Im Notfall stehen die ‘Defis’ auch den Nachbarn zur Verfügung

Tennisverein schaffte zwei lebensrettende Geräte an

Im Tennisclub Weiß-Gelb Lichtenrade e.V. (TCL) hat man Vorsorge getroffen und zwei Defibrillatoren, umgangssprachlich auch Defis genannt, aus Spendenmitteln angeschafft. Zum Ende der Sommersaison wurden die automatischen externen Defibrillatoren „AED Plus“ offiziell in Betrieb genommen.

Die Defis, die unmittelbar nach der Übergabe im Vereinshaus auf dem Hauptgelände am Franziusweg und auf dem Platz in der Hohenzollernstraße angebracht wurden, stehen auch der Nachbarschaft zur Verfügung, wie der Vereinsvorsitzende Heino Henke ausdrücklich betont.

Für diesen besonderen „Startschuss“ ließ es sich die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler, auch kurz vor dem Wahlkampfende
nicht nehmen, persönlich bei der Übergabe dabei zu sein.

Heino Henke begrüßte die vielen Mitglieder des Vereins und natürlich besonders die Bezirksbürgermeisterin. Er bedankte sich bei den circa 100 Vereinsmitgliedern, die durch ihre Spenden von durchschnittlich 20 Euro den notwendigen Betrag für ein Gerät und für eine Schulung zusammengebracht haben.

Henke konnte aber auch die erfreuliche Mitteilung machen, dass die Berliner Sparkasse für das zweite Gerät 2.000 Euro gespendet hat und somit eine optimale
Versorgung für den Notfall vorhanden ist. Der Vorsitzende Heino Henke konnte die Leiterin vom FirmenCenter der Berliner Sparkasse, Astrid Strasas, schnell von der Notwendigkeit überzeugen. Auch dank der Unterstützung desLeiters vom Lichtenrader BeratungsCenter der Berliner Sparkasse, Thomas Grassow, konnte dieses sozusagen lebensrettende Kiezprojekt umgesetzt werden.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler nahm diesen Gedankenfaden auf und sprach dem Verein für diese Aktion und für seine engagierte Arbeit ihren besonderen Dank aus. Da ihr Sohn seit einiger Zeit Tennis spielt, hat sie für diesen Sport einen besonderen Zugang. Sie findet es besonders lobenswert, dass hier auch für die Nachbarschaft sinnvolle Geräte beschafft wurden.

Vom Vertrieb der Lichtenrader Fima „Medizintechnik JOCHUM“ erläuterte Andreas Spora, der selbst Rettungsassistent und Krankenpfleger ist, den anwesenden
Mitgliedern die Funktionsweise des Gerätes. Seine Firma hat 55 Beschäftigte, versorgt zu großen Teilen die Berliner Feuerwehr und hat noch viele andere technische Produkte im Angebot.

Der Defibrillator AED führt mittels Sprache und Anzeigen den Bediener durch die einzelnen Schritte der Wiederbelebung. Nachdem der Notruf 112 abgesetzt wurde, drückt der Helfer den Startknopf und wird durch die einzelnen Schritte geführt. Die Elektroden werden angelegt und die Stimme sagt, ob der Defibrillator aktiv werden muss und ob dann die bekannten lebensrettenden Maßnahmen wie Herzdruckmassage und Mund-zu-Mund-Beatmung durchzuführen sind.

Obwohl die Schritte einfach nachzuvollziehen sind, wird es für die Vereinsmitglieder noch eine gesonderte ausführliche Einweisung mit praktischen Übungen geben. Die sach- und fachgerechte Installation der Geräte wird das für die Technik verantwortliche Vorstandsmitglied Gerhard Quiring schnellst möglichst durchführen. Die Tennisspielerinnen und Tennisspieler hoffen, dass das Gerät nie eingesetzt werden muss. Sie können jetzt aber sicher sein, dass dieser Lebensretter im Notfall zur Verfügung steht und weiterhin unbeschwert Tennis spielen.

Thomas Moser

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