto der diesjährigen Aktion vom Dreikönigssingen, an der sich die Mädchen und Jungen als Sternsinger und zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in etwa 12.000 Pfarrgemeinden beteiligten.

In Lichtenrade wurden über 100 Haushalte und verschiedene Institutionen besucht. Die Kinder kommen hauptsächlich von der katholischen Salvator-Gemeinde und einige von der evangelischen Gemeinde in Lichtenrade.

Nach der Weihnachtsgeschichte (Matthäus-Evangelium) wurden die Weisen aus dem Morgenland durch den Stern von Betlehem zu Jesus geführt: „Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt.“

Nun reisen nach einer katholischen Tradition Kinder singend durch die Straßen und tragen symbolisch den Stern als Zeichen für Christus mit sich.

„20*C+M+B+15“ schreiben Sie über Wohnungseingangstüren. Lateinisch stehen die Buchstaben C+M +B für „Christus Mansionem Benedicat“ – Christus segne dieses Haus. Im Volksmund spricht man hingegen auch von einer
Bezeichnung für die 3 Könige „Caspar, Melchhior und Balthasar“.

Die jungen Könige bekamen in der Lichtenrader Suppenküche als Dank für Ihren Besuch eine Suppe ausgeschenkt. Eine zusätzliche Gabe kam diesmal nicht von den drei Weisen aus dem Morgenland, sondern vom Vertreter der „AOK Nordost – Die Gesundheitskasse“. Niederlassungsleiter Marko Bertram überreichte einen symbolischen Scheck an die Leiterin der Suppenküche, Alex Benkel-Abeling. Seit einigen Jahren verschickt die AOK keine Weihnachtskarten mehr. Stattdessen werden wohltätige Organisationen unterstützt. So kamen 600 Euro zusammen, die Marko Bertram mitbringen konnte. Bertram erläutert: „Mitarbeiter schlagen einen Verein oder eine Institution vor. Drei Vereine werden berücksichtigt und in diesem Jahr war die Suppenküche dabei.“

Marko Bertram überzeugte sich davon, dass die Suppenküche das Geld dringend benötigt und dass es hier gut angelegt ist. Sonntag für Sonntag werden Bedürftige beköstigt und erhalten danach auch Lebensmittel, die von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in der Woche von den Geschäften eingesammelt werden.

Mittlerweile kommen hier durchschnittlich 150 Gäste. Mit 10 Besuchern fing es vor 10 Jahren an. In der Suppenküche muss man seine Bedürftigkeit nicht nachweisen. Wie Frau Benkel-Abeling betont, gehöre dies zum Konzept der Suppenküche. Armut sei nicht eine Frage von Bescheinigungen. Wenn man die Suppenküche jedoch besucht, sieht und spürt man, wie Armut aussieht. Marko Bertram von der AOK wurde das Konzept erläutert und durch die Suppenküche geführt.

In der Suppenküche sind über 50 ehrenamtliche Helfer aktiv. Neue Unterstützung ist hier immer gerne willkommen. So sucht die Suppenküche auch jemand, der die Homepage pflegt und aktuell hält.
Die Öffentlichkeitsarbeit ist für diese Institution, die sich nur über Spenden finanziert, überlebenswichtig.

Jetzt kann sich die Suppenküche erstmal darüber freuen, dass ihnen am 25. Februar der mit 1.000 Euro dotierte Förderpreis vom Bezirk Tempelhof-Schöneberg überreicht wird.

Thomas Moser
www.lichtenrade-berlin.de
Lichtenrader Internetzeitung - Nachrichten und vieles Neues

Infos: www.sternsinger.org und www.aok.de/nordost/index.php

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