Nur 130 Teilnehmer fanden den Weg ins Gemeinschaftshaus

Bürgerversammlung - Und wie wird es nun weitergehen?

Für den 25. März hatte die Bezirksverordneten-Vorsteherin Petra Dittmeyer zu einer Lichtenrader Einwohnerversammlung in das Gemeinschaftshaus eingeladen.  Das Thema lautete: „Standortentwicklung Lichtenrade – Lebensader Bahnhofstraße gestalten!“

Initiiert wurde die Versammlung von der Lichtenraderin Jacqueline Lucke, die wissen wollte, was sich seit den letzten Verabredungen zur Situation in der Bahnhofstraße getan hat. Sie äußerte den Wunsch, dass der stiefmütterliche Zustand der Bahnhofstraße doch zu einem gemeinsamen Handeln führen sollte.

Im Gemeinschaftshaus Lichtenrade blieben viele Sitze im großen Saal unbesetzt. Circa 130 Teilnehmer informierten sich und diskutierten an diesem Abend über die Planungen rund um die Einkaufsmeile. Das gesamte Bezirksamtskollegium und die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler standen Rede und Antwort. Auch waren
viele Bezirksverordnete aus allen Fraktionen Gäste der Veranstaltung.

Die große Beteiligung der Bezirkspolitik wurde positiv aufgenommen.  Viele Vertreter von Vereinen und Initiativen waren gekommen und gaben kurze Statements ab. Der „einfache“ Bürger war an diesem Abend deutlich in der Minderheit.

Positiv ist festzuhalten, dass diese Versammlung das Thema Bahnhofstraße am Köcheln hält. Der Eindruck hatte sich eingestellt, dass nach den Standortkonferenzen etwas Stillstand eingetreten ist. Stadtentwicklungsstadträtin Dr. Sibyll Klotz informierte über die neue „Koordinierungsstelle lokales Planen und Handeln“ in der Organisationseinheit Sozialräumliche Planungskoordination. Die Übersicht über den Stand der geplanten Maßnahmen für das Stadtteilzentrum Lichtenrade wurde vorgestellt und ist im Internet auf  der Bezirksseite hinterlegt. Die Stadträtin informierte über angeschobene Änderungen des Flächennutzungs- bzw. Bebauungsplanes. Auch ist für das Gebiet der Nahariyastraße die Einrichtung eines Quartiersmanagements geplant.

Es wurden die mittelfristigen Planungsschritte für die Bahnhofstraße vom Bezirksamt betont. Klar ist jedenfalls, dass der Bezirk zumindest für die Haushaltsjahre 2014/2015 keine Gelder für Umbaumaßnahmen oder für ein Straßenmanagement eingeplant hat.

Große finanzielle Sprünge wird sich das Bezirksamt wohl auch nicht in den Folgejahren leisten können. Bezirksbürgermeisterin Schöttler erläuterte die Situation und sprach die Initiativen an, dass man über verschiedene Wege versucht an andere Fördergelder heranzukommen. Bezirksbürgermeisterin Schöttler und Stadträtin Klotz zeigten sich punktuell ratlos, wie man die unterschiedlichen Interessen der Lichtenrader unter einen Hut bekommen soll.

Besonders wichtig für weitere Planungen wird es sein, dass nur die gemeinsamen Ziele und Vorstellungen eine Chance zur Umsetzung haben werden.

Weitere Themen waren der Zustand der Straßen, ein fehlendes Verkehrskonzept, Fahrradstreifen und die Parkraumsituation in der Bahnhofstraße und natürlich auch die Feste.

Über das ehemalige Haus Buhr am S-Bahnhof, das seit einiger Zeit unter Denkmalschutz steht, wurde kontrovers diskutiert. Auch die offenen Planungen rund um die Dresdner Bahn wurden problematisiert.  Einige parteipolitisch unterschiedliche Schwerpunkte wurden deutlich. Die CDU, vertreten war auch der Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak, wünschen sich auch kurzfristige Maßnahmen. Einig ist man sich jedoch, dass die positive Entwicklung von Lichtenrade wichtig ist und hierbei die Parteiinteressen keine Rolle spielen sollten.

Zufriedenheit scheint bei allen Betroffenen darin zu bestehen, das man sich im März 2013 auf ein gemeinsames „Leitbild für die Entwicklung und Qualifizierung der Bahnhofstraße“ einigen konnte, das Maßstab für das weitere Handeln sein wird.

Einige zusätzliche Infos wurden gegeben. Für das ehemalige Georg-Kriedte-Haus am Kirchhainer Damm, das vom Liegenschaftsfond verwaltet wird, finden Gespräche mit einem Freien Träger statt, der hier betreute Unterkünfte
für wohnungslose Menschen plant.

Die Ökumenische Umweltgruppe informierte über das 1. Lichtenrader Modefrühstück vor der alten Mälzerei. Die Veranstaltung wird am 28. Juli stattfinden. Die Carl Zeiss Oberschule wird dort Mode präsentieren.

Thomas Moser
www.lichtenrade-berlin.de
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