Kinder sagen, woran es in der Städtepanung in Lichtenrade hapert

Es fehlen Zebrastreifen und sichere Wege für Radfahrer

Rund um den „Tag der Städtebauförderung“ ging es am 21. Mai im neuen Vor-Ort-Büro des „Aktiven Zentrums Lichtenrade“ an der Prinzessinnenstraße 31. Dreh- und Angelpunkt war das so genannte Instrument der „Spielleitplanung“, zu dem die Bezirksstadträtin für Gesundheit, Soziales und Stadtentwicklung, Dr. Sibyll Klotz, den Startschuss gab. Die Spielleitplanung ist eine gezielte Methode, um die Interessen von Kindern und Jugendlichen stärker in der Stadtplanung zu berücksichtigen. Circa 20 Kinder und Jugendliche kamen, um ihre Erfahrungen und Ideen über ihren Lebensraum weiterzugeben. Ihre Aufgabe war es, sowohl die Spielplätze als auch die sonstigen öffentlichen Räume der Umgebung aus eigener Sicht zu beurteilen. Dafür gab es grüne und rote Luftballons mit Schildern, die Positives und Negatives symbolisieren sollten. In drei Gruppen eingeteilt wurden die Kinder und Jugendlichen mit Stadtplänen und Fotoapparaten ausgestattet, um ihre Erfahrungen zu dokumentieren.

Die Gruppe vom Kinder- und Jugendparlament - Clara, Melek, Melina und Simon - ging zuerst zur alten Mälzerei, die sowohl einen roten als auch einen grünen Luftballon bekam. Simon fand das Gebäude sehr schön. Clara formulierte dann einen Wunsch: „Es wäre sehr schön, wenn hier eine Einrichtung für Kinder und Jugendliche entstehen würde.“

Auf der Bahnhofstraße bemängelten die Jugendlichen besonders die Gefahren für Fahrradfahrer: „Besonders gefährlich ist, dass die ausparkenden Autos oft Radfahrer auf der Straße übersehen.“

Der Bezirksverordnete Patrick Liesener (CDU), selbst im Gebietsgremium aktiv, begleitete ebenfalls eine Kindergruppe. „Kinder- und Jugendliche haben häufig einen viel unverkrampfteren Blick als Erwachsene. Die Kinder, mit denen ich unterwegs  war, wünschten sich mehr Zebrastreifen, Spielmöglichkeiten auf dem Rehagener Platz und ärgerten sich über Müll auf den Straßen. Das klingt für mich alles sehr unterstützenswert.“

Zur Auswertung nach den Rundgängen trafen sich alle Beteiligten im neuen Vorortbüro in der Prinzessinnenstraße 31. Im Vorortbüro des Aktiven Zentrum Lichtenrade Bahnhofstraße wird richtig Leben einkehren, sobald die Handwerker ihre letzen Arbeiten beendet haben.

Thomas Moser
www.lichtenrade-berlin.de
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