Saisoneröffnung im Freizeitpark Marienfelde

Für dauerhaften Betrieb fehlt eine stabile Finanzierung

Es grünt und sprießt an allen Ecken und Enden. Der Freizeitpark Marienfelde lässt sich auch nicht lumpen und entfaltet an jedem Tag ein Stückchen mehr seiner natürlichen Schönheit. Die ehemalige Mülldeponie, am Stadtrand im Süden von Berlin, ist begrünt und in den letzten Jahren ein Geheimtipp für Naturliebhaber geworden.

Einen maßgeblichen Anteil an der Entwicklung dieser Grünanlage hat die am Fuße der Anhöhe liegende Naturschutzstation am Diedersdorfer Weg 3-5. NaturRanger Björn Lindner hat mit tatkräftiger Unterstützung einiger Helferinnen und Helfer und jeder Menge Idealismus dieses kleine Wunder geschaffen.

NaturRanger und Leiter der Station, Björn Lindner, erzählt: „Wir haben im Winter auch viel für die Landschaftspflege getan. Viele notwendige Arbeiten im Hintergrund wurden erledigt. Jetzt freuen wir uns wieder über viele interessierte Besucher.“

Und so wurde die Saison am 18. April offziell eingeläutet unter dem Motto „Die Station erwacht aus dem Winterschlaf“.

Doch die Arbeiten gehen weiter. Das Schmetterlingshaus wird erweitert. Der Zimmerer Andreas Winter ist gerade beim Bau, damit die Tiere in einem größeren Bereich noch besser beobachtet werden können.

Wer zum Saisonstart nicht kommen kann, ist jederzeit während der Öffnungszeiten willkommen. In diesem Jahr sind auch kurzfristige Führungen geplant, die jeweils im Internet bekannt gegeben werden. Ein regelmäßiger Blick in die Internetseite unter „Termine und Veranstaltungen“ wird sich in diesem Jahr bestimmt lohnen, verspricht Björn Lindner.

Wer Björn Lindner mal kennengelernt hat, ist begeistert von seiner Naturliebe und seinem Engagement.  Aber immer wieder bangt er und die Naturschutzstation um die Finanzierung der Arbeit. Sieben Jahre ist Lindner dabei und die Finanzierung seiner Arbeit musste bislang immer wieder mühsam über verschiedene Projektfinanzierungen abgesichert werden.

Das Problem, das Lindner sieht, sind die immer wieder nur kurzfristigen Finanzierungen. Die Arbeit in Sachen Natur, Landschaftspflege und Bildung müssten nach seiner Meinung auf dauerhafte finanzielle Beine gestellt werden. Die
Naturschutzstation, die auch für das Biotop hinter dem interkulturellen Garten in der Blohmstraße zuständig ist, wird zurzeit von ehrenamtlichen Helfern, Helferinnen vom freiwilligen ökologischen Jahr und vom Öko-Bundesfreiwilligendienstes getragen. Ein Teil der Finanzierung wird zum 30. Juni beendet sein. Björn Lindner: „Für einen dauerhaften Betrieb der Station und für die vielfältigen Arbeiten im gesamten Gebiet werden drei feste Stellen benötigt und in der Saison brauchen wir noch zwei zusätzliche Honorarkräfte.“

Um bei der Finanzierung ein Stück weiterzukommen, ist man gerade in Gründung eines neuen Vereins, der Naturwacht Berlin. Die Hilfe von vielen Kooperationspartnern und Spendern benötigt die Station auch ganz dringend weiterhin.

Das Bezirksamt und auch der Schirmherr der JuniorRanger, Stadtrat Oliver Schworck, bemüht sich immer wieder um Lösungen zur Finanzierung. Ein kleiner Baustein, der hinzukommen soll, sind künftig Baumpatenschaften.

Lindner ist in Kontakt mit Nachbarbezirken, um auch dort so eine Art kleine Naturschutzstationen, zum Beispiel auf der Rudower Höhe, einzurichten. Björn Lindner sieht die Notwendigkeit, dass die Finanzierung auf mehrere stabile Beine gestellt wird.

Schulklassen und Kindertagestätten besuchen gerne die Naturschutzstation. Hier wird den Kindern die Natur ganz praktisch vermittelt.

Auch 2015 wird es in den Sommerferien wieder die sogenannte „Grüne Schule“ geben. In der Grünen Schule lernen Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren Wichtiges über die heimische Natur unter dem Motto: „Biologische Vielfalt erfahren, erleben und bewahren.“ Eine Woche lang (täglich von 9 bis 15 Uhr) lernen die Kinder die heimische Tier- und Pflanzenwelt kennen, sind der Natur auf der Spur und bekommen Unterricht vom NaturRanger, der Naturpädagogin und weiteren Naturexperten.  Es wird drinnen und draußen gearbeitet. Am Ende der Arbeitswoche wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Mit bestandener Prüfung erlangen die Kinder die Auszeichnung des JuniorRangers und gehören somit den Zwiebelfröschen an. Diese treffen sich dann immer einmal im Monat.

Die Anmeldungen für das „Grüne Klassenzimmer“ beginnen am 21. April und enden am 22. Mai

www.berlin-marienfelde.de/natur/

Termine:
Samstag, 9. Mai, 14.00 Uhr: Führung mit Dr. Drong (NABU Berlin): Von der Kippe zur Trenntstation
Treffpunkt: NABU-Naturschutzstation Marienfelde, Diedersdorfer Weg 3-5, 12277 Berlin

Sa., 20. Juni und So., 21. Juni:
Langer Tag der Stadtnatur

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen