Ausschreibung für die Projektplanungsleistungen endete im Januar

Erste Schritte für den Umbau der Bahnhofstraße

Am 4. Dezember 2017 wurde die europaweite Ausschreibung der Projektsteuerungsleistungen für die geplanten Bauleistungen in der Bahnhofstraße  veröffentlicht.  Es geht dabei also erstmal nur um die Steuerung des Bauprozesses und noch nicht um den konkreten Bau. In  der  Kurz-Projektbeschreibung
heißt  es:  „Es  sollen  Projektsteuerungsleistungen für Straßenbau im Fördergebiet Aktives Zentrum (AZ)  Lichtenrade  Bahnhofstraße vergeben werden.
Die Baumaßnahme im Bereich der Bahnhofstraße ist erforderlich, da der  Verkehrsraum der Geschäftsstraße in einem unbefriedigenden Zustand ist. Der motorisierte Verkehr dominiert, der Rad- und Fußgängerverkehr und die Aufenthaltsqualität sind eingeschränkt. Auch die Parkraumsituation ist nicht optimal.  Barrierefreiheit  ist nicht gegeben. Die Baumaßnahme erfolgt  auf  Grundlage  eines  Verkehrsentwicklungskonzeptes, welches  alle  Verkehrsteilnehmenden berücksichtigt   und   abgestimmte Lösungen hervorbringt.
Mit dem Städtebauförderprogramm  AZ  werden  wichtige  Impulse zur wirtschaftlichen und stadtstrukturellen Stärkung ausgewählter  Geschäftsstraßen  gesetzt. Ziel ist, diese wichtigen Standorte als Mittelpunkte der Stadtteile zu schützen bzw. zu entwickeln.
Die  Baumaßnahme  umfasst  Gesamtkosten in Höhe von 9.460.000 Euro,   die   aus   dem   Förderprogramm AZ finanziert werde.“
Verwiesen wurde auch auf das mit Bürgerbeteiligung im Rahmen des AZ  Lichtenrade  erarbeitete  Verkehrs- und Gestaltungskonzept. In der  Ausschreibung wurden auch die wesentlichen Punkte für die Umsetzung der  Straßenbaumaßnahme genannt.
Folgende  vielfältige  Maßnahmen sind  von  der  Projektsteuerung  zu veranlassen: Erneuerung des Fahrbahnbelages,  Verbreiterung   und Neugestaltung der Gehwege (Gestaltung  nach  AV  „Berliner  Standard“),  Umgestaltung  der  PKW-Stellplätze (Längsparken), Anlage von Fahrradspuren, teilweise Um- gestaltung    von    Einmündungen und Grundstückszufahrten, Schaffung  von  Platzflächen  im  Gehwegbereich, Herstellung von Querungshilfen  für  Fußgänger  (z.T. Aufpflasterungen),  Verbesserung Barrierefreiheit,  Einheitliche  Gestaltung der Seitenräume, Wiederherstellung  von  Baumreihen,  Erneuerung der Beleuchtung und gegebenenfalls  die  Erneuerung  von unterirdischen  Ver-  und  Entsorgungsleitungen.
In  der  Ausschreibung  wird  auf notwendige   Abstimmungen   mit den Baumaßnahmen zur Dresdner Bahn  verwiesen.  Neben  den  Abstimmungen  mit  den  Fachdienststellen  gibt  es  auch  einen  möglichen Abstimmungsbedarf mit dem Gebietsgremium vom AZ.
Ein   Baustellenmanagement   soll eingerichtet werden, dass auch die Baumaßnahmen  mit  Maßnahmen für  die  ansässigen  Geschäfte  begleitet.
Für  die  gesamte  Baumaßnahme stehen 8 300 000 Euro als Bruttobaukosten zuzüglich der Planungskosten zur Verfügung.   Es wird   eine   Baukostenobergrenze als Beschaffenheit vereinbart. Die Maßnahme wird mit Städtebaufördermitteln   (AZ)   finanziert.   Die Durchführung  der  Leistungen  ist für  die  Jahre  2018  und  2023  geplant.
Für diesen ersten konkreten Schritt,  bevor  dann  die  Baumaßnahmen  ausgeschrieben und  im Anschluss  beginnen  können,  ist die Ausschreibungsfrist am 5. Januar 2018 abgelaufen.
Nun wird die Öffentlichkeit sicher in  Kürze  erfahren,  wer  den  Zuschlag  bekommen  hat.  Eine  Entscheidung ist noch nicht bekannt. Der  ausgesuchte  Projektsteuerer wird  als  sicher  anspruchsvollste Aufgabe  haben,  dass  es  zu  einer sinnvollen  Abstimmung  mit  den geplanten  Arbeiten  rund  um  die Dresdner Bahn kommt. Die Sorge von  vielen  Anwohnern  ist,  dass der    Baustellenverkehr    für    die Dresdner  Bahn  schon  möglicherweise  durchgeführte  Arbeiten  in der  Bahnhofstraße  wieder  zerstören.
Übrigens  wurde  noch  Ende  des Jahres  das  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichtes   veröffentlicht. Die  68-seitige  Entscheidung  zum ebenerdigen Bau der Bahn wurde schon am 29. Juni 2017 entschieden. Der Neubau der Straßenunterführung     Bahnhofstraße/Prinzessinnenstraße und des Bahnhofs Lichtenrade wird nach den Planungen im  Frühjahr  2020  starten  und  bis 2022  dauern,  wobei  der  Pfarrer-Lütkehaus-Platz schon einige Zeit vorher für die Baulogistik benötigt werden  wird.  Nach  der  jetzigen Planung  will  man  2025  mit  dem Bau der Dresdner Bahn fertig sein.

www.lichtenrade-berlin.de/news/aktuelle-news-in-ternetzeitung/759-bahnhofstras-sen-verkehrskonzept-mit-radstreifen-entschieden
 
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