Suppenküche Lichtenrade erhielt den Förderpreis 2015

Medaillen und Ehrungen für bürgerliches Engagement

Auch im Jahr 2015 hat der Bezirk Tempelhof-Schöneberg wieder Verdienstmedaillen und den Förderpreis verliehen. Ende Februar wurde in den Goldenen Saal ins Rathaus Schöneberg geladen. Für das Bezirksamt ist es klar: Ohne den Gemeinschaftssinn und Einsatz der freiwilligen Helferinnen und Helfer wäre in unserem Land und auch in unserem Bezirk vieles nicht möglich. Sie sind es, die unermüdlich – zum Teil über Jahrzehnte – in Vereinen und Einrichtungen in ihrer Freizeit helfen und mitgestalten.

Einer der Preisträger ist Stefan Behrendt. Seit über 8 Jahren ist er beim Sportverein TSV Marienfelde ehrenamtlich tätig. Begonnen hat Stefan Behrendt sein Engagement für den Verein als helfender Vater bei verschiedenen Anlässen, trat schließlich 2010 dem Verein bei und übernahm als gewählter Jugendwart auch eine Funktion als Mitglied im Vorstand.  Zu seinen vielen Verdiensten um den Verein und seinen Mitgliedern zählt vor allem die aktive Gestaltung der Ferienspiele, für die er neue Unterstützer mit dem „House of Fun“, dem AHB sowie dem Medienhaus Marienfelde gewinnen konnte.

Den Kindern und Jugendlichen können so alljährlich attraktive Ferienaktivitäten angeboten werden, an denen Behrendt durch seine Vernetzungs- und Koordinierungsarbeit maßgeblich beteiligt ist. Dank seines Engagements konnte mit Hilfe eines neuen Sponsors eine weitere Abteilung des Vereins gegründet werden. Den Bau und die Eröffnung der neuen Sporthalle Baußnernweg hat er in seiner Freizeit ehrenamtlich für den Verein begleitet, auch die Möglichkeit der Nutzung der Turnhalle am Vormittag durch verschiedene Kindertagesstätten ist sein Verdienst.

Er engagiert sich auch bei Stadtteilfesten, im Quartiersmanagement „W40“, beim Rockfestival und weiteren Aktivitäten. So ist er mittlerweile für ein gutes Gelingen im Vereinsleben unverzichtbar. Der TSV Marienfelde feiert 2015 auch sein 125. Jubiläum und Stefan Behrendt ist natürlich dabei.

Daniel Krentel engagiert sich schon seit 1996 im Technischen Hilfswerk. Eine der vielen Aktivitäten, die er unterstützt, ist die Beteiligung bei der Realisierung des jährlichen Lichtermarktes in Lichtenrade. 

Weitere Medaillen haben Hedda Jansen für die Unterstützung des Besuchsdienstes für Menschen mit Demenz im Nachbarschaftsheim Schöneberg, Uli Seiler für sein Engagement im bezirklichen Beirat für Menschen mit Behinderung sowie Renate Pasie und Angela Warnecke als Lesepatinnen und Koordinatoren des Bürgernetzwerkes Bildung erhalten. Das Ehepaar Georgianna und Alfred Wilde sind seit 35 Jahren im Ehrenamt der katholischen St. Mattias Gemeinde aktiv.

Für die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler ist klar: „Dieses langjährige und vorbildliche bürgerschaftliche Engagement verdient eine Anerkennung in Form der Verdienstmedaille.“

Mit dem Förderpreis 2015, der mit 1000 dotiert ist, wurde in diesem Jahr der Verein Suppenküche Lichtenrade ausgezeichnet.
Die Suppenküche Lichtenrade wurde 2005 von engagierten Menschen ins Leben gerufen und arbeitet auf der Basis der Freiwilligkeit für sozialbenachteiligte Menschen in Lichtenrade. Jeden Sonntag erhalten bis zu 150 Menschen eine kostenfreie warme Mahlzeit, ohne Ansehen der Person, des Alters, der Herkunft und Religion. Der gemeinnützige Verein verzichtet dabei auf einen Nachweis der Bedürftigkeit.

Im April 2005 wurde der Verein gegründet und am 4. September 2005 ein erster bunter Gemüseeintopf und Obstsalat von 10 Freiwilligen an 10 Gäste ausgegeben. Inzwischen sind 50 Ehrenamtliche beschäftigt Lebensmittel einzusammeln, zu sortieren und jeden Sonntag für 150 Personen zu kochen. Die Arbeit der Suppenküche
im Kiez trägt dazu bei, soziale Brennpunkte in Lichtenrade zu entspannen.

Die Suppenküche ist in den verschiedensten sozialen Feldern tätig. Seit mehreren Jahren läuft eine enge Kooperation mit dem Georg-Büchner-Gymnasium. Im Projekt „Soziale Jugendbildungsarbeit“ lernen die Schüler aus meist gutsituierten Elternhäusern Aspekte von Armut kennen. Außerdem lernen sie, dass man ohne große finanzielle Mittel vor Ort Hilfe leisten kann. Und so ganz nebenbei bekommen die Schüler einen neuen Blick auf Lebensmittel, da die Suppenküche Lebensmittel verwendet, die die jungen Menschen sonst vermutlich entsorgen
würden.

In der Suppenküche helfen regelmäßig junge Erwachsene und Jugendliche, die mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind. Es gibt eine enge Zusammenarbeit mit der Jugendgerichtshilfe. Die jungen Menschen leisten in der Suppenküche Sozialstunden ab und lernen so ganz nebenbei Sozialkontakte mit ganz anderen Menschen zu pflegen und auch Ausdauer und Zuverlässigkeit. Übrigens ist der Kontakt mit diesen Jugendlichen auch für die Schüler sehr hilfreich. Von der Stiftung SPI und dem Diversionsbüro „Schadenswiedergutmachung statt Strafe“ wird für straffällig gewordene Jugendliche und Heranwachsende freiwillige gemeinnützige Arbeit vermittelt. Die Suppenküche leistet in diesem Rahmen eine Arbeit mit pädagogischen Ansätzen.

In der Laudatio der Bezirksverordneten-Vorsteherin Petra Dittmeyer heißt es: „Das herausragende, vorbildliche und beispielhafte Engagement der Suppenküche Lichtenrade wird mit dem Förderpreis des Bezirks gewürdigt.“

Thomas Moser
www.lichtenrade-berlin.de
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