Aktives Zentrum - Bürger engagierten sich für ein neues Lichtenrade

Verkehrsentwicklungskonzept, Kümmerer und Autobriefkasten

Die Bahnhofstraße in Lichtenrade soll sich verändern: So könnte der Konsens aller Beteiligten der Bürgerkonferenz lauten. Zur Zukunft der Einkaufsstraße wurde für den 24. Januar 2015 zu einer Bürgerkonferenz eingeladen und circa 150 Lichtenrader folgten der Einladung. Im Rahmen der vierstündigen Veranstaltung konnten in einer überwiegend konstruktiven Art und Weise Argumente ausgetauscht und die weiteren Schritte geplant werden.

Die Aula des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums in Lichtenrade war gut gefüllt. Bürgerinnen und Bürger und viele Vertreter von Initiativen und Vereinen waren gekommen. Für einen guten und fairen Ablauf der Veranstaltung sorgten „die raumplaner“ und besonders die Hauptverantwortliche Sabine Slapa. Das Ergebnis war eine lebendige produktive Bürgerveranstaltung um die Zukunft von Lichtenrade. Kränkungen und Enttäuschungen der letzten Monate, die zwischen den verschiedenen Gruppen auch im Zusammenhang mit den Straßenfesten entstanden sind, blieben weitestgehend außen vor.

Die Stadträtin für Stadtentwicklung, Dr. Sibyll Klotz, zeigte ihre Zufriedenheit über die engagierte Lichtenrader Bürgerschaft. In ihrer Eröffnung wies sie darauf hin, dass Grabenkämpfe zwischen den verschiedenen Gruppen die finanzielle Förderung verhindern beziehungsweise gefährden würde. Sie äußert auch ihr Unverständnis über die Äußerungen von Verkehrssenator Andreas Geisel. Geisel lehnte den Tunnel für die Dresdner Bahn aus zeitlichen und finanziellen Gründen ab.

Die erste Viertelstunde der Bürgerkonferenz wurde so auch für Diskussionen über die Dresdner Bahn verwandt. Von der Bürgerinitiative Dresdner Bahn setzte sich der Vorsitzende Manfred Beck für den Tunnel ein: „Alles andere macht die Bahnhofstraße kaputt!“ Er erklärte, dass die Aspekte der Dresdner Bahn bei den Diskussionen berücksichtigt werden müssen. Beck machte aber auch klar, dass der Verein nicht die Entwicklungen in der Bahnhofstraße blokkieren will.

Auch Stadträtin Klotz stellt fest, dass die Dresdner Bahn nie ausgeklammert werden kann. Andererseits ist ungewiß, wann diese Frage entschieden wird und dass keine weiteren 15 Jahre mehr gewartet werden kann: „Es geht um die Attraktivität der Bahnhofstraße und darum muss man kompromißbereit sein“, und dabei sei die 100-prozentige Förderung der Aktiven Zentren ein Riesenvorteil.

Sabine Slapa von den ‘raumplanern’ machte Druck, In Lichtenrade müssten schnell erste Ergebnisse erzielt werden, da schon für die zweite Jahreshälfte Gelder für weitere Planungen zur Verfügung stehen könnten.

Die Veranstaltung ging dann in vier Arbeitsgruppen weiter. Hier wurden intensiv die Details diskutiert. In der ersten Phase entwikkelte man Handlungsbedarfe in den Themenfelder Handel und Gewerbe, Mobilität und Verkehr, Baukultur, Gestaltung und Lebensqualität. Erst wurden Stärken und Schwächen analysiert, dann ging es in einer zweiten Runde um konkrete Maßnahmen.

In vielen Beiträgen aus den Arbeitsgruppen ging es um die fehlende Aufenthaltsqualität in der Bahnhofstraße und um Ideen, wie man dies verbessern kann. Heute fahre „der typische Lichtenrader“ zu einem Geschäft, in eine Apotheke oder zum Arzt und dann wieder nach Hause, so bemängelten die Teilnehmer. Eine „Verweilkultur“ im Sinne von Flanieren gäbe es nicht.

Es wurden Möglichkeiten angesprochen, um die Identifikation mit dem Kiez zu erhöhen. Eine Arbeitsgruppe Kultur könnten diese Fragen und Ideen zukünftig bündeln. In der Zusammenarbeit aller Händler und Grundeigentümer sollten die Aspekte der Aufenthaltsattraktivität diskutiert werden. Maßnahmen im privaten Bereich werden aber im Zweifel schwerer durchzusetzen sein. Im öffentlichen Raum könnte dies schneller gehen und eine Strahlkraft für andere Projekte sein. Konkret wurde der kleine Park gegenüber vom S-Bahnhof Lichtenrade genannt, der ein stiefmütterliches Leben führt. Ein Spielplatz könnte dort die Attraktivität erhöhen.

In dem Zusammenhang wurde deutlich, dass die Bahnhofstraße in einem größeren Abschnitt betrachtet werden muss. Dieser würde dann von der Prinzessinnen-/Hilbertstraße bis zur „Lichtenrader Spinne“ beim Café Obergfell
gehen.

Die Erarbeitung eines Verkehrsentwicklungskonzeptes wurde als eine wesentliche Maßnahme für die nächste Zukunft eingestuft. Es geht dabei um die Einbeziehung der Interessen aller Bevölkerungsgruppen. Ein Geschäftsstraßenmanagement mit einem „Kümmerer“ müsste sich mit schnell umzusetzenden konkreten Maßnahmen auseinandersetzen.

So wurde in einem Vorschlag als Stauvermeider vor der Post ein „Drive-In-Briefkasten“ an der Tankstelle angeregt.

Für die Aufenthaltsqualität in der Bahnhofstraße könnte eine Art „Runder Tisch“ für ein konstruktives Miteinander sorgen. Das aktive bezirkliche Kinder- und Jugendparlament wird bei der weiteren Diskussion beteiligt werden. Ein Expertenworkshop wird am 12. Februar die angesprochenen Punkte vertiefen und konkretisieren.

Die von den Arbeitsgruppen gewählten Vertreterinnen und Vertreter haben die Aufgabe, die Ergebnisse der Gruppe zu kommunizieren. Sie sind in diesem Zusammenhang nicht als Interessenvertreter ihrer Initiativen und Vereine gefordert. Am Schluss der Bürgerkonferenz wurden die Maßnahmen von allen Teilnehmern bewertet. Die meisten Punkte erhielten der Vorschlag für ein Verkehrsentwicklungskonzept und für die Entwicklung eines Geschäftsstraßenmanagements.

Thomas Moser
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So geht es weiter:
Für den 31. März ist ein Bezirksamtsbeschluss zum ISEK geplant. Das Bezirksparlament soll am 22. April abstimmen, bevor am 30. April in einer Abschlussveranstaltung die Bürger informiert werden.

Dresdner Bahn: Diskussion um Tunnel neu angeheizt

Aufregung um Äußerung vom neuen Senator Andreas Geisel

Das hat in Lichtenrade wie eine Bombe eingeschlagen! Der neue Verkehrssenator Andreas Geisel (SPD), keine hundert Tage im Amt, machte sich nicht nur im Ortsteil keine Freunde, auch in der Koalition dürfte ihm der Wind ins Gesicht wehen. Die BVV im Bezirk hat sofort eine parteiübergreifende Resolution beschlossen, die für den Tunnel eintritt.

Besonders ärgerlich ist, daß Geisel die Diskussion ohne Not anheizt. War doch gerade die Bahn in Richtung Tunnel geschwenkt.  Kommt jetzt solch ein Signal aus Richtung Politik kann das natürlich alles zunichte machen.

Dabei liegt Geisel mit seinen Argumenten zum Teil so daneben, daß man ihm nicht nur jegliches politische Gespür absprechen muß, sondern auch die nötige Sachkenntnis.

Recht hat er in einem Punkt, die Tunnellösung wird vermutlich teurer als eine ebenerdige Bauweise, wobei noch niemand bislang tatsächlich glaubhafte Zahlen vorgelegt hat und nicht berücksichtigt wird, daß - falls die BI Dresdner Bahn letzendlich Recht bekommt - oberirdisch so viel nachgebessert werden muß, daß selbst das Kostenargument letzlich nicht einmal punktet.

Der Senator sieht eine vier Jahre langen Unterbrechung der S-Bahn und sieht, dass sich das Baumaterial in unzähligen Lastwagen durch die Straßen von Lichtenrade quälen würde.

„Die Begründung zeugt leider von fehlender Ortskenntnis und geht von falschen Voraussetzungen aus“, kritisiert dazu Frank Behrend, Vorsitzender des Grundeigentümervereins Lichtenrade. Der Bau eines Tunnels würde im Schildvortrieb erfolgen, so dass die S-Bahn während der Bauzeit weitgehend ungestört fahren könne.

Und das Zeitproblem anzusprechen ist schon perfide. Die Bahn läßt das Projekt seit 15 Jahren quasi ruhen, und jetzt sollen die Lichtenrader sagen, wir haben Verständis, dass jetzt endlich schnell gebaut werden muß, da verzichten will halt auf Wohnqualität.

Und Geisel berücksichtigt bei seinen Überlegungen schon gar nicht, daß durch den Rechtsstreit, der bei ebenerdiger Bauweise unausbleiblich ist, eine deutliche Verzögerung der Baumaßnahmen einträte, selbst wenn die Bahn am Ende siegen würde. Daß die Kosten in dieser Zeit nicht stehen bleiben, weiß man von anderen Projekten.

Besonders ärgerlich ist der Vorstoß des Senators, weil sich gerade in den langwierigen Gesprächen mit der Bahn ein Hauch von Hoffnung abgebildet hatte.

In einem Schreiben vom 17. Juli 2014 schlugen Manfred Beck und Rainer Welz von der BI die Gründung eines Projektbeirates vor. Staatssekretär Michael Odenwald teilte am 26. August zwar mit, dass die Notwendigkeit eines solchen Projektbeirates „derzeit nicht gegeben ist.“ aber, es heißt auch, dass es eine Fortsetzung der gespräche geben wird. „In dem Gespräch zwischen dem Bund, der Deutschen Bahn AG und dem Land Berlin zu den Randbedingungen für ein mögliches Umschwenken auf eine von Ihnen für den Ortsteil Lichtenrade geforderte Tunnellösung wurde vereinbart, das nach einer gutachterlichen Aufbereitung der Tunnelvarianten durch die Deutsche Bahn AG insbesondere zum vorgeschlagenen „kurzen Tunnel“ das Gespräch im Spätherbst 2014 fortzusetzen.“ Nach Abschluss dieser Gespräche signalisierte man wieder weitere Gesprächsbereitschaft mit der BI Dresdner Bahn. Diese Gespräche erwartete man für das Frühjahr 2015.

Thomas Moser
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10 Jahre Kiez-Website: www.Lichtenrade-Berlin.de

Nach ‘handgestricktem’ Anfang folgte professioneller Auftritt

Das Kiez-Webportal für Lichtenrade www.lichtenrade-berlin.de feiert in diesem Februar sein 10jähriges Jubiläum. Im Jahre 2005 wurde die Webseite freigeschaltet.

Seit dieser Zeit hat sich das Lichtenrade-Portal beachtlich gemausert und die Kinderkrankheiten überwunden.

Quasi im Schlaf kam Initiator und Macher, Thomas Moser, auf die Idee, den Ortsteil Lichtenrade im Internet lebendig werden zu lassen. Vor zehn Jahren sahen viele Websites, auch von offiziellen Stellen, eher einfach und simpel aus. Viele Informationen fehlten noch. Über Lichtenrade gab es im Netz gar nichts. Ahnung von der Internettechnik hatte Moser noch keine. Aber er wusste, was er wollte: „Ich habe schon geahnt, dass es über Lichtenrade viel zu erzählen gibt. Ich bin ja auch überzeugter Lichtenrader.“

Die erste Version des Internetauftritts war sozusagen „handgestrickt.“ Aber es waren schon viele Informationen und einige historische Inhalte hinterlegt. Es wurde immer wieder über einige aktuelle Geschehnisse, eher einfach und kurz, informiert. Thomas Moser: „Damals dachte ich noch, dass ich mit wenig Zeitaufwand das Kind oder besser die Website schaukeln werde.“ Das sollte sich als Trugschluss beweisen, denn die mittlerweile kleine Lichtenrader Institution ist mit viel Arbeit und Engagement verbunden.

Schnell war klar, dass die erste Technik der Website nicht ausreichte. Mit dem ehrenamtlichen  Einsatz von Vivienne Drübbisch wurde die Website den technischen Anforderungen angepasst und modern gestaltet. Moser ist immer noch sehr dankbar für die große Unterstützung von Vivienne Drübbisch. Mittlerweile überlegt Thomas Moser: „Nach 10 Jahren müsste die Website wieder modernisiert werden.“ Das ist der größte Wunsch von Thomas Moser für die nächste Zukunft.

Thomas Moser (58) arbeitet im Jugendamt und widmet sich in seiner Freizeit voll und ganz der Website und den mittlerweile sehr vielen Kontakten im Ortsteil: „Die eigenen Kinder sind groß und die Website ist mehr als nur ein Hobby geworden.“ Seine Frau, die ihn dabei sehr unterstützt, muss ihn ab und zu zügeln, damit auch noch  gemeinsame Zeit übrig bleibt.

Die historischen Berichte wurden in den 10 Jahren sehr stark ausgebaut. Viele, auch ehemalige Lichtenrader, steuerten Beiträge zur lebendigen Gestaltung der Website bei: „Auch gab es verschiedene Kontakte ins Ausland.“ Für ehemalige Lichtenrader lebt mit der Website die alte Heimat weiter. Als schönsten Erfolg findet Thomas Moser immer noch, dass auch auf seine Anregung hin der „Hermione-von-Preuschen-Platz“ seinen Namen erhalten hat. Hermione von Preuschen (1854 – 1918) war eine Lichtenrader Künstlerin, die viele Jahre in Lichtenrade gelebt hat.

Der Schwerpunkt der Berichterstattung von Thomas Moser sind mittlerweile aktuelle Berichte über Lichtenrade. Zu vielen Terminen wird Moser gerne eingeladen, weil man dann auf einen Bericht und Fotos hofft: „Ich hätte nie gedacht, dass ich in dieser Zeit so viele interessante Leute kennenlerne und so vielfältige Kontakte knüpfen kann. Das ist eine große Bereicherung für mich!“

Mosers Anspruch ist jedoch nicht nur eine „bunte“ Berichterstattung, sondern er fühlt sich journalistischen Grundsätzen verpflichtet. So musste er ab und an die Erfahrung machen, dass er für seine Berichterstattung nicht nur geliebt wird: „Das war für mich als harmoniesüchtiger Mensch schon anfangs schwierig.“ Aber meistens ist Thomas Moser doch gerne gesehen und die Berichte werden begierig gelesen.

In den zehn Jahren hat Thomas Moser auch den Lichtenrader Pressedienst „BerLi-Press“ gegründet. Unter diesem Logo ist er im Berliner Kulturleben unterwegs und berichtet über bezirkliche und überbezirkliche Events. Viele Berichte über Lichtenrade werden im beliebten „Lichtenrader Magazin“ veröffentlicht.

Über zwei Jahre unterstützte Moser das Projekt der Leserreporter bei der Berliner Morgenpost und war in Tempelhof-Schöneberg unterwegs: „Das war eine besonders interessante Zeit. Wäre schön, wenn das Projekt wieder aufgenommen werden könnte.“ Hier sind über hundert Beiträge von ihm veröffentlicht worden.

Beim Haus-Newsletter „Werdi“ vom MedienPoint Tempelhof hat Moser eine eigene Kolumne. Auch im Internetradio ist Moser mit Berlin-Tipps vertreten. Für den „Schreiber“ ein ganz neues Medium.

Im Rahmen seiner dienstlichen Funktion im Jugendamt bringt sich Moser zusätzlich in die Redaktion des Jugendamtes mit ein. Hier erscheint die Veröffentlichung „KiTS“ mit Berichten über die Jugendhilfe im Bezirk.

Thomas Moser hat in seiner journalistischen Tätigkeit seine Erfüllung gefunden: „Für mich ist klar: Im Ruhestand, der ja noch eine ganze Zeit auf sich warten lässt, werde ich keine Langeweile haben!“

Sein liebstes Kind ist jedoch die nicht kommerzielle Lichtenrader-Website: „Und darauf bin ich auch ein bisschen stolz!“

Info: www.lichtenrade-berlin.de

Baumfällung zu besten Tatortzeit am Sonntag

Tief ‘Felix’ wütete auch in Lichtenrade

Das Sturmtief Felix hielt drei Tage lang die Berliner Feuerwehr vor allem im Westteil in Trab. Ab 14 Uhr am 9. Januar galt erneut der wetterbedingte Ausnahmezustand für die Berliner Feuerwehr. Einsätze wurden von der Leitstelle nach Prioritäten mit Einsatzkräften und Fahrzeugen beschickt - Einsatzstellen mit Verletzten und der Gefahr für Menschenleben hatten Vorrang.

Die Freiwilligen Feuerwehren wurden in den Dienst gerufen und verdoppelten die Personalstärke. Zusätzlich zu den 550 Kräften der Berufsfeuerwehr waren 500 Wehrmänner der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz.

Bis 17.00 Uhr gab es 165 Mehreinsätze neben den 1300 normalen Einsätzen, am Samstagabend kamen noch einmal 286 Einsätze hinzu.

Zwischen den S-Bahnhöfen Tempelhof und Südkreuz kollidierte eine S-Bahn mit mehreren Bäumen und entgleiste. Der Triebwagenführer wurde verletzt. Die 100 Fahrgäste blieben unverletzt und wurden durch die Feuerwehr in Sicherheit gebracht und durch den leitenden Notarzt am Bahnhof Südkreuz untersucht. Der Zugverkehr war in diesem Bereich gesperrt.

Und auch am Sonntag nach dem Abklingen des Sturmes gab es noch einiges zu tun.

So wurde unter anderem in Lichtenrade zur besten Tatortzeit am Sonntagabend in der Prinzessinnenstraße ein Baum gefällt, der umzustürzen drohte.

1Suppenküche ‘feiert’ in diesem Jahr ihr 10jähriges

Heilige drei Könige besuchten die Lichtenrader Suppenküche

Zum Jahresbeginn besuchten die Sternsinger vom Kindermissionswerk traditionell die Suppenküche Lichtenrade am Graben in der Finchleystraße 11, die in diesem Jahr 10 Jahre alt wird. Gekleidet als „Die Heiligen Drei Könige“, sangen die Kinder und segneten das Haus und dessen Besucher.

„Segen bringen, Segen sein“ - Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit! So lautet das Motto der diesjährigen Aktion vom Dreikönigssingen, an der sich die Mädchen und Jungen als Sternsinger und zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in etwa 12.000 Pfarrgemeinden beteiligten.

In Lichtenrade wurden über 100 Haushalte und verschiedene Institutionen besucht. Die Kinder kommen hauptsächlich von der katholischen Salvator-Gemeinde und einige von der evangelischen Gemeinde in Lichtenrade.

Nach der Weihnachtsgeschichte (Matthäus-Evangelium) wurden die Weisen aus dem Morgenland durch den Stern von Betlehem zu Jesus geführt: „Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt.“

Nun reisen nach einer katholischen Tradition Kinder singend durch die Straßen und tragen symbolisch den Stern als Zeichen für Christus mit sich.

„20*C+M+B+15“ schreiben Sie über Wohnungseingangstüren. Lateinisch stehen die Buchstaben C+M +B für „Christus Mansionem Benedicat“ – Christus segne dieses Haus. Im Volksmund spricht man hingegen auch von einer
Bezeichnung für die 3 Könige „Caspar, Melchhior und Balthasar“.

Die jungen Könige bekamen in der Lichtenrader Suppenküche als Dank für Ihren Besuch eine Suppe ausgeschenkt. Eine zusätzliche Gabe kam diesmal nicht von den drei Weisen aus dem Morgenland, sondern vom Vertreter der „AOK Nordost – Die Gesundheitskasse“. Niederlassungsleiter Marko Bertram überreichte einen symbolischen Scheck an die Leiterin der Suppenküche, Alex Benkel-Abeling. Seit einigen Jahren verschickt die AOK keine Weihnachtskarten mehr. Stattdessen werden wohltätige Organisationen unterstützt. So kamen 600 Euro zusammen, die Marko Bertram mitbringen konnte. Bertram erläutert: „Mitarbeiter schlagen einen Verein oder eine Institution vor. Drei Vereine werden berücksichtigt und in diesem Jahr war die Suppenküche dabei.“

Marko Bertram überzeugte sich davon, dass die Suppenküche das Geld dringend benötigt und dass es hier gut angelegt ist. Sonntag für Sonntag werden Bedürftige beköstigt und erhalten danach auch Lebensmittel, die von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in der Woche von den Geschäften eingesammelt werden.

Mittlerweile kommen hier durchschnittlich 150 Gäste. Mit 10 Besuchern fing es vor 10 Jahren an. In der Suppenküche muss man seine Bedürftigkeit nicht nachweisen. Wie Frau Benkel-Abeling betont, gehöre dies zum Konzept der Suppenküche. Armut sei nicht eine Frage von Bescheinigungen. Wenn man die Suppenküche jedoch besucht, sieht und spürt man, wie Armut aussieht. Marko Bertram von der AOK wurde das Konzept erläutert und durch die Suppenküche geführt.

In der Suppenküche sind über 50 ehrenamtliche Helfer aktiv. Neue Unterstützung ist hier immer gerne willkommen. So sucht die Suppenküche auch jemand, der die Homepage pflegt und aktuell hält.
Die Öffentlichkeitsarbeit ist für diese Institution, die sich nur über Spenden finanziert, überlebenswichtig.

Jetzt kann sich die Suppenküche erstmal darüber freuen, dass ihnen am 25. Februar der mit 1.000 Euro dotierte Förderpreis vom Bezirk Tempelhof-Schöneberg überreicht wird.

Thomas Moser
www.lichtenrade-berlin.de
Lichtenrader Internetzeitung - Nachrichten und vieles Neues

Infos: www.sternsinger.org und www.aok.de/nordost/index.php

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