In einem Crashkurs lernten die Kinder auch, sich selbst zu helfen

Fahrradladen Lichtenrade hilft Schöneberger Schule

Wie kommt es dazu, dass ein Lichtenrader Fahrradhändler gebrauchte Fahrräder für eine Schule in Schöneberg spendet? Kurz gesagt: Eine engagierte Lichtenraderin fragte einfach bei Alex im „Fahrradladen Lichtenrade“ nach und der sagte „Ja.“

Aber etwas ausführlicher muss es dann doch sein. Das Zauberwort heißt Vernetzung: Im Bezirk Tempelhof- Schöneberg ist man dabei, sich für den Titel „FairTrade-Town Tempelhof-Schöneberg“ zu bewerben. Dafür gibt es eine Steuerungsgruppe, in der sich viele Aktive des Bezirkes treffen.

Beim Weinfest am Dorfteich traf die Lichtenrader FairTrade-Aktive von der Naturschutzvereinigung BUND, Doris Deom, den Sozialpädagogen der Ganztagsbetreuung von der Gustav-Langenscheidt-Oberschule, Daniel Gollme. Zusammen mit Felix Othily kommen die Sozialpädagogen vom Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V. und bieten die vielfältigsten Angebote für die Kinder an. Eine Überschneidung mit FairTrade ist die Koch-AG an der Schule. So kam man ins Gespräch.

Doris Deom hörte, dass von der Ganztagsbetreuung eine dreitägige Fahrradtour geplant ist und einige Kinder aus finanziellen Gründen nicht mitkommen können. Im Schöneberger Kiez, wo die Oberschule liegt, haben nicht alle Kinder Fahrräder. Einmal ist dies bei der innerstädtischen Lage nicht so üblich wie in Lichtenrade, aber andererseits sind die finanziellen Möglichkeiten der Eltern teilweise sehr eingeschränkt. Der Sozialpädagoge Daniel Gollme berichtet: „Viele Kinder haben Berlinpässe.“ Der Pass wird für einige Vergünstigungen an Empfänger von Sozialhilfe und Hartz IV vergeben.

Doris Deom wollte helfen und hoffte, dass der Fahrradhändler Alexander Trillof etwas Flickzeug und Material spendieren könnte. Und Alex half gerne und schnell! Als er von der Notlage hörte, wollte er aber gleich mit gebrauchten fahrtüchtigen Fahrrädern richtig helfen. So konnte Alexander Trillof vom „Fahrradladen Lichtenrade“ Ende April vier Fahrräder übergeben. Beim Abholen war die „Delegation“ der 7. Klasse dann ganz begeistert, wie „cool“ die Räder aussehen.

Rudi, Hamudi und Maximilian waren für ein Gruppenfoto kaum zu bändigen und wollten gleich losfahren.

Sie freuen sich schon auf die Radtour im Mai nach Küstrin und in den Nationalpark Warthemündung/Polen, der etwa 80 Kilometer östlich von Berlin liegt. Vorher hat sich noch Robert, der mal im Fahrradladen gearbeitet hat, mit einem zweiten Aktiven bereit erklärt, den Kindern in einem Crashkurs an der Schule zu zeigen, wie man einfache Reparaturen am Fahrrad ausführt.

Eine schöne Idee und schön zu sehen, wie schnell und unbürokratisch auch über Kiezgrenzen hinweg geholfen wurde!

Info: www.fahrradladen-lichtenrade.de

Thomas Moser
www.lichtenrade-berlin.de
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