Vor 500 Jahren wurde Hl. Theresa geboren

Gespräch über die ‘Agentin Gottes’

Zu einer ganz besonderen Begegnung laden die evangelische Kirchengemeinde Lichtenrade und die katholische Pfarrgemeinde Salvator am Donnerstag, dem 9. April ein in den Pfarrsaal der Salvatorkirche ein.

Anläßlich des 500. Geburtstages von Teresa de Cepeda y Ahumada wird Linda Maria Koldau, Professorin für Kulturgeschichte, gemeinsam mit dem Übersetzer sämtlicher Schriften Teresas, P. Ulrich Dobhahn, Deutscher Karmeliten-Provinzial, nach Lichtenrade kommen und für einen Vortrag und ein Gespräch über die ‘Agentin Gottes’ zur Verfügung stehen.

Teresa de Cepeda y Ahumada wurde am 28. März 1515 im spanischen Avila im Haus eines Konversen geboren. In einem Jahrhundert, das wir heute vor allem als Reformationszeitalter kennen, herrscht im Spanien des ‘Goldenen Zeitalters’ unter Karl V. die Inquisition, eine Art Religionspolizei.

Klöster sind vielfach ein Ort, wo die Frauen der höheren Gesellschaft Freiheit finden, wenn sie nicht in eine Heirat einwilligen wollen. Glauben folgte festen dogmatischen Regeln.

Teresa setzt sich jedoch bald nach dem Eintritt in das Menschwerdungskloster damit auseinander, was die gesuchte Nähe zu Gott wirklich bedeuten kann. Mit 23 Jahren erkrankt sie schwer, es kommt zu einem Scheintod und einer anschließenden drei Jahre dauernden Lähmung.

12 Jahre später erlebt sie mit 39 eine bewegende innere Begegnung. Ihr folgen weitere und der Entschluss gegen die Spielregeln des Ordens und der Gesellschaft eine Neugründung im Geist der Gründer des Karmel anzustreben.  Nach Gründung von 17 Klöstern und heftigen Auseinandersetzungen mit dem Mutterorden stirbt Teresa 1582.

40 Jahre später wird sie heilig gesprochen und 1970 als erste Frau mit dem Titel einer Kirchenlehrerin geehrt.

Linda Maria Koldau, Professorin für Kulturgeschichte, hat sich vom Leben Teresas faszinieren lassen und darüber im Verlag C.H.Beck ein aktuelles Buch veröffentlicht. Ganz weltlich interessiert Sie sich für die Frau, die ohne theologische Bildung ihrem Herzen folgte. Trotz ihrer gesundheitlichen Belastung nahm sie zeit ihres Lebens unendliche Strapazen auf sich, um der Stimme in ihrem Inneren zu folgen.

Einladung zu einer Begegnung Pfarrsaal Salvator-Kirche Do., 9. April, 19 Uhr Pfarrer-Lütkehaus-Platz 1, 12307 Berlin

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