Straßeninstandssetzungsprogramm kümmert sich um Pflastersteine

Mit Landesmitteln bekommen Lichtenrader Wege ein Lifting

Ein Lifting für Lichtenrader Straßen wird von der neuen Bezirksstadträtin Christiane Heiß (Bündnis 90/ Die Grünen) für den Sommer angekündigt. In Punkto Straßenbelag und Kopfsteinpflaster in Lichtenrade schien sich in der zweiten Jahreshälfte 2016 Wut und Ärger einzelner Bürgerinnen und Bürger zu entladen.

Jetzt informierte vor wenigen Tagen die Bezirksstadträtin Christiane Heiß über geplante Sanierungen von Lichtenrader Straßen: „Die Straßen im Dichterviertel, aber auch im Bereich südlich der Bahnhofstraße und im Bayerischen Viertel östlich des Kirchhainer Dammes sind zumeist mit Großsteinpflaster befestigt und weisen eine Anzahl von Hebungen und Absackungen auf. Es ist vorgesehen, auch in diesem Nebenstraßennetz Instandsetzungsmaßnahmen in Einzelflächen vorzunehmen. Sobald die Mittel durch die Senatsverwaltung zur Verfügung gestellt sind, bereiten wir die Arbeiten zur Ausschreibung und Vergabe der Leistungen vor. Die Umsetzung ist im Sommer 2017 vorgesehen.“

Wünsche nach großflächigen Asphaltierungen werden jedoch abgelehnt, denn dies würde „den dörflichen Charakter stark verändern und erhebliche Kosten für die öffentliche Hand und die Anwohner erzeugen.“

In dieser Geschichte haben sich im letzten Jahr schon einige Politiker zu Wort gemeldet.

Darunter war der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak, der eine Fragebogenaktion startete. Zeitgleich startete auch der Lichtenrader Eigentümerverein eine Umfrage bei seinen Mitgliedern. Im Ergebnis wurde deutlich, dass zwar eine Sanierung erwünscht sei, aber mehrheitlich der Erhalt des Kopfsteinpflasters gewünscht werde.

Luczak überreichte die knapp ausgefüllten 500 Fragebögen der Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD).

Zwischenzeitlich hatte noch zum Ende der letzten Wahlperiode der damalige Baustadtrat Daniel Krüger (CDU) informiert: „Die Situation in dem betreffenden Gebiet ist mir durchaus bekannt, eine Verbesserung der Straßenoberflächen im Nebenstraßennetz begrüße ich ebenfalls. Leider stehen hierzu aber keine ausreichenden finanziellen Mittel zur Verfügung.“

Nach den Aktivitäten von Bundestagsabgeordneten Luczak meldete sich auch die bezirkliche SPD zu Wort. Für die SPD-Fraktion schrieb Christoph Götz wie folgt: „Die aufgeworfene Diskussion ist befremdlich. Die Unkenntnis des CDU-Abgeordneten über die technischen und fiskalischen Bedingungen in dieser Frage ist erschreckend.  Natürlich ist der Straßenzustand in vielen Straßen Lichtenrades nicht zufriedenstellend.“ Die SPD-Fraktion der BVV wertete die „Befragung“ von Luczak als „populistischen Aktionismus“ und empfahl dem Abgeordneten, sich auf seine Arbeit im Bund zu konzentrieren.

Jedenfalls freut sich Luczak über das jetzige Ergebnis: „Die Huckelpisten können endlich repariert werden. Das wäre eine wichtige Entlastung für die geplagten Anwohner in dem Wohngebiet.“ Das Beispiel zeige, wenn Bürger mit Unterstützung der Politik Druck machten, dann könne etwas erreicht werden. „Jeder der knapp 500 Anwohner, die sich an meiner Bürgerbefragung beteiligt haben, hat zu diesem Erfolg beigetragen.“

Auch der Grundeigentümerverein Lichtenrade begrüßt die Entscheidung des Bezirksamtes, auch in Anwohnerstraßen Instandsetzungsmaßnahmen vorzunehmen. „Wir sind erfreut, dass das Bezirksamt so schnell auf die Diskussionen im vergangenen Jahr reagiert hat und hierfür finanzielle Mittel zur Verfügung stellt“, freut sich der Vorsitzende Frank Behrend. Weiter heißt es: „Und wir begrüßen es, dass das Kopfsteinpflaster erhalten werden soll, so wie es viele Lichtenrader wünschen. Die Maßnahmen sollten nun schnell geplant und auch wirklich in 2017 umgesetzt werden.“

Bürgerbeschwerden gehen noch darüberhinaus: „Oft gibt es Probleme bei Straßen aus Betonplatten mit zentimeterhohen Differenzen, die sich als üble Falle für Fahrradfahrer auftun. Viele Radwege, die nicht direkt auf der Straße sind, sind Hügellandschaften. Besonders die Baumwurzeln heben die Fahrradwege massiv an, sodass sie teilweise gar nicht nutzbar sind. Oder Radfahrer werden verführt, dass sie lieber die Fußgängerwege nutzen, damit so die Hügellandschaften der Radwege umfahren werden. Eine Gefahr für Fußgänger. Ein weiteres großes Problem sind die Fußwege, besonders in Nebenstraßen - auch in Lichtenrade. Die Berg- und Tal-Fußwege sind besonders für ältere Menschen, Menschen mit Beeinträchtigungen zum Beispiel mit Rollatoren, Rollstühlen und auch Kinderwagen eine unüberwindliche Hürde. Auch hier muss was passieren!“

Man kann gespannt sein, ob sich im Laufe des zweiten Halbjahres 2017 die Straßensituation in den Lichtenrader Nebenstraße erkennbar verbessern. Es besteht zumindest die Hoffnung, dass die größten Gefahrenstellen ausgebessert werden.

Thomas Moser
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Jahrespressegespräch mit Bezirksbürgermeisterin Schöttler:

Neuer Imagefilm über den Bezirk soll Tourismus fördern

Die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler hat Anfang Februar zum traditionellen Jahrespressegespräch ins Rathaus Schöneberg eingeladen, um ihre Vorstellungen und Wünsche für die laufende Legislaturperiode anhand von Themenschwerpunkten zu erläutern, zu denen insbesondere Tourismusförderung gehört.

Zum Start des Pressetermins präsentiert Angelika Schöttler im Filmsaal gemeinsam mit den Filmemachern von „Filmproduktion Schmitt Pictures“, der Filmemacherin Stefanie Schmitt und dem Kameramann Ronny Kretschmer, einen brandneuen Tourismus-Imagefilm über den Bezirk Tempelhof-Schöneberg.

Der Bezirk liegt beim Thema Tourismus in Berlin an der vierten Stelle. Im Jahr 2015 kamen 728.262 Gäste in den Bezirk und 1.777.354 Übernachtungen wurden statistisch erfasst. Viele Gäste übernachten im Bezirk, ohne wirklich die Schätze im Bezirk zu sehen. Natürlich werden erst einmal die großen touristischen Ziele der Stadt besucht. Der Imagefilm soll neugierig auf Tempelhof-Schöneberg machen.

Der Film zeigt in schnellen Schnitten viele Attraktionen von Tempelhof-Schöneberg: Vom Nollendorfplatz, über das Rathaus Schöneberg mit der Freiheitsglokke, dem ehemaligen Flughafen Tempelhof, dem Tempelhofer Hafen, der ufaFabrik, der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde bis hin zum Marienfelder Freizeitpark im Süden des Bezirks. Bezirkliche Attraktionen werden mit historischen Punkten und auch der Stolpersteinkultur kombiniert. Der Film ist nur mit Musik unterlegt. Er wird im bezirklichen Internetauftritt zu sehen sein und beispielsweise als Anregung für Hoteliers, auf Ausstellungen und mit Partnerschaftsstädten eingesetzt werden. Ausführlichere Erläuterungen sind dann parallel auf der bezirklichen Internetseite mit Kiezspaziergängen hinlegt. Auch soll eine Fahrradkarte von Tempelhof bis Lichtenrade entwickelt werden.

Am Bahnhof Südkreuz soll eine Touristeninformation in Zusammenarbeit mit „Visit Berlin“ errichtret werden.

Unter dem Motto „Kiez gestalten - vor allem im Süden ist zurzeit viel los“ erläuterte Angelika Schöttler die Entwicklungen rund um die Lichtenrader Bahnhofstraße, die durch die finanzielle Unterlegung im Programm „Aktive Zentren“ echte Chancen für Veränderungen hat. Besonders freut sie sich, dass sich engagierte Bürgerinnen und Bürger, Geschäftsleute und Interessenvertreter jetzt gemeinsam für ihren Kiez stark machen. Besondere Hoffnungen verknüpft sie auch mit der „Alten Mälzerei“ am Bahnhof Lichtenrade. Der neue Eigentümer unterstützt viele Ideen und hat auch schon Zwischennutzungen unkompliziert möglich gemacht: „Spannend ist das Erwachen der Alten Mälzerei, die in Kooperation mit dem neuen Eigentümer zu einem lebendigen sozial-kulturellen Begegnungsort werden könnte.“

Für Angelika Schöttler ist die Anwerbung von Drittmitteln ein besonderer Schwerpunkt. Sie stellt das Bund-Länder-Förderprogramm „Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften (BENN)“ und andere Fördertöpfe vor. Es geht um den Planungsraum in der Marienfelder Allee. Projekte sollen angeschoben werden, die auch Ängste von Bürgern aufgreifen, die durch den Zuzug von Geflüchteten in Großsiedlungen entstehen. In Mariendorf wird die Kinderund Freizeiteinrichtung in der Mariendorfer Kurfürstenstraße umfänglich saniert. In der Potsdamer Straße in Schöneberg freut man sich über ein Preisgeld von 35.000 Euro, um sich in diesem Sommer als „Grüner Boulevard“ zeigen zu können.

Thomas Moser
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Viele Sponsoren und Partner sorgten für Unterstützung

Viele Sponsoren und Partner sorgten für Unterstützung

Der gemeinsame Neujahrsempfang vom „Unternehmer-Netzwerk Lichtenrade“ (UNL) und der „Unternehmer-Initiative Te-Damm“ ist auf dem besten Weg, sich zu einer Tradition zu entwickeln. Aus einer eher wagen Idee im letzten Jahr, ist 2016 der erste Neujahrsempfang der beiden Initiativen entstanden. Jetzt traf
man sich das zweite Mal wieder in der Tempelhofer ufaFabrik und konnte sich über eine gelungene Veranstaltung und viele anregende Gespräche freuen. Geschätzte 150 Gäste der beiden Initiativen wurden direkt am Eingang von Vertretern der Initiativen begrüßt und für gemeinsame Fotos freundlich in die Arme genommen. Gemütlich versammelten sich dann alle beim Gläschen Wein, Bier oder Saft im Foyer vom großen Theatersaal der ufaFabrik. Die ufaFabrik ist auch Mitglied der Tempelhofer-Damm-Initiative.

Die Vorsitzenden der Initiativen Volker Mönch (UNL) und Tobias Mette (Te-Damm-Initiative) begrüßten die Gäste mit kleinen Ansprachen. In Rück- und Ausblicken erläuterten sie die Höhen und Schwierigkeiten bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit. Dazu etwas später noch einige ergänzende Informationen.

Die vielen Kooperationspartner aus Bildung, Sport, Verbänden, Initiativen, Medien, Wirtschaft und Politik freuen sich bereits auf ein nächstes Mal. Spätestens im dritten Jahr kann man von einer Tradition sprechen.

Die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler konnte nicht persönlich erscheinen, da sie wegen anderer bezirklichen Aktivitäten rund um den geplanten Green Buddy Award eingebunden war. Eine Grußbotschaft unterstrich die Wichtigkeit der Arbeit der Unternehmernetzwerke und fügte schmunzelnd hinzu, dass das
gleichzeitig stattfindende DFB-Pokalspiel kein Grund für ihre Verhinderung ist.

Anwesend war jedoch das gesamte restliche Bezirksamt: der stellvertretende Bezirksbürgermeister und Stadtrat Jörn Oltmann, sowie die Stadträtinnen Christiane Heiß und Jutta Kaddatz und Stadtrat Oliver Schworck. Der protokollarisch höchste Bezirksvertreter, der neue Bezirksverordnetenvorsteher Stefan Böltes, freute sich sichtlich über die Einladung. Und natürlich wurden einige Bezirksverordnete gesichtet.

Als weiterer besonderer Ehrengast erschien der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, der lange blieb und sichtlich entspannt in sehr angeregten Gespräche eingebunden war. Michael Müller war auch das vermutlich beliebteste Fotomotiv des Abends. Besonders begrüßt wurden die Vertreterinnen des Unternehmerinnen-Netzwerk Tempelhof-Schöneberg, die erst kürzlich ihr 10jähriges Jubiläum feierten. Sie kooperieren eng mit den beiden Initiativen.

Der Lichtenrader Volker Mönch schaute auf die vielen Aktivitäten rund um das Aktive Zentrum in Lichtenrade zurück.

Das Taschenlampenkonzert und das Adventssingen vor der Alten Mälzerei in Lichtenrade fanden besondere Erwähnung, zumal hier viel Eigeninitiative vom Netzwerk gefragt und die Arbeit von Erfolg gekrönt war.

Der neue Eigentümer der Alten Mälzerei, Thomas Bestgen, war auch gern gesehener Gast in der ufaFabrik. Aber auch auf das Ärgernis und die Sorge rund um die Dresdner Bahn durch Lichtenrade wies Volker Mönch hin und appelliert an die Notwendigkeit für einen Tunnel für die Bahn. Die oberirdische Lösung würde aus der Bahnhofstraße über Jahre eine Sackgasse machen. „Und wer will schon in einer Sackgasse einkaufen“, gibt Volker Mönch zu bedenken. Mönch betonte besonders die gute und enge Zusammenarbeit mit Schulen und mit den Schülerfirmen.

Die Unternehmer-Initiative Te-Damm hat noch nicht eine so lange Tradition wie die in Lichtenrade. Aber in den wenigen Jahren wurde hier schon einiges auf die Beine gestellt. Der Vorsitzende Tobias Mette wies auf die vielen Aktivitäten hin, ob es der beliebte Te-Damm-Taler in der vierten Auflage war oder das große Sommerfest „1. Tempelhofer Sommer“ am Rathaus Tempelhof. Viele Sponsoren und Vernetzungspartner machten den Neujahrsempfang in diesem sehr freundlichen Rahmen möglich. Sie sorgten dafür, dass die vorzügliche Beköstigung der Gäste eine gute Grundlage für die Gespräche war.

Der beliebte Musiker Lutz Fußangel und zwei Musikerkollegen sorgten für die gute musikalische Umrahmung, obwohl bei den vielen intensiven Gesprächen die Würdigung dieser Unterhaltung immer ein wenig zu kurz kommt. Am späteren Abend gab es dann in der einen Ecke des Foyers die Möglichkeit, das DFB-Pokal Achtelfinale mit Hertha BSC zu verfolgen.

Eine sehr gelungene Veranstaltung mit vielen spannenden Gesprächen, mit neuen Kontakten und der Chance bisherige Kontakte aufzufrischen.

Für die Veranstalter und Gäste eine gelungene Veranstaltung!

http://www.un-lichtenrade.de
http://ui-tempelhoferdamm.de

Thomas Moser
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Aktives Zentrum informiert über zentralen Aspekt für Lichtenrade:

Konzept mit Wohlfühlräumen für die Bahnhofstraße

Einer der zentralen Begriffe der ersten Informationsveranstaltung zum Verkehrs- und Gestaltungskonzept für Lichtenrade war der Hinweis, dass „Wohlfühlräume“ geschaffen werden sollten. Dies ist offensichtlich ein zentraler Aspekt bei der Fortentwicklung der Lichtenrader Geschäftsstraße, auf den sich viele Straßennutzer einigen könnten.

Nach der Vorstellung der bisherigen Analysen durch die Büros „IVAS“ und „Rehwaldt Landschaftsarchitekten“ sollten Anregungen, Ideen und Bedarfe gesammelt werden, die noch in das Konzept einfließen können. Im Rahmen des Aktiven Zentrum Lichtenrade Bahnhofstraße wird mit einem größeren finanziellen Volumen die Umgestaltung der Bahnhofstraße und des angrenzenden Gebietes geplant. Während dieses Prozesses sind die Erstellung von verschiedenen Konzepten und auch praktische Umsetzungen in den nächsten Jahren geplant. Dies erfolgt immer unter enger Beteiligung der Zu vier verschiedenen Themen wurde anhand der Straßenpläne in Gruppen engagiert diskutiert und es wurden Ideen entwickelt. Nun steht das zentrale Verkehrs- und Gestaltungskonzept an, das am 25. Januar 2017 im Ulrich-von-Hutten Gymnasium vorgestellt wurde. Die Schulaula war bis zum letzten Sitzplatz besetzt. Der neue verantwortliche Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bauen Jörn Oltmann, der auch stellvertretender Bezirksbürgermeister ist, eröffnete die dreistündige Veranstaltung. Oltmann freute sich sichtlich über die große Beteiligung und betont: „Ich komme immer gerne nach Lichtenrade, weil sich hier auch viel Bürgerinnen und Bürger engagieren.“ Für ihn steht im Mittelpunkt, dass sich alle Verkehrsteilnehmer, besonders die Fußgänger und Radfahrer, gerne in der Bahnhofstraße aufhalten.

Die neue Bezirksstadträtin für Bürgerdienste, Ordnungsamt, Straßen- und Grünflächenamt, Christiane Heiß, begrüßte ebenfalls die Gäste. Für sie sind die Barrierefreiheit und die leichte Erreichbarkeit wichtige Aspekte in der Fortentwicklung der Straße und hofft sogar auf Modelllösungen für andere Bereiche.

2013 wurde bereits ein Leitbild entwickelt. Im Jahr 2015 wurde das Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) gefertigt, dass die Grundlage für die Förderung des Gebietes war. Im Januar letzten Jahres hat sich ein Gebietsgremium mit den verschiedensten handelnden Akteuren gegründet, das sich monatlich trifft.

Nun also das Verkehrs- und Gestaltungskonzept, das erarbeitet werden soll. Für die Erarbeitung der Konzepte haben Dresdner Büros den Zuschlag erhalten. Am Anfang steht die Analyse. Für die Verkehrsplanung stellte Martin Schüffler von IVAS die bisherigen Ergebnisse in Kurzform vor. Dafür wurden an der Bahnhofstraße und in der direkter Nähe verschiedene Zählungen des Fuß- und Radverkehrs vorgenommen, Parkverhalten und Parkräume analysiert, der Lieferverkehr betrachtet und Geschäftsleute befragt.

So wurden täglich circa 8.000 bis 10.000 Kraftfahrzeuge in der Bahnhofstraße und Beginn der Goltzstraße gezählt. Der Schwerlastverkehr mit LKWs (ohne Linienbusse) liegt unter dem geringen Wert von 2 %. Der Parkraum ist in der Bahnhofstraße zu 60 % mit jeweils unter einer Stunde belegt. Die durchschnittliche Parkdauer beträgt 1,5 Stunden und nur 40 % der Parker haben eine gültige Parkscheibe. Die Parkproblematik, besonders zu bestimmten Zeiten, trifft auch für die Nebenstraßen zu. Bei den Fußgängern wurden für den Mittwoch stündlich durchschnittlich 940 Querungen und am Samstag 1.050 Querungen ermittelt. Kurz gesagt, was auch schon jeder wusste, am Samstag brennt die Luft in Lichtenrade und der Bär steppt über die Bahnhofstraße. Die Zählungen erfolgten im November 2016. Schüffler geht davon aus, dass durch die Wahl des Zählmonats durch die Witterungsverhältnisse vermutlich mehr Autofahrer und weniger Radfahrer unterwegs waren.

Angela Aurin vom Landschaftsarchitektenbüro stellte die Erkenntnisse über den Freiraum vor, wie er sich zurzeit darstellt. Damit gemeint sind Laufwege, Grünflächen, Beleuchtungen und Straßenmöbel wie zum Beispiel Bänke. Es wurden sogenannte Störstellen ermittelt, nicht barrierefrei verschwenkte Laufwege aufgezeigt und unterschiedliche Gehwegpflasterungen in Frage gestellt. Das Ziel der Architekten wäre ein eher ruhiges Stadtbild, damit der Rest wirken kann. Diese eher Gradlinigkeit führte jedoch auch zu kritischen Nachfragen. Die Überlegung sind Standards für Gehwege, Vorplätze und Platzräume.

Nachfragen bezogen sich darauf, ob der Straßenverkehr der Wolziger Zeile bei den Zählungen berücksichtigt wurde, zumal es dort nach den Bahnplanungen künftig keine Querungsmöglichkeiten für Kraftfahrzeuge mehr geben soll. Diese möglichen Änderungen wurden von Planer Martin Schüffler als eher gering gewertet, jedoch wurde dies bei den Zählungen auch nicht berücksichtigt. Dieser kritische Punkt konnte jedoch auch nicht ausgeräumt werden.

Neben den eher allgemeinen Vorschlägen zum Thema Barrierefreiheit und Wohlfühlräume, wurde beispielsweise die Anhebung der Bahnhofstraße, für bestimmte Bereiche Kreisverkehre, Straßenbelege und Parkanlagen für den Radverkehr, Einbahnstraßensysteme, E-Shuttle für die Bahnhofstraße und Kunst im öffentlichen Raum (z.B. durch einen Brunnen) als Ideen eingebracht. Die Ideen waren jedoch nicht unstrittig, so gibt es beim Thema Einbahnstraße deutliche Hinweise der Gewerbetreibenden, dass dies zu Umsatzeinbußen führen würde. Deutlich wurde auch, dass viele Aspekte bereits in der Spielleitplanung Erwähnung fanden.

Die Ideen gilt es nun für die Konzeptplaner mit ihren Erkenntnissen zusammenzutun und daraus Schritte für das weitere Handeln zu entwickeln.

Thomas Moser
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Besichtigung im Pumpwerk in der John-Locke-Straße

Zentrale Schaltstelle wacht über die tägliche Entsorgung

Die Besichtigung des Pumpwerks durch die Berliner Wasserbetriebe am 15. Februar 2017 war ein voller Erfolg. Viele Interessierte nahmen an den Führungen teil.

So konnte man erfahren, dass das jetzige Pumpwerk in Lichtenrade 1979 seinen Betrieb aufnahm. Es ist eines von 154 Pumpwerken in Berlin und entsorgt täglich ca. 6000 Kubikmeter Abwasser. Der kompakte Baukörper verbirgt seinen Maschinenraum zum größten Teil unterirdisch. Etwa in 10 Meter Tiefe befinden sich, die zurzeit drei Kreiselpumpen mit unterschiedlichen Leistungen. Zwei dieser Pumpen werden elektrisch betrieben. Sie sind platzsparend montiert und gewähren einen wartungsarmen Betrieb. Die dritte Pumpe, mit der höchsten Leistung, wird durch einen Dieselmotor angetrieben, der einer kontinuierlichen Wartung unterliegt. Je nach den wechselnden Förderverhältnissen kommen die Pumpen zum Einsatz. Der Pumpwerksbetrieb erfolgt automatisch und wird durch die zentrale Schaltstelle der Wasserversorgung in der Holzmarktstraße in Friedrichshain überwacht.

Das Berliner Kanalnetz erstreckt sich über 9600 km, das Druckrohrnetz ist 1170 kkm lang und endet jeweils in eines der sechs Klärwerke. Das gesammelte Abwasser aus dem Pumpwerk in der John-Lokke-Straße gelangt über Druckrohrleitungen nach Waßmannsdorf, zum dortigen Klärwerk.

Das war natürlich nicht immer so. Lichtenrade gehörte vor der Eingemeindung nach Berlin zum Landkreis Teltow. Detaillierte Angaben über die entwässerungstechnischen Anfänge sind deshalb nicht mehr so ganz nachvollziehbar. Lichtenrade entwässerte zunächst durch offene Vorflutgräben in den Mahlower Seegraben und in die Nuthe.

Erst nach der Eingemeindung Lichtenrades nach Berlin im Jahre 1920 wurde ein Konzept von der zentralen Stadtentwässerung Berlins erarbeitet und 1921 ein kleines, nicht mehr vorhandenes Pumpwerk errichtet. Diese Anlage nahm noch im selben Jahr ihren Betrieb auf und war an das Druckrohr von Steglitz angeschlossen, das zum Rieselfeld nach Klein-Ziethen führte. Neben dem neuen Pumpwerk befindet sich das in den Jahren 1928/29 gebaute und mittlerweile unter Denkmalschutz stehende, alte Pumpwerk. Von dort ging das Abwasser zum Rieselfeld und später zum Klärwerk nach Waßmannsdorf. Ab 1975 wurde das anfallende Abwasser zum neu gebauten Klärwerk nach Marienfelde transportiert. Nach dem Bau des neuen Pumpwerkes im Jahre 1979 wurde zunächst das Abwasser, bestehend aus Schmutzwasser der Haushalte, der Gewerbe sowie dem Niederschlagswasser, ebenfalls nach Marienfelde abgeführt. Ab 1998 gelangt das Abwasser aus Lichtenrade nun wieder über die Druckrohrleitungen nach Waßmannsdorf. Das Klärwerk wurde nach der Wiedervereinigung neu gebaut und entspricht den Europarichtlinien. Nach dem Neubau in Waßmansdorf wurde das Klärwerk in Marienfelde stillgelegt und abgebaut.

Marina Heimann

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