Vom 4. bis 22. März wird es 25 Veranstaltungen im Bezirk geben

Die „WeibsBilder“ laden zum diesjährigen Frauenmärz ein

Es ist schon ein großer Kraftakt gewesen, um in den letzten Monaten in Tempelhof-Schöneberg den Frauenmärz 2016 mit einem großartigen Programm auf die Beine zu stellen. Eine Traditions- und Vorzeigeveranstaltung, die sich auch nach 31 Jahren jung, lebendig, dynamisch und sehr abwechslungsreich präsentiert.

Unter dem diesjährigen Motto „WeibsBild“ sollen die Frauen gefeiert werden: Das Bild von ihnen, in der Gesellschaft und das im Verborgenen. Mit zwinkerndem Auge geht es um Typisierungen, um Klischees und um deren ironische Brechung … das „Weibs-Bild“ als solches!

Die Stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin Jutta Kaddatz ist stolz auf die „Dezentrale Kulturarbeit“ im Bezirk, die vom unermüdlichen Engagement und einer schier grenzenlosen Power von Ute Knarr-Herriger, der Leiterin dieses Bereiches, lebt.

Die große und beliebte Eröffnungsveranstaltung ist sicherlich ein Höhepunkt. Jedoch es wäre verkehrt, darüber hinaus die vielen anderen Schätze und Perlen im Programm zu übersehen.

Die Eröffnungsveranstaltung findet am 4. März wieder im Lichtenrader Gemeinschaftshaus in der Barnetstraße/Ecke Lichtenrader Damm statt. Um 19 Uhr geht es los und die Besucher sind gut beraten, wenn sie rechtzeitig da sind. Denn eins ist klar, der große Saal wird wieder aus allen Nähten platzen.

Los geht es mit dem Künstlerkollektiv „migrantis-eine visuelle Sprache der Migration.“ Mittels Piktogrammen soll sichtbar werden, was diejenigen denken und fühlen, die ihre Heimat verlassen haben und nun in einem neuen Land versuchen Fuß zu fassen. Stadträtin Kaddatz wird die Gäste begrüßen.

Die Festrede wird Petra Madyda, Direktorin der Stiftung Lette Verein Berlin, halten. Die WeibsBilder mit Stimmgewalt präsentieren Ingrid Hammer und Veronika Otto. Den Comedy-Part wird Idil Baydar abdecken. Zur Pause wird die ufaBäckerei wieder Süßes und Salziges bieten. „Les Reines Prochaines“ aus der Schweiz sind so ziemlich die unglaublichsten Weibsbilder, die auffindbar sind. Sie praktizieren die Willkürlichkeit des Einfalls. Sie kommentieren nicht die Politik, sie sind politisch, sie sind Kunst. Oder einfach „Fremde Torten im falschen Paradies.“ Das scheint ein wahrer Lekkerbissen zu sein.

Moderiert wird die Veranstaltung wieder von der Journalistin Petra Schwarz, die wegen ihrer lockeren Art beim Frauenmärz schon eine gesetzte Größe ist.

Bis zum 22. März, also bis kurz vor Ostern, kann man 25 Frauenmärz-Veranstaltungen im Bezirk besuchen. Das Programm ist der Website vom Frauenmärz und der Lichtenrader Internetzeitung von www.lichtenrade-berlin.de zu entnehmen.

Kunst und Kultur in ihren vielfältigen Ausformungen reichen sich die Hand! Musikalisches von Chansons, Gospel bis Jazz ist vertreten. Ein besonderer Leckerbissen ist der Rockabilly-Abend mit „Julie Sue & her Ballroom Kings.“ Juliane Lahner, die den Lichtenrader Gospelchor zu einer beachtlichen Qualität geführt hat, ist als Rocklady der Mittelpunkt dieses Abends. Sie hat Jazz im Kopf, Rockabilly im Herzen und Swing in den Füßen!

Julie Sue und die Rockmusiker spielen goldene Evergreens der 30er bis 50er Jahre von Duke Ellington bis Bill Haley, mit Leidenschaft und voller Dynamik. Jule Sue und die Rockmusiker sind am 12. März um 20 Uhr im Schöneberger Kulturzentrum „Die weiße Rose“ zu hören… Tanzen ist erwünscht.

Der Lichtenrader Gospelchor wird am 6. März um 16 Uhr in der ufa-Fabrik in Tempelhof eine Lesung vom Katrin Schwahlen „Rund um Tempelhof“ musikalisch begleiten. Die Veranstaltungen können bei freiem Eintritt besucht werden. Unter dem Motto „WeibsBild“ finden beim Frauenmärz zudem Atelierrundgänge, Stadtspaziergänge, politische Tagesfahrten, verschiedenartige Lesungen, Filmvorführungen, Ausstellungen, Diskussionen, Tanz und Theater statt. Es ist sicher für Jeden und besonders Jede etwas dabei.

Und auch Männer sind gern gesehen, nur einige Veranstaltungen sind allein den Frauen vorbehalten. Ein bunter März, der ein frisches und unkonventionelles „Weibs-Bild“ vermittelt.

Infos: www.frauenmaerz.de www.dezentrale-kulturarbeit.de

Thomas Moser
www.lichtenrade-berlin.de
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Projekt Aktives Zentrum nimmt langsam Fahrt auf

Nicht ganz einfache Wahl zum „Gebietsgremium“

Die Bahnhofstraße in Lichtenrade wurde am 14. Juli 2015 mit Senatsbeschluss in das Förderprogramm „Aktive Zentren“ aufgenommen. Dem sind über einige Jahre viele Sitzungen mit Bürgerbeteiligung und die Erstellung eines Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) vorausgegangen. Am 28. Januar 2016 ging es dann im Ulrich-von-Hutten-Gymnasium einen Schritt weiter. Die Wahl eines „Gebietsgremiums“ stand an.

Im Vorfeld wurden noch am Ende des letzten Jahres Initiativen, Vereine, betroffene Bürger und Gewerbetreibende aufgerufen, sich an diesem Gremium zu beteiligen. Durch die Beteiligung an diesem Gremium haben die Bürger die Möglichkeit, sich aktiv an der Gestaltung des Fördergebietes einzubringen und als Multiplikatoren zu dienen. Eine der Aufgaben ist die Mitwirkung an der Durchführung des Gebietsfonds.

Vom beauftragten Planungsbüro „slapa & die raumplaner gmbh“ stellte Sabine Slapa mit dem Bezirkskoordinator Jens-Peter Eismann die Zusammenhänge mit der Wahl vor. Im ersten „Wahlgang“ stellten 15 Gruppen und Initiativen ihre Bereitschaft zur Mitarbeit vor. Dabei gab es nur eine Blockabstimmung. Hier konnten die Stimmberechtigten die Zustimmung für die Gruppen mit „Ja“ oder „Nein“ dokumentieren. Einzelne Gruppen oder Gruppenvertreter standen nicht zur Wahl.

Die meisten der aufgestellten Vertreterinnen und Vertreter nahmen die Gelegenheit war, sich den rund hundert erschienenen Interessierten vorzustellen. Beim 2. Abstimmungsvorgang stellten sich fünf Gruppen zur Wahl, die im ISEK noch nicht als gesetzte Interessenvertreter die Beteiligungsmöglichkeit hatten. Der zweite Wahlzettel gab die Möglichkeit bei jeder einzelnen Gruppierung mit „Ja“ oder „Nein“ zu stimmen. Verschiedene  Gruppen, die nach dem ISEK die Beteiligungsmöglichkeit von Beginn an gehabt hätten, haben nicht ihr Interesse bekundet.

Zu Beginn der Sitzung gab es kontroverse Diskussionen, warum aktive Vertreter in Gruppen und Initiativen, die jedoch nicht von ihren Gruppen aufgestellt wurden, sich nicht im 3. Wahlgang als interessierte Anwohner oder Gewerbetreibende zur Wahl stellen konnten.

Erklärt wurde dies mit der festgelegten Wahlordnung. Der Unmut über diese Regelung war deutlich vernehmbar. In diesem Wahlgang stellten sich zwei Bewerber zur Wahl: Florian Dzyck und Rainer Welz, der nicht mehr im  Vorstand der „Bürgerinitiative Lichtenrade-Dresdner Bahn“ ist. Vor diesem dritten Wahlgang wurde jedoch über eine nachträgliche Änderung der Wahlordnung abgestimmt, da Rainer Welz nicht unmittelbar, aber am Rande des Fördergebietes wohnt.

Die Änderung wurde mehrheitlich, jedoch mit verschiedenen Gegenstimmen und Enthaltungen, angenommen. So standen dannauch letztendlich weiter zwei Bewerber zur Wahl.

Die Auszählung der Stimmen dauerte erwartungsgemäß eine ganze Zeit. Die erste Abstimmung war eindeutig. Von 95 Wahlberechtigten hatten 85 den ersten „Wahlzettel“ abgegeben. 73 gültige Stimmen waren für die angetretenen Gruppen, was einem Prozentsatz von rund 86 Prozent entspricht. Es gab 10 Gegenstimmen.

Aber dann wurde es komplizierter. Bei der Stimmbekanntgabe in der zweiten Abstimmung, bei den fünf neuen Gruppen, gab es große Aufregungen. Alle Gruppen hatten mehr Ja- als Nein-Stimmen. Bei „DARE-Alle Kinder sind wichtig e.V.“ gab es 40 Ja-Stimmen und 38 Nein-Stimmen. Bei Berücksichtigung von Stimmenhaltungen kamen aber nicht 50 Prozent der Stimmen aller Wahlberechtigten zusammen. Bezirkskoordinator Eismann hatte im Vorfeld mündlich erklärt, dass eine „einfache Mehrheit“ notwendig ist, die Mehrheit der Stimmen jedoch auch mindestens 50 Prozent der Wahlberechtigten erreichen muss. Der Lichtenrader Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak - seines Zeichens Jurist - intervenierte nach Verkündung vehement. Für Luczak sei eindeutig, dass bei einer einfachen Mehrheit die ungültigen Stimmen nicht mitgezählt werden dürfen. Jens-Peter Eismann sagte eine Prüfung zu.

Bei den beiden Einzelbewerbern erhielt Florian Dzyck 87 Prozent Ja-Stimmen. Rainer Welz erhielt 41 Ja- und 44-Neinstimmen und war damit nicht gewählt worden.

Neben den interessierten Bürgern und den vielen aufgestellten Kandidaten, waren aus der BVV Tempelhof- Schöneberg als Gäste der SPD-Fraktionsvorsitzende Jan Rauchfuß, Ingrid und Melanie Kühnemann, sowie von der CDU Patrick Liesener, der selbst auch für die Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße gewählt wurde, dabei.

Das Gebietsgremium wurde am 15. Februar konstituiert und wird sich eine Geschäftsordnung geben. Zumindest am Anfang findet eine Moderation von „slapa & die raumplaner gmbh“ statt. Weitere interessierte Bürgerinnen und Bürger haben jedoch, unabhängig von der stattgefundenen Wahl, die Möglichkeit zur Mitarbeit. Wenn eine regelmäßige Beteiligung erfolgt, bestimmt das Gebietsgremium über die ständige Mitarbeit ab. Im Hintergrund des
Gebietsgremiums steht, dass möglichst viele Aktiven ihre Stimme und ihr Engagement einbringen können.

Thomas Moser
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Geschichte des Hauses wird aufgearbeitet

LortzingClub: Zeitzeugen gesucht

Der Lortzingclub ist seit über 70 Jahren eine überaus beliebte Einrichtung, in der Generationen von Lichtenradern ihre Kindheit und Jugend verbracht haben und von dessen einstigem Schwimmbad noch immer begeistert erzählt wird.

Seit einiger Zeit haben Eltern und Freunde des Hauses begonnen, die Geschichte des Hauses zu erforschen. Es wurde 1939 als herrschaftliches Wohnhaus für den Diplomingenieur Paul Bartel erbaut, einem führenden Funktionär der Organisation Todt, die Hunderttausende Zwangsarbeiter in Rüstungsprojekten und beim Autobahnbau Nazideutschlands beschäftigt hat.

Im April 1945 wurde die Villa von der sowjetischen Besatzungsmacht beschlagnahmt und in ein Jugendzentrum umgewandelt; im Juli 1945 wurde es von der US-Besatzungsmacht übernommen und als Offizierscasino genutzt, bis es ab 1.4.1948 endgültig zu einem Jugendclub wurde. Zum 1.7.1953 wurde es von den Amerikanern in die Verwaltung des Bezirksamts Tempelhof übergeben, 1959 hat der Bezirk dem Paul Bartel, der inzwischen in Zehlendorf wohnte, das Haus abgekauft.

Nun hat sich herausgestellt, dass in der ersten Zeit nach 1945 eine später berühmt gewordene Malerin im Lortzingclub gearbeitet hat: Ruth Baumgarte. Die gemeinnützige Kunststiftung Ruth Baumgarte in Bielefeld, die sich die Erforschung von Leben und Werk der Malerin zum Ziel gesetzt hat, schreibt: „Ruth Baumgarte (1923 - 2013), in Berlin-Karlshorst aufgewachsen, hat die Hochschule für Bildende Künste in Mitte besucht, musste am 5.5.1945 im Rahmen der Zwangsräumung des Stadtbezirkes Karlshorst umsiedeln und kam so nach Lichtenrade.

Sie wohnte dort in der Alvenslebenstraße, unterrichtete aushilfsweise Zeichnen an der Ulrich-von-Hutten-Schule. Ferner wissen wir, dass sie für kurze Zeit in einem „Jugendheim“ in Lichtenrade gearbeitet hat. Es heißt, das Haus habe ein Schwimmbad besessen und sei ursprünglich die Villa eines Industriellen gewesen.“

In Zusammenarbeit mit der Kunststiftung Ruth Baumgarte sucht der Lortzingclub deshalb dringend Zeitzeugen, Dokumente und Fotos aus der Anfangszeit des Lortzingclubs. Wer kennt Personen, die dort beschäftigt waren? Wer kennt eine Familie Stüwe mit Tochter Elfriede/Friedel, die dort als Hausmeister-Paar tätig war?

Informationen an: Lortzingclub, Lortzingstr. 16, Leiterin Carola Thiede oder: Gerhard Moses Heß, Tel. 0163 / 34 17 053

Gayermann spendierte vollen Einkaufswagen

Franzi Fröhlich hilft vielen obdachlosen Menschen

Franzi meldete sich in der Redaktion, damit einmal ein Sponsor lobend erwähnt wird. Das machen wir gerne, nämlich: Peter Gayermann und seine EDEKA-Märkte. Um es vorwegzunehmen, es geht Franzi dabei nicht um ihren persönlichen Einsatz. Schmunzelnd sagt sie: „So einen tollen Supermarkt darf man ruhig mal ins Rampenlicht rücken.“

Franziska Wand (28) ist als Franzi Fröhlich in sozialen Netzwerken in Lichtenrade unterwegs, zumal ihre Eltern in Lichtenrade wohnen. Über eine Lichtenrader Facebook-Gruppe kam der Kontakt zustande. Sie selbst lebt außerhalb der Stadtgrenze, hat aber einen engen Bezug zur alten Heimat.

Über Facebook kam auch der Kontakt mit Peter Gayermann zustande, der ihr dann dieses Angebot unterbreitete. Gayermann ließ sie im Supermarkt Barnetstraße 41-42 kräftig einpacken. Franzi packte in ihren Wagen alle Dinge, die sie gut gebrauchen kann. Am Ende waren es dann sogar Waren im Wert von 120 Euro, die gesponsert wurden: „Wirklich toll und großzügig“, berichtet sie.

Die Sachen sind allerdings nicht zu ihrem persönlichen Bedarf. Franzi fährt seit circa einem Jahr regelmäßig abends in die Stadt, zum Alex, zum Hackeschen Markt oder zum Hauptbahnhof. Überall findet sie obdachlose Menschen, die sich sehr über sie und den gekochten Tee und Kaffee freuen. Franzi sagt: „Uns geht es zum Glück sehr gut“ und will so mit ihrem Einsatz etwas zurückgeben.

„Ich finanziere das alles aus eigener Tasche, daher ist so ein Angebot wie von Gyermann natürlich der Wahnsinn“, erzählt begeistert die Helferin.

Jede Woche geht sie auf große Tour und wird dann, dank dieser und anderer Spenden, viele Brötchen, zwei große Töpfe Suppe und Nudeln, und vieles andere mitnehmen.

Franzi Wand war ursprünglich im Auslands-Tierschutz aktiv und hat einen Obdachlosen mit Hund kennengelernt.  So ist sie auf die Not aufmerksam geworden und fährt meistens alleine durch die Stadt, um diesen Menschen zu helfen.  Ab und an, arbeitet sie auch mit der Berliner Obdachlosenhilfe zusammen.

Franzi ist mindestens einmal in der Woche unterwegs. Wenn es „Firma, Kind, Laden und Mann zulassen“, dann ist sie oft sogar 2-3 mal in der Woche bei den Obdachlosen. Franzi arbeitet als Kauffrau in der Firma der Eltern und hat selbst noch einen Laden und einen Online-Shop.

Für Franzi ist die Dankbarkeit der Leute der größte Lohn: „Manchmal ist es einfach nur Zeit und das Jemand ihnen zuhört! Dies ist oft viel wichtiger als alles andere.“

Franzi erhält auch so ab und an Spenden aus der Nachbarschaft. In Facebook schreibt Franzi und bedankt sich so bei ‘den lieben Engeln’: „Heute hat mir eine liebe Spenderin den ganzen Kofferraum vollgeknallt. Klamotten, eine mega-tolle, super warme, Jacke, Mützen, Hundefutter, Leckerlies, Hygieneartikel, Lebensmittel, Konserven, Mini-Stollen und vieles mehr. Wahnsinn! Die Jungs haben sich überall so gefreut.“

Ein anderes Mal schreibt sie: „Auf nach Mitte. Zelt, Schlafsäcke, warme Klamotten, Hundemäntel zu meinen obdachlosen Freunden bringen…“ Mal sind das „nur“ geschmierte Brote und manchmal ist sie mit Suppen und Eintöpfen und anderen wichtigen Dingen unterwegs.

Franzi erzählt: „Ich mache es sehr gerne und bin mit vollem Herzen dabei!“ Man sieht und spürt auch, dass Franzi mit Leib und Seele dabei ist.

Und wer Franzi bei ihrem Engagement mit Spenden unterstützen will, meldet sich am besten per email bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Thomas Moser
www.lichtenrade-berlin.de
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2014 erhielt Heide Siegel die Berliner Ehrennadel

Heide Siegel - eine ehrenamtliche Lichtenraderin

Es gibt sie noch, die Ehrenamtlichen, die mit ihrem Engagement anderen etwas Gutes tun, ohne danach zu fragen, was sie dafür bekommen.

Eine davon ist Heide Siegel aus Lichtenrade, die sich seit 27 Jahren engagiert. Die mittlerweile 74-Jährige wird dies auch weiterhin tun. Für sie, die seit 1988 in einer der regionalen Sozialkommissionen des Bezirks im örtlichen Bereich Tempelhof tätig ist, ist die gemeinnützige Arbeit, „Ehrensache.“

So hat Heide Siegel schon in jungen Jahren damit angefangen, ehrenamtlich tätig zu sein. Sei es in Sportvereinen oder als Jugendschöffin am Landgericht, um nur ein paar Beispiele zu nennen. 1991 übernahm sie die Leitung der Sozialkommissionen des Bezirks im örtlichen Teil Tempelhof und setzt sich zusammen mit ihren zur Zeit vier Mitarbeitern für die Belange der älteren Bürger schnell und unkompliziert ein.

Dabei kümmert sich Frau Siegel insbesondere um ihre Mitmenschen in Senioren- und Pflegeeinrichtungen. „Ich würde mir gern mehr Menschen in diesem Tätigkeitsfeld wünschen“, sagt sie, „denn ohne soziales Engagement engagierter Bürger, könnten viele Menschen am gesellschaftlichen Leben nicht mehr teilhaben“.

Natürlich ist solch eine  ehrenamtliche Tätigkeit mit Arbeit verbunden. Aber für Frau Siegel war es immer wichtig,
ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten. „Anderen zu helfen kann auch eine echte Bereicherung sein“, ist sie überzeugt.

Und es gibt nicht nur Arbeit, es gibt durchaus auch Anerkennung. So bekam sie 2014 bekam sie als Bestätigung ihrer Arbeit vom Berliner Senator für Gesundheit und Soziales für ihre außergewöhnlichen Leistungen in sozialen Bereichen die Ehrennadel verliehen.

Eine Auszeichnung, die Personen erhalten können, die mindestens eine zehnjährige, freiwillige Verrichtung in Organisationen, Vereinen oder bei der Betreuung von Personen außergewöhnliche Leistungen geleictet haben. Vorschlagen kann dazu jeder Bürger mit einer entsprechenden Begründung.

Das zuständige Bezirksamt nimmt dann Stellung zum Vorschlag. Heide Siegel ist jedenfalls stolz auf ihre Auszeichnung und verspricht, sich - solange es geht - auch weiterhin im sozialen Bereich zu engagieren.

Marina Heimann

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