Noch keine Entscheidung des EBA, aber:

Dresdner Bahn bleibt dramatisch

Einige Berliner Medien berichteten Mitte August, dass das Eisenbahn-Bundesamt zur ebenerdigen Führung der Dresdner Bahn durch Lichtenrade schon eine Entscheidung getroffen habe. Es fehle nur an einer Veröffentlichung des Beschlusses. Aber, da waren die Zeitungen wohl ihrer Zeit ein wenig voraus. „Dies ist eindeutig falsch“, dokumentierte der Stellvertretende Vorsitzende der Bürgerinitiative Lichtenrade-Dresdner Bahn, Rainer Welz.

„Die Arbeiten zum Planfeststellungsbeschluss für die 560 Millionen Euro teuren Fernbahnstrecke durch Lichtenrade seien weit fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen“ berichtete die Berliner Morgenpost unter Berufung auf
Heike Schmidt vom Eisenbahn-Bundesamt.

Doch, auch wenn die Entscheidung hier etwas schnell herbeigeredet wurde, macht man sich in Lichtenrade keine Illusionen. Vermutlich wird die Entscheidung so fallen. Das Bundesamt prüft vor allem die Tragfähigekit des Konzeptes. Und da ein Antrag auf Tunnellösung von der Bahn gar nicht gestellt wurde, kann es auch hier keine Entscheidung vom Bundeamt geben.

Dass die Bahn nicht einmal den Ansatz einer Planung für eine Tunnellösung erstellt hat, ist letztlich blamabel, sich dann hinterher rauszureden, für eine solche Lösung fehle die Zeit ist dann besonders kurios, hat die Bahn doch die
meiste Zeit für eine Planung verstreichen lassen.

Alle Beteiligten sind sich im Grunde einig, dass eine Lösung nur politisch durchgesetzt werden kann. Und so einig sich alle lokalen Gruppierungen und Parteien sind, so zwiespältig bleibt die Schuldzuweisung, warum es nicht weitergeht.

CDU-Bundestagsabgeordneter Dr. Jan-Marco Luczak sieht „insbesondere das Land Berlin in der Verantwortung und in der Pflicht“ Während sich etwa die Vertreter aller ostdeutschen CDU-Abgeordneten im Bundestag in einem gemeinsamen Brief an Bundesverkehrsminister Dobrindt für den Tunnel ausgesprochen hätten, habe der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) noch kein solch klares Bekenntnis zum Tunnel abgegeben, kitisiert Luszak.

Und auch die Stellungsnahmen von Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) sieht er sehr kritisch.: „dessen ablehnende Äußerungen zum Tunnel haben die Gespräche auf Bundesebene und mit der Bahn außerordentlich erschwert.“

Die SPD auf lokaler Ebene weist die Vorwürfe vehement zurück. Man habe überhaupt kein Verständnis für das Verhalten der CDU in Tempelhof-Schöneberg, die wider besseren Wissens behauptet, der Senat und insbesondere der Regierende Bürgermeister habe nun dafür zu sorgen, dass der Tunnel kommt. „Es ist die Aufgabe des CSU-Bundesverkehrsministers, eine politische Entscheidung zu treffen und eine Tunnellösung für die Dresdner Bahn zu organisieren“, sagt Jan Rauchfuß (SPD). „Herr Dobrinth entscheidet aber nicht nur nichts, er antwortet nicht einmal auf Fragen dazu.“

Für die BI Dresdner Bahn ist ein abgeschlossenes Verfahren quasi eine Initialzündung. „Das ist sozusagen die Baugenehmigung für die Bahn, die dann unmittelbar darauf mit dem Bau beginnen könnte“, erläutert Manfred Beck und gibt ein Beispiel: „Am Flughafen Schönefeld hatten Anwohner gegen den Bau einer Bahnstrecke protestiert, doch schon einen Tag nach der Veröffentlichung des Planfeststellungs-Beschlusses begann die Bahn in einer atemberaubenden Geschwindigkeit mit dem Bau ehe die Anwälte der Gegner des Ausbaues überhaupt reagieren konnten! So läuft das offenbar bei der Bahn!“

Zehn Jahre nach dem Start ist sie nicht mehr wegzudenken

Suppenküche begann mit der Betreuung von 10 Gästen

E„Suppenküche kann mehr als Suppe“, hieß es in der Lichtenrader Internetzeitung zum 10-jährigen Jubiläum der sozialen Einrichtung. Die Lichtenrader Suppenküche bekochte zum ersten Mal am 4. September 2005 zehn bedürftige Gäste. Jetzt kommen, Sonntag für Sonntag, weit über 100 Besucher in den Flachbau am Graben in der Finchleystraße. Hier gibt es Lebensmittel, soziale Wärme und natürlich eine Suppe.

ber Suppenküche kann auch feiern. Einmal jährlich feiern sich die Ehrenamtler selbst und laden Freude und Förderer zum Sommerfest ein. Das 10-jährige Jubiläum ist aber auch für die Suppenküche etwas Besonderes.

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, die stellvertretende Bürgermeisterin und Stadträtin Jutta Kaddatz, die Schriftführerin der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg, Ingrid Kühnemann, und weitere Vertreterinnen und Vertreter der BVV gaben sich die Ehre.

In ihrer kleinen Ansprache dankte die Bürgermeisterin der Suppenküche für ihr Engagement.

Vom Paritätischen Wohlfahrtsverband Berlin überreichte Helmut Forner die Ehrennadel des Verbandes an den Motor der Suppenküche, Alex Benkel-Abeling, stellvertretend für alle ehrenamtlichen Helfer. Stolz verkündet Alex Benkel-Abeling beim Sommerfest, dass sie von der Senatsjugendverwaltung die Anerkennung als Jugendhilfeträger erhalten haben.

Vom Jugendamt besuchte der neue Jugendamtsleiter, Rainer Schwarz, das Fest. Vom Ehrenamtsbüro des Bezirkes war Christine Fidancan dabei.

Viele weitere Gäste kamen zum Fest und gratulierten. So waren auch Lehrer des Georg-Büchner-Gymnasiums dabei, die in den achten Klassen ganz konkret und tatkräftig die Suppenküche, Sonntag für Sonntag, unterstützen.

Der Unterstützer und Förderer der Suppenküche, der ehemalige Jugendstadtrat Dietrich Schippel und Frau, freute sich besonders über die Ehrung der Suppenküche durch den Paritäter.

Der Unternehmer Thomas Schmidt von GeteMO überreichte einen Blumengruß, Andreas Buder vom Partyservice Buder, Selgros Stahnsdorf, Lila Bäcker, Kräuter Kühne und die Salvator-Gemeinde unterstützten das Jubiläumsfest.
Eine ganz besonders leuchtende Unterstützung brachte Feuerwerk-Events mit.

Sie ließen die Festgäste, und sicher auch die Bewohner der angrenzenden Hochhaussiedlung, bei einem schönen Feuerwerk staunen.
Zum Jubiäum wurden auch neue T-Shirts für die Helferinnen und Helfer gespendet.

Thomas Moser
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28. Winzerfest

BUND zeigt fairen Handel

Den Veranstaltern des Lichtenrader Wein- und Winzerfestes ist neben den vielen Weinangeboten, besonderen Musikdarbietungen und kunsthandwerklichen Ständen, auch immer die Präsentation von Informationen von lokalen Initiativen wichtig.

Die BUND-Bezirksgruppe Tempelhof-Schöneberg, der Veranstalter Family & Friends und die AG Bahnhofstraße e. V. wollen bei den Festen in Lichtenrade einen Schwerpunkt auf „Fairtrade“ legen. Sie haben sich auf vielfältige und hochwertige Fairtrade-Stände verständigt, an denen auch Verkostungen stattfinden. Hierbei kann der Zusammenhang zwischen dem Kauf fair gehandelter Produkte und der Verbesserung der Lebensqualität der Produzenten in den Erzeugerländern dargestellt werden. Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg bemüht sich seit einiger Zeit um den Titel „Fairtrade-Town.“

Mit einem Informations- und Verkaufsstand ist die BUND Bezirksgruppe wieder am Lichtenrader Dorfteich dabei, wo sich Interessierte über das Sortiment des Fairen Handels und die Bezugswege informieren können. Auch hier und nicht zuletzt beim Fairtrade-Frühschoppen am Sonntag, den 13. September ab 12.00 Uhr, wird es eine Verkostung geben.

Weiteren Zuwachs erhält der Markt des Fairen Handels von Ethiquable mit ihrem vegan-vegetarischen Programm wie Marmeladen, Ölen, Snacks und Gebäck. Andere Fairtrade-Partner bringen Ledertaschen und Accessoires kubanischer Machart mit. Selbstentworfene Kleidung, Stoffbeutel und anderes entstehen aus fair bezogenen Stoffen, werden mit Siebdruck veredelt und beispielhaft dem breiten Publikum vorgestellt. Gerne werden Wunschtextilien bedruckt, egal welches fair gehandeltes Modell ausgesucht wird. Außergewöhnlicher Fairtrade-Schmuck und kleidsames Zubehör aus Fairem Handel wird aus Seide, Papier, Horn und Knochen, Tagua, Chirilla, Açai oder Baumwolle neu in Eigenproduktion oder im aufwendigen Upcycling-Verfahren hergestellt.

Im Oktober wird in Lichtenrade groß gefeiert

Seit 90 Jahren bietet der TC Tennissport in Lichtenrade

Der Tennisclub Berlin-Lichtenrade Weiß-Gelb ist ein Verein, der in diesem Jahr auf seine 90-jährige Geschichte zurückblicken kann. Das Jubiläum wird am 10. Oktober nun groß gefeiert.

1950 wurde die Erweiterung des bestehenden kleinen hölzernen Unterkunftshäuschens durch massiven Anbau von zwei Umkleideräumen getrennt für Frauen und Männer beantragt. Im Jahr 1951 wird für das Clubhaus der „Antrag auf Erteilung der Erlaubnis zum Ausschank von Bier und alkoholfreien Getränken“ gestellt, da bisher keine Schankerlaubnis erteilt wurde. Der heutige Name des Vereins Tennisclub Berlin-Lichtenrade „Weiß-Gelb“ e.V.“, wird erstmalig in der Satzung vom 7. Februar 1951 erwähnt und erscheint fortan auch auf den Briefbögen des Vereins. Am 1. Juni 1954 wird mit dem Senat von Berlin ein Pachtvertrag für die Tennisanlage Hohenzollernstr. geschlossen.

Dem Protokoll der ordentlichen Hauptversammlung vom 13. März 1961 ist zu entnehmen, das über den Fortbestand des Vereins abgestimmt wurde, da die Pflege und Bewirtschaftung der Anlage nicht gewährleistet werden konnte. Der Verein hatte zu diesem Zeitpunkt 105 Mitglieder, davon 33 Junioren. Die Abstimmung ergab  jedoch ein eindeutiges Votum für den Fortbestand des Vereins.

1975 gab es zwei Jubilare in Lichtenrade. Der Tennisclub wurde 50 Jahre und die 600-Jahr-Feier von Lichtenrade wurde im damaligen beliebten „Tempelhofer Pohlezettel“ angekündigt.

Eine Fülle von Sport- und Vereinsnachrichten finden sich ab Dezember 1983 in den „Clubnachrichten“, deren 1. Heft im Dezember 1983 erschien. Voller Stolz und Freude verkündete der damalige 1. Vorsitzende Manfred Baumgartl das Erscheinen der 1. Ausgabe der TCL-Clubnachrichten. Das letzte verfügbare Heft unter dem Namen
„Clubmagazin“ erschien im Jahr 2010. Alle vorhandenen 75 Clubmagazine bzw. Clubnachrichten stehen zur Einsicht im Büro des TCL bereit.

Einer der größten Höhepunkte in der Geschichte des Tennisclub-Lichtenrade Weiß-Gelb e.V. ist sicher die Errichtung der Tennisanlage im Franziusweg 114-128.

Nach den Erinnerungen des damaligen 1. Vorsitzenden Karsten Braun begannen die ersten Überlegungen, die Tennisanlage Hohenzollernstraße zu erweitern, anlässlich der 50-Jahrfeier im Jahre 1975 statt. Die Ideen gingen von einer Sperrung der Hohenzollernstr. zwischen Paetschstraße und Rangsdorferstraße, um den Platz über die Straße hinweg zu erweitern bis zum Bau einer Neuanlage hinter dem Lichtenrader Reiterverein im Schichauweg.

Wann das Gelände im Franziusweg ins Gespräch kam, lässt sich nicht genau ermitteln. Zu dieser Zeit existierten im Bezirksamt Tempelhof Überlegungen, interessierten Sportvereinen Bauland in der Peripherie zur Verfügung zu stellen. Der TC Lichtenrade hatte Interesse angemeldet und führte erste Gespräche mit dem Architekten.

Eine Mitgliederversammlung 1978 lehnte die Errichtung einer neuen Anlage im Franziusweg ab. Nach dieser Ablehnung ist in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Tempelhof, dem Landessportbund, dem Senator für Jugend und Sport und den Verantwortlichen des Vereins das Bauvorhaben in etwas verkleinerten Form erneut auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung vorgestellt worden.

Diesmal wurde der Vorschlag, wie das Schreiben vom 8.4.1978 an das Bezirksamt Tempelhof zeigt, angenommen.
Am 25. Mai 1979 wurde der Bauantrag eingereicht und am 24.06.1980 wurde der Pachtvertrag mit dem Bezirksamt abgeschlossen.

Als Gesamtkosten wurden 5.600.000 DM veranschlagt. Am 10.3.1981 wurde mit den Erdarbeiten begonnen. Die Grundsteinlegung für das neue Clubhaus und das Richtfest für die neue Tennishalle fanden am 10.9.1981 statt. Die Einweihung der neuen Tennisanlage konnte am 16. September 1982 gefeiert werden.

Durch den Spielbetrieb kam es wegen der Lärmbelästigung zu Ärgernissen mit den Anrainern; dies führte letztendlich vor dem Verwaltungsgericht Berlin zu einer Verwaltungsstreitsache. Das vor dem Verwaltungsgericht Berlin rechtskräftig durch Vergleich ergangene Urteil vom 28. September 1984 enthielt für die Anlage Franziusweg zeitliche Auflagen für den Spielbetrieb, die noch bis heute gelten.

Das erste Ehrenmitglied wurde 1987 Brigitte Drescher. Am 14. September 1989 wird der Bauantrag für die Errichtung einer 2-Feld Traglufthalle für die Wintersaison gestellt. Die Baugenehmigung erteilte das Bau- und Wohnungsaufsichtsamt Tempelhof am 9.11.1989.

Am 14. März 2002 wird der Antrag auf Genehmigung zum Bau einer neuen 3-Feld Traglufthalle bei der Bauaufsicht Tempelhof/Schöneberg eingereicht. Die Genehmigung zum Bau wird im April erteilt und die Errichtung der Halle wird im November verkündet.

(wird fortgesetzt)

Thomas Moser
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Lichtenrader Lokal mit interessanter Vergangenheit

1911 eröffnete Wilhelm Bohm eine Gaststätte in Lichtenrade

Das Restaurant Bohm in der Krusauer Straße in Lichtenrade bietet nicht nur ein attraktives Innenleben, sondern auch eine mindestens ebenso interessante Geschichte.

Der Gastwirt Wilhelm Bohm erhielt 1890 in Berlin sein Diplom als „Berliner Weissbierwirth“ (Diplom zu Herstellung von Berliner Weisse) und eröffnete daraufhin im Jahre 1891 nacheinander seine Gaststätten in der Admiralsstraße, in der Französischen Straße und in der Keith/Ecke Kurfürstenstraße. 1909 wählte man Wilhelm Bohm zum Vorstand des Verbandes der Berliner Weissbierwirthe.

1911 zog es Wilhelm Bohm in die Provinz nach Lichtenrade um hier sein viertes Wirtshaus „Zum Lindengarten“ zu Silvester des Jahres 1912 in der damaligen Kantstraße (seit 1931 Krusauer Straße) zu eröffnen. Zu dieser Zeit gehörte Lichtenrade noch zu den 133 Teltowdörfern und bestand zum größten Teil aus Feldern.

Die Frage stellt sich natürlich, warum ein erfolgreicher Gastwirt inmitten von Feldern seine vierte Gaststätte eröffnen wollte. Wahrscheinlich erkannte er die Zeichen der Zeit. Das Bauland war günstig und im Zuge der Eisenbahnverbindung von Berlin nach Dresden hatte Lichtenrade bereits eine Station mit Bahnhof bekommen.

Die Schöneberger Schlossbrauerei betrieb seit 1899 ihre Mälzerei mit dazugehörigem Ausschank direkt am Bahnhof. Das Geschäft mit dem Bier boomte und Lichtenrade entwickelte sich durch den Zuzug von Handwerkern und Häuslebauern zusehends. Zudem erlangte der Vorort von Berlin durch die Eisenbahnanbindung einen hohen
Stellenwert als Naherholungsgebiet.

Durch die Rationalisierung der Rohstoffe stagnierte im Ersten Weltkrieg die Brauwirtschaft, für die Mälzerei am Bahnhof bedeutete das sogar das Ende.

Nach dem Ersten Weltkrieg erholte sich das Braugewerbe ein wenig und Lichtenrade wurde 1920 nach Berlin eingemeindet. In den 1920er Jahren begann auch weit ab vom Bahnhof eine rege Bautätigkeit. Den Leuten ging es merklich besser. Sie gründeten Vereine, um sich in ihrer Freizeit Gleichgesinnten anschließen zu können. In einer Vereinsgemeinschaft gab es natürlich immer einen Grund zum Feiern.

Auf Anraten des damaligen Lichtenrader Gesangvereins baute Wilhelm Bohm auf seinem Grundstück einen Saal für 350 Personen, um dort Feste veranstalten zu können. 1936 übernahm Georg Bohm die Gaststätte von seinem Vater. Leider zerstörter der 2. Weltkrieg alle vier Häuser der Familie Bohm. Es schien unmöglich, unter den damaligen Gegebenheiten die Gaststätten in der Innenstadt von Berlin wieder aufbauen zu können, zumal Georg Bohm in Kriegs gefangenschaft geraten war. Deshalb widmete er sich nach seiner Heimkehr im Jahre 1948 ausschließlich dem Wiederaufbau des zerstörten Gasthauses in der Krusauer Straße in Lichtenrade. Hier hatte Anfang 1940 der Einschlag einer Bombe auf dem Nachbargrundstück das Dach und den Saal zerstört. Der Aufbau des Hauses zog sich bis zum Jahr 1950 hin, in dem auch der jüngste Sohn, Thomas, geboren wurde.

Beim Wiederaufbau wurde der Eingang von der Straßenecke in die Krusauer Straße verlegt. Gesundheitliche Gründe zwangen Georg Bohm kürzer zu treten und es blieb ihm nichts anderes übrig, als sein Restaurant ab 1968 über viele Jahre zu verpachten, in der Hoffnung, dass sein Sohn Thomas eines Tages den Betrieb übernehmen würde. Dieser absolvierte eine Ausbildung im Hotel Kempinski und sammelte Erfahrung in Südwestafrika.

Auf Bitten seines Vaters kehrte er 1974 zurück und übernahm die Gaststätte, die jetzt unter dem Motto „Feste feiern bei Bohm“, wieder in alter Familientradition betrieben wurde.

(wird fortgesetzt)

Marina Heilmann

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