Grundeigentümer-Verein änderte seinen Namen

Alter Name war kompliziert und nicht mehr zeitgemäß

Bereits im Frühjahr 2014 hatten die Mitglieder des Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümervereins Berlin-Lichtenrade e.V. eine Namensänderung beschlossen, jetzt wurde sie durch Eintragung in das Vereinsregister umgesetzt. Der Verein heißt nunmehr Grundeigentümerverein Berlin-Lichtenrade e.V.. Warum diese Namensänderung beschlossen wurde, erläutert der Vorsitzende Frank Behrend: „Wir mussten feststellen, dass unser langer Name nicht mehr zeitgemäß ist. Der Vereinsname wurde im täglichen Umgang häufig in unterschiedlicher Weise abgekürzt. Oder aber – was bei offiziellen Anlässen auch peinlich wirken kann – verhakte sich ein Redner bei unserer Namensnennung.“ Der jetzige Name ist einfach und leicht zu merken. Im Zuge der Namensänderung wurden auch das Logo sowie die Internetseite (www.hwgv-lichtenrade.de) neu gestaltet.

Schulfrei für die Schüler des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums

Bei Bauarbeiten auf dem Schulhof wurde eine Granate gefunden

Schulfrei wegen eines Granatenfundes. Das gibt es in Lichtenrade nicht so oft. Was bei den Schülerinnen und Schülern für Freude gesorgt hat, hat bei den Eltern eher Sorgen ausgelöst. Während Bauarbeiten auf dem  Grundstück des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums in der Rehhagener Straße hat man am 13. Oktober eine Granate gefunden. Die Schule wurde geräumt und anschließend wurde die Granate gesprengt.

Schulfrei für die Schüler des Ulrich-von-Hutten-Gymnasiums Bei Bauarbeiten auf dem Schulhof wurde eine Granate gefunden Die Panzerfaust aus dem Zweiten Weltkrieg hatten Bauarbeiter auf dem Schulgelände an der  Rehagener Straße entdeckt. Die Experten der Polizei sprengten die Granate noch am Fundort. In Berlin und Umland werden immer wieder Blindgänger aus dem Krieg gefunden. Experten rechnen in Berlin noch mit Tausenden explosiven Kriegsresten.

Nach der Sprengung macht Vivien Zundãns einige Fotos. Die Mutter schreibt in Facebook: „Das Hauptgebäude wurde geräumt. Nur meine Süßen im Pavillon hatten normalen Unterricht.“

Thomas Moser
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Im nächsten Jahr wieder zwei Konzerte angekündigt

Standing Ovations für das Musikcorps

Das Bundeswehrorchester kam nach Lichtenrade. Die Freude war groß, dass diese Tradition weiterleben kann.

Nach der Umstrukturierung der Musikkorps bei der Bundeswehr hatte sich im Mai die Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße wieder um ein Benefizkonzert beworben. Der Musikeinsatz, jetzt in Bonn ansässig, hat in diesem Jahr das Heeresmusikkorps Neubrandenburg für ein Konzert zur Verfügung gestellt.

Das Heeresmusikkorps Neubrandenburg musiziert im Rahmen des protokollarischen Dienstes, bei truppendienstlichen Anlässen und zur Betreuung der Truppe. Als „klingender Botschafter” des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern und der Stadt Neubrandenburg tritt das Musikkorps darüber hinaus im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit national sowie international auf.

Die Aktionsgemeinschaft freut sich, dass sie die Tradition im 14. Jahr fortsetzen kann. 13 Jahre lang war das Luftwaffenmusikkorps IV zu Gast, das im März des Jahres aufgelöst wurde. Am 14 Oktober fand das Konzert mit dem Heeresmusikkorps Neubrandenburg unter Leitung von Oberstleutnant Christian Prchal im  Gemeinschaftshaus Lichtenrade statt.

Die Schirmherrschaft hatte die Bezirksverordnetenvorsteherin Petra Dittmeyer. Der gesamte Erlös kommt wieder wohltätigen und sozialen Zwecken in Lichtenrade zugute.

Angelika Heigl von der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße: „Es war geradezu grandios! Vor allem nach der Halbzeit-Pause wurde dem begeisterten Publikum von Dixieland-Jazz über Beatles-Medley und Frank Sinatra Evergreens ein breites Repertoire mit großartigen Solisten geboten. Der Dirigent Oberstleutnant Christian Prchal hat durch seine charmante und humorvolle Art die Herzen der Lichtenrader im Sturm erobert! Nach drei Zugaben gab es Standing Ovation. Erst um 22.30 Uhr war Schluß. Ein unvergesslicher Abend!“

Angelika Heigl kann erfreut berichten, dass der Aktionsgemeinschaft und Lichtenrade in einem anschließenden Gespräch für das nächste Jahr wieder wie gewohnt zwei Konzerte im Mai und November in Aussicht gestellt wurden.

Thomas Moser
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Komplimente gab es auch aus der Weinregion am Rhein

Schöneberger Weinberg scheint ein gutes Tröpfchen zu geben

Der Wein vom Schöneberger Weinberg wurde geerntet. Und es scheint ein gutes Tröpfchen zu werden.

Zur Weinlese hatten die ehemaligen Schöneberger Bürgermeister, Rüdiger Jakesch und Michael Barthel, zusammen mit der amtierenden Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg, Angelika Schöttler, aufgerufen. In der Gartenarbeitsschule am Sachsendamm werden seit Jahren die Rebstöcke gehegt und gepflegt. Mittlerweile ist der Wein in Bad Kreuznach, der Partnergemeinde von Tempelhof-Schöneberg, angekommen und wird dort gekeltert. Die „Allgemeine Zeitung“ (Rhein Main Presse) berichtet in der Ausgabe vom 16. Oktober 2014 ganz begeistert von der guten Qualität des Produktes. Peter Cech, PR & Marketing Winzergenossenschaft Rheingrafenberg, zu den gelieferten Trauben: „Von der fachlichen Pflege ihres Weinbergs verstehen sie etwas.“ Die Weinernte wurde von Reiner Jäck, der in diesen Tagen 75 Jahre alt geworden ist, mit einem Kleintransporter zur Winzergenossenschaft Rheingrafenberg angeliefert. Jäck gilt als Ideengeber, Organisator und Macher, hat jahrelang beim Berliner Wirtschaftssenator Elmar Pieroth im Büro gearbeitet und ist so etwas wie ein Botschafter in Berlin für Nahe-Weine. Sechs Stunden Fahrt, einschließlich einiger Staus, waren von Berlin ins Rhein-Main-Gebiet zu bewältigen. Die erforderlichen amtlichen Begleitpapiere zum Transport des Weines hatte er natürlich dabei, denn Wein darf man in Deutschland nicht so einfach durch die Gegend fahren.

Die Waage der Winzergenossenschaft zeigte deutlich mehr als 500 Kilogramm an und das Mostgewicht der Riesling-Trauben wurde mit über 80 Grad Oechsle, einem beachtlichen Ergebnis, ermittelt. Der Wein wurde in Meddersheim von Harald Skär, Presse und Öffentlichkeitsarbeit des Landkreises Bad Kreuznach, dem zweiten Vorsitzenden der Winzergenossenschaft Rheingrafenberg Rainer Schönheim und dem geschäftsführenden Vorstand Helmut Weck empfangen. Alle packten beim Entladen tatkräftig mit an.

Auf dem Schöneberger Weinberg wird die Anlage streng beobachtet und rechtzeitig werden Fäulnisnester rausgeschnitten. Die ehemaligen Schöneberger Bürgermeister und der Förderkreis beobachten aufmerksam das Wachstum. Der Weinberg wurde auf Initiative des damaligen Bezirksbürgermeisters Rüdiger Jakesch angelegt und seit der Zeit wird der „Schöneberger Nahe-Freund“ liebevoll gepflegt. 2013 feierte der Weinberg sein 25jähriges Jubiläum. Die Partnergemeinde Bad Kreuznach hatte sich von Anfang an bereiterklärt, die Produkte der Schöneberger weiterzuverarbeiten. Nicht alle Ergebnisse waren von Anfang an Gaumenfreuden, aber mittlerweile kann sich der Wein aus Berlin durchaus sehen und schmecken lassen. Das fertige Produkt der 200 Rebstöcke steht im Bezirk Tempelhof-Schöneberg dann jedoch nur für repräsentative Zwekke zur Verfügung.

Jetzt werden die Trauben aus Berlin, wie schon seit vielen Jahren, in der Winzergenossenschaft Rheingrafenberg in Meddersheim gekeltert und ausgebaut. Wenn der Wein nach einigen Monaten ausgebaut und gereift ist, wird er in Flaschen abgefüllt und begibt sich wieder auf die Reise nach Berlin ins Rathaus Schöneberg. Dann kann man sich auf einen hervorragenden Riesling freuen, sofern man bei einer Verköstigung dabei sein darf.

Eine gelebte und lebendige Partnerschaft Berlin-Tempelhof-Schöneberg mit Bad Kreuznach, die auf der angenehmsten Weise durch die Kehle rinnt!

Thomas Moser
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Bürgerversammlung mit über 300 Anwesenden

Lichtenrader empfangen Flüchtlinge mit offenen Armen

Es war nicht von vornherein klar, wie die Stimmung in der Salvator-Kirche sein würde. Ganz schnell stellte sich bei der Bürgerversammlung Anfang Oktober heraus, dass die überwältigende Mehrheit der rund 300 Anwesenden die Flüchtlinge in Lichtenrade willkommen heißt.

Angesichts der krisenhaften Entwicklung haben sich die Flüchtlingsströme deutlich erhöht. So mussten in der ehemaligen Senioreneinrichtung „Georg-Kriedte-Haus“ am Kirchhainer Damm seit circa drei Wochen Flüchtlinge und Asylbewerber untergebracht werden. Die Entwicklung ging so schnell, dass das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg
erst im Oktober zu einer Bürgerversammlung in die Salvatorkirche einladen konnte. Eingeladen wurden in erster Linie die unmittelbaren Anwohner sowie Kirchen, Vereine und Initiativen aus Lichtenrade.

Zur Information der Bürger wurden im Laufe der Veranstaltung auch kritische Aspekte angesprochen. Viele  Anwohner haben keine Einladung erhalten und hätten sich eine schnellere Information vom Bezirksamt gewünscht. Dies war im Wesentlichen der Aspekt, der für den meisten Unmut sorgte. Bis auf einige emotionale Äußerungen war die Atmosphäre der Informations- und Fragerunde ausgewogen und sehr positiv.

Besonders wichtig war die sehr qualifizierte und deutliche Auskunft des Abschnittsleiters 47 der Polizei in Lichtenrade, Peter Diebel: „In den letzten Wochen gab es hier keine Strafanzeige.“

Peter Diebel weiß auch zu berichten, dass es bei den Flüchtlingseinrichtungen generell keine auffällige Kriminalität gibt. In die Zuständigkeit seines Abschnitts fällt seit vielen Jahren die große Einrichtung in der Marienfelder Allee mit 700 Flüchtlingen.

Auch hier gab es keinerlei Konflikte. Der einzige größere Streit vor einiger Zeit stellte sich als Problem unter den Jugendlichen heraus. Die Lichtenrader hörten aufmerksam zu und waren überwiegend sichtbar beruhigt, als die Sicherheitslage als völlig unbedenklich eingestuft wurde. Die Polizei hat mit dem Heimbetreiber schon Absprachen getroffen. Es gäbe eine gute Zusammenarbeit mit dem Träger und die Einrichtung werde auch in Streifenfahrten mit einbezogen, erläuterte Diebel.

Das Bezirksamt agiert in dieser Sache einmütig. Und so saßen die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD), die stellvertretende Bürgermeisterin und Stadträtin für Bildung, Kultur und Sport, Jutta Kaddatz (CDU) und Dr. Sibyll Klotz (Bündnis 90/Die Grünen), die Stadträtin für Gesundheit, Soziales und Stadtentwicklung, geschlossen am Podium.

Die Veranstaltung wurde von Pfarrer Rainer Lau (Hausherr in der katholischen Kirche) und von Pfarrer Roland Wieloch (evangelische Kirchengemeinde) moderiert. Mit am Podium saßen noch Stefan Thiel (zuständiger Referatsleiter beim Landesamt für Soziales und Gesundheit-LAGeSo) und Ewald Möller vom Heimbetreiber, dem Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk (EJF). Es gab kurze Eingangsstatements, die die wesentlichsten Fakten und Aspekte beschrieben.

Seit dem 18. September sind die ersten Menschen in der Flüchtlingsunterkunft untergebracht worden. Ewald Möller (EJF) wäre es auch lieber gewesen, wenn man die Einrichtung erst komplett für den Betrieb hätte fertigstellen können. Die Notlage der Flüchtlinge machte es aber dann notwendig, sehr schnell die ersten Plätze zur Verfügung zu stellen. So sind zum Zeitpunkt der Bürgerversammlung 71 Personen untergebracht, davon 35 Kinder.

Insgesamt soll die Einrichtung ab Frühjahr 2015 für 250 Menschen zur Verfügung stehen. Es müssen jedoch erst umfängliche Umbauund Sanierungsmaßnahmen stattfinden. Stadträtin Klotz will möglichst an dieser Zahl festhalten. Die Menschen kommen zur Hälfte aus Serbien und Bosnien. Die andere Hälfte der Bewohner kommen aus Syrien, Afghanistan und weiteren Staaten der arabischen Welt. Diese Gruppe der Flüchtlinge wird sich in der nächsten Zeit deutlich erhöhen.

Circa 20 Kinder in der Einrichtung sind im Grundschulalter, es gibt 2 Jugendliche und der Rest der Kinder ist noch nicht schulpflichtig. Schulstadträtin Kaddatz informierte über das System der „Willkommensklassen.“ In diesen kleinen Lerngruppen wird am Anfang verstärkt auf das Erlernen der deutschen Sprache Wert gelegt. Auch in Lichtenrade gibt es schon verschiedene „Willkommensklassen“ an unterschiedlichen Schulen, 2 in der Taunusschule, 3 in der Bruno-H.-Bürgel-Schule, jeweils eine Lerngruppe im Georg-Büchner-Gymnasium und in der Carl- Zeiss-Oberschule. Geplant sind zurzeit noch 2 Klassen an der Nahariya-Grundschule.

Wichtig sei, dass die Kinder schnell einen strukturierten Tagesablauf bekommen. Innerhalb von 1 bis 2 Wochen wird die Schulunterbringung bewerkstelligt. Nach dem ersten Jahr soll dann der Weg in die Regelschule geebnet sein. Kaddatz ist auch für den Sport zuständig und sieht gute Anknüpfungspunkte für Unterstützungen. Der VFL Lichtenrade hatte schon Unterstützung angeboten. In der Bürgerversammlung hat auch der SSV Lichtenrade, der im benachbarten Haus der Flüchtlingsunterkunft seine Geschäftsstelle hat, seine Hilfe angeboten.

Stadträtin Sibyll Klotz erläuterte, dass alle Kinder untersucht werden und auch entsprechende Impfungen angeboten werden. Klotz will die Anwesenden ermuntern: „Berlin ist eine so große Stadt. Wenn alles vernünftig organisiert ist, werden wir das auch stemmen!“

Der EJF-Heimbetreiber hat Erfahrung mit mehreren größeren Flüchtlingsunterkünften; eine davon in Berlin-Köpenick, erläutert Ewald Möller vom EJF, Referent Migration und Flüchtlingshilfe. Christiane Wahl ist ab der kommenden Woche die Einrichtungsleiterin und bringt eine fünfjährige Erfahrung aus einer anderen Einrichtung mit.

Es wird versichert, dass sozialpädagogisches Personal in der Einrichtung vorgehalten wird. Darüber hinaus gibt es Sicherheitspersonal, das 24 Stunden in mehreren Schichten im Einsatz ist. Da das Personal aus jungen Menschen mit Migrantenhintergrund besteht, erhofft man sich einen einfachen Zugang zu den Bewohnern und die leichtere Überwindung von Sprachbarrieren. Auch Möller ist davon überzeugt, dass Sport, Musik, Tanz und Feste die Menschen unkompliziert zusammenbringt.

Wer Interesse hat die Einrichtung zu besuchen, soll sich anmelden. Hinweise, Anliegen und Angebote von Anwohnern finden ein offenes Ohr. Der Vertrag für die Einrichtung in Lichtenrade ist vorerst auf 5 Jahre abgeschlossen.

Es gab natürlich auch kritische Hinweise sowie Nachfragen und es wurden Sorgen formuliert. Die überwiegende Stimmung war aber den Flüchtlingen gegenüber sehr positiv eingestellt.

Applaus kam dann auf, als ein Anwohner ganz klar formulierte, dass er keine Angst habe und 250 Flüchtlinge in Lichtenrade doch kein Problem sind: „Wir sind doch seit vielen Jahren kein Dorf mehr.“

Es wurden noch weitere verschiedene Hilfen angeboten, die im hinteren Bereich der Kirche an einer Wandtafel gesammelt wurden. Deutlich wurde, dass in Kürze ein „runder Tisch“ eingerichtet werden soll, um all die Fragen mit den verschiedensten Bereichen absprechen zu können. Hierfür konnte man sich auch anmelden.

Kontakt zur Einrichtung:
Tel. (030) 7430 478 70
Fax (030) 7430 478 78

Thomas Moser
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