Lebenskampf rund um die Dresdner Bahn

Manfred Beck im Alter von 80 Jahren verstorben

Manfred Beck ist im Alter von 80 Jahren am 12. September verstorben. Er gehörte 1997 zu den Gründungsmitgliedern der Bürgerinitiative Lichtenrade - Dresdner Bahn und war in den letzten Jahren deren 1. Vorsitzender.

Erst Mitte dieses Jahres hat das Bundesverwaltungsgericht gegen die im Wesentlichen von der Bürgerinitiative Lichtenrade - Dresdner Bahn getragenen und finanzierten Klagen entschieden. Die ebenerdige Führung der Bahn wurde bestätigt - sicherlich ein Schlag ins Gesicht von Manfred Beck. Aus gesundheitlichen Gründen musste er in letzter Zeit kürzer treten und wollte auch den Vorsitz der Bürgerinitiative abgeben.

Bei allem Ärger über die Bahn und oft auch über die Politik sah Manfred Beck sich nicht als „Bahn-Verhinderer.“ So betonte er immer wieder: „Wir wollen für die Anwohner eine verträgliche Bauweise!“ Manfred Beck war ein anerkannter Experte in Sachen Dresdner Bahn, obwohl er gar nicht unmittelbar in Lichtenrade wohnte.

Manfred Beck organisierte viele Veranstaltungen und Demonstrationen und formulierte sehr deutlich den Ärger mit der geplanten hohen Schallschutzmauer, die den Ortsteil Lichtenrade durchschneiden wird: „Für viele Lichtenrader eine Horrorvision.“ Manfred Beck formulierte oft auch sehr persönlich und nicht immer nach allen Seiten abgewogen. Beck war aber stets ansprechbar und konnte sich nach vielen Jahren in Sachen Dresdner Bahn immer noch richtig persönlich ärgern. Bei der letzten öffentlichen Demonstration am 12. September 2016 trat Manfred Beck auch auf und erläuterte den Plan der BI, dass die Dresdner Bahn in einen Tunnel möglichst mit Schildvortrieb kommen sollte. „Das ist die umweltfreundlichste und menschenfreundlichste Bauweise.“

Ende November 2012 wurden im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, wie in jedem Jahr, Verdienstmedaillen für ehrenamtliche Arbeit verliehen. Manfred Beck war in
diesem Jahr dabei. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg ehrt regelmäßig herausragend engagierte Bürger für ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Im Rahmen einer würdevollen Feierstunde wurden, im fast voll besetzten Goldenen Saal im Rathaus Schöneberg, acht Ehrenamtliche aus dem Bezirk geehrt.

Manfred Beck war engagiertes CDU-Mitglied. Ich kannte ihn als stets freundlich, offen und hilfsbereit. Auch seine Ecken und Kanten, die er ab und an in der Öffentlichkeit zeigte, machten seine Liebenswürdigkeit aus.

Thomas Moser
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