Jubiläum bei der ökumenischen Umweltgruppe Lichtenrade

Mit der Sorge um das Klima begann alles vor 10 Jahren

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Ökumenischen Umweltgruppe Lichtenrade wurde am 17. Januar 2017 zum Neujahrsempfang eingeladen.

Ein würdiger Rahmen war es, der Festakt im Gemeindehaus der evangelischen Kirche in der Goltzstraße. Gekommen waren die Vernetzungspartner und Freunde der Umweltgruppe.

Reinhart Kraft, evangelischer Pfarrer im Ruhestand, vermittelte im Rückblick, welche Triebfeder zur Gründung der Umweltgruppe ausschlaggebend war: „Wir waren eine Handvoll Leute und lasen den Klimabericht der Vereinten Nationen. Wir waren erschrocken, was da auf unsere Erde zukommen kann. Wir begannen zu begreifen, dass da etwas aus dem Ruder läuft mit unserer Wirtschaft, mit unserem Konsum und mit unseren Lebensgewohnheiten. Und wir versuchten, uns der Frage zu stellen: was bedeutet in diesem Fall Umkehr zu Gott?“

Es kam zu einer engen Zusammenarbeit mit der evangelischen und katholischen Gemeinde in Lichtenrade. Im Januar 2008 endete eine selbst organisierte „Klimakonferenz“ mit Empfehlungen an die Bezirkspolitik, an die eigene Gemeinde und den persönlichen Lebensstil.

Diese lokale „Klimakonferenz“ setzte sich u.a. dafür ein, die ehemalige Straßenbahnverbindung zwischen Alt-Mariendorf und Lichtenrade wieder in Betrieb zu nehmen und zum BER weiterzuführen. Auch die Solaranlage auf dem Dach des Gemeindehauses Goltzstraße geht auf diese  Klimakonferenz zurück.

Auf der Website der Umweltgruppe wird aufgezeigt, das die Dinge, die sich damals die Gruppe ins „Stammbuch“ geschrieben hat, auch heute noch wichtig sind. So wurde der Kauf von Biolebensmitteln, Wahl von Stromlieferanten mit erneuerbaren Energien und möglichst energiebewusste Entscheidungen der Verkehrsmittel auf Reisen aber auch in der Stadt als wichtige Dinge erkannt: „Bei Fahrten in der Stadt lassen wir das Auto stehen und nehmen Bahn, Bus oder das Fahrrad.“ Beim Festakt wurden dann Ausschnitte des Films „Before the flood“ (dt. Version), einem aktuellen Film (Oktober 2016) zum Klimawandel von Leonardo diCaprio gezeigt.

Die Gruppe setzte sich von Anfang an auch mit der lokalen Situation auseinander: „Als bekannt wurde, dass vor dem S-Bahnhof ein unverhältnismäßig großes Einkaufszentrum hingesetzt werden sollte, setzte sich die Umweltgruppe intensiv mit der Stadtplanung für den Ortsteil Lichtenrade auseinander. Hierzu gab es Vorträge und Bürgerversammlungen und Workshops.

Mit mehrfachen Führungen durch die alte Mälzerei machte die Umweltgruppe auf dieses Baudenkmal aufmerksam und drängte auf eine ozialverträgliche Nutzung. All dies führte dazu, dass das Bezirksamt die Planung dieses Areals in Angriff nahm und dabei die Bürger in Lichtenrade beteiligte.“ Die Umweltgruppe mischt sich nach wie vor intensiv in die Diskussion um die Verbesserung der Bahnhofstraße ein: „Diese Straße ist in unseren Augen ein kostbarer Begegnungsraum, den man so einladend wie möglich gestalten sollte. Dazu gehört, dass alle Verkehrsteilnehmer - Fußgänger, Radfahrer und Autos - sich gleichberechtigt und sicher fortbewegen können. Mit dieser Vision im Kopf hat die Umweltgruppe bisher dreimal das „Frühstück auf der Bahnhofstraße“ und einmal das „Modefrühstück vor der Mälzerei“ veranstaltet.“

Bei der Entwicklung in der Bahnhofstraße geht es auch um die Entwicklung der Alten Mälzerei. In den vergangenen Monaten ist die Mälzerei mehr und mehr zum kulturellen Anziehungspunkt in Lichtenrade geworden. Verschiedene Konzerte, Kinoabende und ein Weihnachtssingen  wurden möglich gemacht. Hier waren auch verschiedene Gruppen, zum Beispiel das Unternehmer-Netzwerk Lichtenrade, mit Unterstützung des Aktiven Zentrums aktiv.

Der neue Eigentümer der ehemaligen Mälzerei, Thomas Bestgen, war auch beim Neujahrsempfang dabei. Durch ihn wurden diese Zwischenlösungen unkompliziert möglich gemacht. Zurzeit wird ein Nutzungskonzept für die Alte Mälzerei mit Unterstützung des Aktiven Zentrums Bahnhofstraße Lichtenrade erarbeitet.

Die Ökumenischen Umweltgruppe Lichtenrade ist ein Kreis von fünfzehn Leuten, die sich regelmäßig treffen und austauschen: „Neue Gesichter sind sehr willkommen.“ Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum!

www.oekumenische-umweltgruppe-lichtenrade.de

Thomas Moser
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Kunstausstellung in der Lichtenrader Stadtteilbibliothek

Künstlerinnen entfachen ein Feuerwerk der Materialien

Die Lichtenraderinnen Ute Knierim und Liane Matia stellen noch bis 31. März ihre Bilder in der Stadtteilbibliothek Lichtenrade aus. Ute Knierim und Liane Matia haben viele künstlerische Gemeinsamkeiten und nennen ihre Ausstellung „Sehen und Fühlen“. Und der Titel ist auch so gemeint. denn die Bilder darf man sogar mal anfassen.

Die verschiedensten Materialien werden in ihren Kunstwerken verarbeitet. Mit Leim, verschiedenen Ölen, Pigmenten und Lacken entstehen die Kunstwerke manchmal über Monate. Marmormehl-Spachtelmasse wird zum Beispiel mit Gaze, Schellack und Tusche kombiniert. Die Materialien werden mit Spachtel, Pinsel und Lappen auf- oder abgetragen, mit Spitzen wird Farbe in Ritzen gepresst und manchmal werden Bilder auch geschaukelt.

Die Wartezeit für das Trocknen dauert teilweise Wochen, bevor man weiter an einem Bild arbeiten kann. Am Ende ist es auch für die Künstlerinnen immer ein kleines Wunder, was daraus entstanden ist. Durch die Verschiedenheit der Materialien entstehen chemische Prozesse, die durch verschiedene Eingriffe beeinflusst werden können. Es werden weitestgehend nur natürliche Materialien benutzt.

Diese besondere Kunstform wurde von Gabriele Musebrink über 30 Jahre fortentwickelt. Die beiden Lichtenraderinnen besuchten 2009 beziehungsweise 2010 teils mehrwöchige Kurse und Workshops bei der Künstlerin in Essen. Dort lernten sie den ersten Umgang mit den Materialien, der jetzt über die Jahre immer weiter von ihnen perfektioniert wird.

Auf der Website der Künstlerin heißt es, dass sie ihre ganz eigene Sprache wie künstlerische Ausdrucksform entwickelte: „Die Form ist gegründet in der informellen Kunst und geht doch darüber hinaus. Es entstehen objekthafte Bild-Hologramme.“ Weiter wird die Arbeitsweise so beschrieben: „Ausdruck von Transformation, Morphologie in der Malerei, Geburt und Tod – die Intuitive Prozessmalerei von Gabriele Musebrink ist eine Widerspiegelung natürlicher Lebensprozesse und ein Aufspüren der zu verwendenden Materialien wie Technik im Prozess des Malens.“

Die ausstellenden Künstlerinnen beschreiben es etwas handfester. Liane Matia, die schon seit ihrer Kindheit gerne malt, aber erst 2009 die Leidenschaft zur regelmäßigen Malerei entdeckt hat, sagt: „Für mich ist es wichtig mich dabei selbst zu spüren und den Alltag zu vergessen. Ich kann dabei gut versinken und mich begeistert die Malerei.“

Für Ute Knierim ist die Verbindung mit den natürlichen Materialien sehr wichtig: „Ich hätte gerne früher mit der Malerei angefangen. Jetzt besuche ich gerne Workshops anderer Künstler, um noch mehr Tiefe und eine größere Ausdrucksfähigkeit der Bilder entstehen zu lassen.“

Es fasziniert beide Künstlerinnen, dass die fertigen Bilder räumlich sind und das man sie auch fühlen und anfassen kann. Ute Knierim und Liane Matia sind regelmäßig in zwei Malgruppen.

In der Malgruppe „Freies Malen“ in der Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in Lichtenrade unter Leitung von Clarissa Schweiger und in der „Malgruppe in der Kirche Berlin-Lichterfelde“ bei Dozent Jürgen Schulz sind die Künstlerinnen schon seit vielen Jahren. Aber darüber hinaus entwickeln sie sich regelmäßig selbst fort. Die Künstlerinnen hatten schon verschiedenste Ausstellungen und ihre Werke konnten sogar schon an Galeristen verkauft werden.

Sie beteiligten sich am 9. Lichtenrader Kunstfenster 2016 und freuen sich auf die Ausstellung bei den Geschäftsleuten im Jahr 2017. Liane Matia hat sogar jetzt noch Bilder bei „Passenden Versicherungen“, den Versicherungsmaklern Anneliese und Mathias Hachmann, in der Wünsdorfer Straße 119, hängen.

Von Ute Knierim findet man immer wieder Bilder im Schaufenster des Bekleidungsgeschäftes von Erkann Moden in der Bahnhofstraße. Die beiden Malerinnen malen auch gegenständliche Bilder und fertigen gerne private Auftragsarbeiten.

Stadtbibliotheken sind ja schon lange mehr als reine Buch- und Medienausleihen, sondern bieten für die Bevölkerung, ob jung oder alt, ein abwechslungsreiches Programm an. Ob Vorlesen für die Kleinen, Polizeiinformationen und Computerkurse für Ältere und zum Beispiel immer  wieder wechselnde Ausstellungen. So gibt es immer wieder Gründe, nicht nur die Bücher in der Online-Ausleihe zu buchen, sondern auch persönlich vorbei zu kommen. Ein Computerbereich und auch der Lesebereich für Zeitungen und Zeitschriften sind in der Stadtbibliothek sehr beliebt.

Im Lesebereich der Edith-Stein-Bibliothek hängen ein kleiner Teil der Werke der Malerinnen und können während der üblich Öffnungszeiten (Montag bis Freitag 11 bis 19 Uhr) bewundert werden. Dicht an dicht hängen die Werke der Frauen. Der Platz in der Leseecke ist begrenzt. Man muss sich schon in einzelne Werke vertiefen, um die Tiefe der Bilder für sich zu entdecken.

Obwohl die Künstlerinnen die Malerei als Hobby betreiben, sieht man den Bildern viel Professionalität an. Sie sind nicht kitschig, sondern eher kunstvoll abstrakt. Jeder Betrachter kann für sich interessante Motive entdecken, die durch die Kunstform entstanden sind. Den Künstlerinnen macht ihre Malerei erkennbar Freude und Spaß und dies wollen sie gerne an die Betrachter der Kunstwerke weitergeben.

Kontakte zu den Künstlerinnen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Thomas Moser
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10jähriges bestehen des 1. Unternehmerinnenetzwerkes im Bezirk

Das Netzwerk steht allen Unternehmerinnen offen

Am 26. Januar 2017 feierte das Unternehmerinnen-Netzwerk Tempelhof-Schöneberg (UTS) im Theaterfoyer der ufaFabrik sein zehnjähriges Jubiläum. Gründerin des ersten Frauennetzwerks im Bezirk ist die Innenarchitektin Beate Challakh. Heute sind mehr als 200 freiberufliche und selbständige Unternehmerinnen im UTS versammelt. Zum Jubiläum gratulierte auch Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler. Durch das Kulturprogramm führte die Leiterin der dezentralen Kulturarbeit des Bezirkes Ute Knarr-Herriger.

Monatliche Treffen mit unterschiedlichen Themen
Bei den monatlichen Treffen geht es um Informations- und Erfahrungsaustausch, Vernetzung und gegenseitige Unterstützung.

Zu Beginn eines jeden Abends stellt eine Netzwerkerin ihr Fachthema vor. Unterstützt wird das Netzwerk von der bezirklichen Wirtschaftsförderung. Nur eines von vielen Themen waren Strategie, Medien und Kommunikation, Zeitdiebe entlarven, Sensitive Balancing und zum Jahresauftakt Ressourcenreicher Start ins Jahr 2017. Das Februar-Netzwerktreffen steht unter dem Thema „Feng Shui im Business.“  Ein wahrlich breites Spektrum.

Von der Suche nach Gleichgesinnten
Beate Challakh berichtet von der ursprünglichen Idee, ein Netzwerk zu finden. Sie kannte aus Charlottenburg-Wilmersdorf einen Stammtisch von Unternehmerinnen und war dann in Tempelhof-Schöneberg auf der Spur nach einer ähnlichen Einrichtung von Gleichgesinnten und wollte “gerne dabei sein”. Sie sprach mit dem damaligen Bezirksbürgermeister Ekkehard Band und erfuhr, dass es so eine Einrichtung damals nicht gab. Er melde sich dann jedoch einige Zeit später und fand die Idee einer Vernetzung unterstützungswürdig. Und dann begann Beate Challakh, obwohl sie am Anfang nur Kontakte gesucht hatte.

Auch die Lichtenraderin Dr. Maren Kaiser, die im Bereich Coaching und Beratung tätig ist, ist gerne beim Netzwerktreffen dabei: “Im Unternehmerinnen-Netzwerk Tempelhof-Schöneberg bekomme ich auf den monatlichen Treffen Informationen zu vielen relevanten Themen rund ums Unternehmerin sein. Der Erfahrungsaustauch mit Frauen aus unterschiedlichsten Branchen ist sehr interessant. Wir unterstützen uns gegenseitig und es entstehen neue Geschäftsbeziehungen."

Ein offenes Netzwerk
UTS ist ein offenes Netzwerk, zu dem Interessentinnen ohne Mitgliedsbeitrag hinzukommen können. Es gibt keine feste Mitgliedschaft. Lediglich fünf Euro kostet das Monatstreffen, das regellhaft von circa 15 bis 20 Frauen besucht wird. Neben den Monatstreffen gibt es auch größere Veranstaltungen, z.B. die Unternehmerinnenmessen 2013 und 2014 im Rathaus Schöneberg; die Beteiligung am Berliner Unternehmerinnentag und 2016 die Unternehmerinnen-KulTour, bei der zahlreiche UTSFrauen am Tag der Offenen Türen ihre Produkte und Dienstleistungen vorgestellt haben.

Im Mai 2016 hat sich UTS mit zwei weiteren bezirklichen Netzwerken zusammengeschlossen: Mit der Unternehmerinitiative Te-Damm e.V. (UI Te-Damm) und dem Unternehmensnetzwerk Lichtenrade (UNL) wollen die Unternehmerinnen zu bestimmten Themen übergreifend zusammenarbeiten. Den Anfang gemacht hat im November 2016 die erste gemeinsame Veranstaltung „Leben im Hier und Jetzt“. Weitere Netzwerk-Events sind für 2017 geplant.

Auf der Internetseite können sich die Frauen, die aus den verschiedensten Branchen kommen, mit einer Web-Visitenkarte in der Branchenliste vorstellen. Neue Besucherinnen sind herzlich willkommen!

www.unternehmerinnen-ts.de

Thomas Moser
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Weihnachten ist vorbei - die Hilfe geht weiter

Franzi half auch in diesem Jahr wieder den Obdachlosen

Schon seit Jahren ist Franziska Wand (29) ganz privat in der Stadt unterwegs, um Obdachlosen zu helfen und ein Lächeln zu schenken. Auch Weihnachten war sie wieder auf Tour und stand dafür schon einige Tage in der Küche.

Franzi war natürlich dabei auch auf Unterstützung angewiesen. Und auch zu dieser Aktion spendierte einen Tag vor Heiligabend der Supermarkt „EDEKA-Gayermann“ einen großen Einkauf im Wert von 155 Euro. Der Kofferraum im Auto war gut gefüllt: „Damit bekommt man einige Leute satt! Alles für drei Eintöpfe ist auf jeden Fall dabei, Milchreis und Pudding, Müsliriegel und Kaffee, Zucker und Tee.

Zur Spende von Gayermann berichtete sie uns: Über „eine liebe Dame“ sei Peter Gayermann auf sie im letzten Jahr aufmerksam geworden und habe ihr dieses Angebot unterbreitet. Diesmal fragte Franzi direkt nach und erhielt die positive Antwort.

Franzi freut sich aber auch über die anderen Spenden, die sie erhalten hat. So geht ihr Dank an Mert, der seinen Obststand jetzt vor Reichelt hat, der zwei große Kisten Obst spendiert hat aus dem Franzi einen großen Obstsalat zauberte.

Franzi bedankt sich auch bei der Lichtenrader Apotheke und bei Evas Seidenfloristik, die Leckereien, Schals und Mützen gespendet haben. Auch bekam sie noch 50 Mützen von Conny und Matze, die sie selbst geschenkt bekamen und „von einer ganz tollen Dame gehäkelt wurden.“

Ihre Freundin Steffi spendierte einen Gutschein für ein Hotel, da sie selbst ihre Reise nach Berlin absagen musste. Damit konnte Franzi dann Benny und Thomas eine riesige Freude machen, denn sie konnten mal zwei Nächte in einem warmen Hotel übernachten. Außerdem spendierte Sylvia und ihr Mann noch warme Jacken für das Paar.

Franzi freut sich: „Solche Tage sind gute Tage! Wo man sich gegenseitig unterstützt und andere was geben, damit Leute die sonst nicht viel besitzen, auch mal was haben!“

Auch 2015 berichteten wir schon über Franzi und „Eine wahre Nicht-nur-Weihnachtsgeschichte in Berlin“. Es ist jedoch mehr als eine Weihnachtsgeschichte, denn Franzi ist ständig und nicht nur zu Weihnachten mit ihrem Suppentopf und der Kaffeekanne unterwegs.

Franzi ist besonders in sozialen Netzwerken in Lichtenrade unterwegs, zumal ihre Eltern in Lichtenrade wohnen. Sie selbst lebt außerhalb der Stadtgrenze, hat aber einen engen Bezug zur alten Heimat.

Und so berichtet Franzi ganz lebendig über ihre ehrenamtliche Arbeit, die sie ganz privat organisiert: „Kartoffeln bis zum Abwinken... Gestern gab es Kartoffelsalat. Bereits am Dienstagabend stand ich gefühlte 8 Std in der Küche und habe aus 8 kg Kartoffeln, 2 kg Gurken, 1 kg Zwiebeln, 1 kg Speck, 25 Eiern und 2,5 kg Mayonnaise einen Riesen Berg Kartoffelsalat gezaubert. Meine Mama hat dazu 5 kg Wiener Würstchen spendiert. Das kam super an und die Leute waren begeistert! Gestern habe ich dann noch knapp 12 Liter Brokkolicremesuppe gekocht. Aus 3 kg Hackfleisch sind gefühlte 250 kleine Hackbällchen für die Suppe entstanden und 500 g angeröstete Kürbiskerne haben das ganze abgerundet! Die leckeren Donuts kamen auch von meiner lieben Mama, dazu Bananenkuchen von Doris und Kirsch-Mandarinenkuchen von Sarah! Super toll! Zur Feier des Tages hatte ich 5 Liter Glühwein dabei und natürlich wieder Kaffee. Meine Kollegen von der Berliner Obdachlosenhilfe kamen noch vorbei und haben uns Ihren restlichen Obstsalat und grünen Salat, den sie auf ihrer Tour nicht losgeworden sind, noch übergeben, so dass nichts wegfliegt und auch das haben wir noch an den Mann gebracht! Insgesamt ein gelungener Abend und wie immer sind wir alles restlos los geworden!“

Diese Schilderung verdeutlicht am Besten, was für Arbeit und Einsatz hinter diesen Aktivitäten steckt. Franzi ist mindestens einmal in der Woche unterwegs. Wenn es „Firma, Kind, Laden und Mann zulassen“, dann ist sie oft sogar 2 bis 3 mal in der Woche bei den Obdachlosen. Franzi arbeitet als Kauffrau in der Firma der Eltern und hat selbst noch einen Laden und einen Online-Shop. Für Franzi ist die Dankbarkeit der Leute der größte Lohn: „Manchmal ist es einfach nur Zeit und das Jemand ihnen zuhört! Dies ist oft viel wichtiger als alles andere.“

Franzis Facebook-Seite, auf der man alles erfahren kann, heißt „Ein Herz für Obdachlose-Franzi on Tour“. Da schreibt sie auch, dass sie nicht betteln möchte, aber sich über Unterstützung freue. Franzi zahlt sonst alles aus eigener Tasche. Die Verpflegung der Obdachlosen kostet natürlich Woche für Woche auch viel Geld. So sind auch kleine Spenden willkommen. Dafür hat sie ein Konto eingerichtet.

Franzi fährt seit circa zwei Jahren regelmäßig abends in die Stadt, zum Alex, zum Hackeschen Markt oder zum Hauptbahnhof. Überall findet sie obdachlose Menschen, die sich sehr über sie und den gekochten Tee und Kaffee freuen. Franzi sagt: „Uns geht es zum Glück sehr gut“ und will so mit ihrem Einsatz etwas zurückgeben. „Ich finanziere das alles aus eigener Tasche, daher ist so ein Angebot wie von Peter Gayermann gerade kurz vor Weihnachten natürlich der Wahnsinn“, erzählt begeistert die Helferin.

Franzi war ursprünglich im Auslands-Tierschutz aktiv und hat einen Obdachlosen mit Hund kennengelernt. So ist sie auf die Not aufmerksam geworden und fährt meistens alleine durch die Stadt, um diesen Menschen zu helfen.

Franzi erzählt: „Ich mache es sehr gerne und bin mit vollem Herzen dabei!“ Man sieht und spürt auch, dass Franzi mit Leib und Seele dabei ist. Wer Franzi bei ihrem Engagement mit Spenden unterstützen will, meldet sich per e-mail bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Kurz vor Weihnachten hatte Franzi am Hansaplatz ein kleines Weihnachtsfest für Obdachlose organisiert und packte dafür mit Lotta kleine Pakete.

Spendenkonto: Franziska Wand, Commerzbank, IBAN: DE 69 1004 0000 0868 7782 01

Thomas Moser
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Faszinierendes Hobby: Bienenzucht

Naturschutz vor der eigenen Haustür

„Sie haben Interesse an Natur- und Umweltschutz? Dann können Sie einen wertvollen Beitrag leisten, direkt vor Ihrer Haustür“, lädt der Imkerverein Lichtenrade ein. Bienenhaltung ist das Stichwort. Dieses Hobby führt in die faszinierende Welt biologischer Abläufe ein, lässt die beteiligten staunend viel lernen über die geheimnisvolle Organisation des Bienenvolkes. Ganz nebenbei erntet man noch den eigenen Honig, dessen Wert die Attraktivität des Hobbys noch steigert.

Wie man dazu kommt, kann jeder Interessierte in einem Anfängerkurs erlernen. In einem eintägigen Theoriekurs werden die Grundlagen gelegt, die eine eigene Bienenhaltung ermöglichen Ein Infotag vertieft die Einblicke in das Bienenvolk und zeigt den praktischen Umgang mit  den Bienen und bietet den Teilnehmern ersten Kontakt mit den Bienen.

Sie lernen auch: Wer Bienen hält, trägt eine hohe Verantwortung und muss sich im Klaren sein, dass von Mitte April bis Mitte Juli im wöchentlichen Turnus am Bienenstand zu tun ist.

Bienenhaltung in der Großstadt - ist das überhaupt möglich? Selbstverständlich ja! Das beweisen mittlerweile über 900 Imker die dieses Hobby in Berlin erfolgreich pflegen. Jahrzehntelange Zuchtauslese hat es ermöglicht, dass wir heute „sanftmütige“ Bienen zur Verfügung haben die  jegliche Gefährdung der Nachbarn weitgehend ausschließen.

Im Gegensatz zur Bienenhaltung auf dem Lande, bietet die Stadt geradezu paradiesische Verhältnisse für die Bienen. Zahlreiche Bäume entlang der Straßen und Bahnlinien, Bäume, Sträucher und Stauden auf den Friedhöfen und in den Gärten bieten den Bienen vom zeitigen Frühjahr bis weit in den Herbst beste Nahrungsgrundlage. Auch jeder noch so kleine Garten mit abwechslungsreicher Bepflanzung trägt zum Wohlbefinden der Bienen bei und ermöglicht die Ernte eines geschmacklich ausgewogenen Honigs.

Die Bienenhaltung auf dem Lande ist dagegen durch die kilometerweiten Monokulturen und die damit einhergehende Artenarmut recht schwierig geworden. Ein praxisorientierter Infotag wird Anfang Mai am Lehrbienenstand Marienfelde durchgeführt.

Der Imkerverein Lichtenrade e.V. bietet regelmäßig Anfängerkurse in der ufaFabrik in Tempelhof an, der nächste Termin ist Samstag, den 18. Februar, von 10 bis 17 Uhr. Die Kursgebühr beträgt 35 Euro, eine formlose Anmeldung ist bis 1. Februar per e-mail unter kurs@lehrbienenstand-marienfelde.de oder telefonisch unter (030)746 83 503 erforderlich. Allerdings dürfte der Kurs schon ausgebucht sein, deshalb gilt: sich frühzeitig auf dem Laufenden halten, Fortsetzung kommt bestimmt.

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