Ralf Kuhl:

Bahnhofstr. verkehrsberuhigt

Die Bahnhofstrasse ist in die Jahre gekommen und hat in der Vergangenheit viel an Attraktivität verloren. Eine Wohlfühl-Situation sieht anders aus, die Zusammensetzung der Händler und ihre Wirkung nach außen hin nicht modern. Nur wenn es gelingt, dass sich Bewohnerinnen und Bewohner mit ihrem Bahnhofstrasse identifizieren, kann sich langfristig auch das Image nach außen verbessern.

Ziel ist es, gemeinsam mit Vereinen, Gewerbetreibenden und interessierten Bewohnerinnen und Bewohnern ein klares Profil zu erarbeiten, mit dem sich das Quartier eindeutig positionieren kann. Hierzu werden die positiven Eigenschaften der Bahnhofstrasse in den Vordergrund gestellt, damit Maßnahmen zu deren weiterer Stärkung abgeleitet werden können.

Ein Strasse, wie die Bahnhofstrasse, wird nicht allein durch seine Gebäude, Straßen und Plätze geprägt, sondern durch die dort lebenden und arbeitenden Menschen, durch die Läden und durch das Leben in den Straßen. Viele wertvolle Anregungen und Ideen kommen von Bewohnerinnen und Bewohnern. Sie sollen sich als Expertinnen und Experten vor Ort einbringen und mit ihrem Engagement dazu beitragen, dass ihr Straße eine Wohlfühloase wird. Dies kann nur funktionieren, wenn die Bürgerinnen und Bürger an den Entscheidungen teilhaben haben können, wenn sie informiert sind und sich einbringen können. Aus den Ergebnissen wird derzeit ein Konzept zur Stärkung der Stadtteilidentität entwickelt. Dazu gehören unter anderem öffentlichkeitswirksame Aktivitäten, die die Identifizierung der Bürger mit ihrem Stadtteil stärken sollen.

Ob eine neue Straßengestaltung aber auch eine dauerhaft attraktive Geschäftswelt in Ladenlokalen zur Folge hat, wird sich erst erweisen müssen. Keiner kann im Vorfeld eine genaue Aussage dazu treffen, ob die gewünschten, diskutierten und im Endeffekt umgesetzten Maßnahmen zu einer größeren positiven Belebung der Bahnhofstrasse beitragen werden.

Aus meiner beruflichen Erfahrung und meinem Lebensumfeld im Ruhrgebiet kann ich aber die Hoffnung aussprechen, dass eine Umwandlung unserer Einkaufsstraße in eine verkehrsberuhigte Straße mit der Steigerung der Frequenz für Fahrräder mit Sicherheit die Attraktivität erhöhen wird. Wenn dann noch Umbaumaßnahmen zur Verweildauer der Bürger hinzukommen und das optische Erscheinungsbild einheitlich wird, ist die Wahrscheinlichkeit der Steigerung der Besuchsfrequenz hoch.

Diese Entwicklung habe ich in Kleinstädten wie Datteln, Dorsten, Waltrop etc. erlebt. Hier wurden Durchgangsstraßen in Fußgängerzonen oder verkehrsberuhigte Einbahnstraßen umgewandelt.

Ich räume ein, dass die Bewohner zunächst verschreckt waren, aber nach einer Gewöhnungszeit war die Akzeptanz dann hoch und der Branchenmix hat sich verbessert. Ich glaube, dass auch dies in der Bahnhofstrasse möglich ist, dass es Geschäfte geben wird, die die Umbauphase nicht überstehen werden, sich damit aber Chancen für neue Einzelhändler eröffnen werden und somit der Branchenmix interessanter wird.

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