Mit Unterschriften-Sammlungen Unterstützer gesucht

Lichtenrader Weinfest droht im Streit der Gruppen das Aus

War das Wein- und Winzerfest 2013 das letzte Weinfest in der Bahnhofstraße? Bei einer jährlichen Losvergabe durch das Bezirksamt droht kurz über lang in jedem Fall das Ende des Traditionsfestes.

Der Streit um die Zukunft der Lichtenrader Straßenfeste eskaliert weiter. Das Bezirksamt hat mittlerweile für alle Straßenfeste ein Konzept zum Genehmigungsverfahren vorgelegt, an dem sich die Veranstalter messen lassen müssen. Wenn gleichwertige Bewerbungen vorliegen, ist ein Losverfahren vorgesehen.

Der Streit um die Durchführung der Feste in Lichtenrade wird jetzt immer massiver. Das 2012 gegründete „Bürgerforum Zukunft Lichtenrade“ und die neue „Händlerinitiative Bahnhofstraße“ wollen nicht mehr fremdbestimmt sein. In einem Flugblatt heißt es, dass man sich mit einem professionellen Dienstleister selbst um die Feste bewerben will und für die Bahnhofstraße ein eigenes Profil entwickeln möchte. Ein Versuch der Initiativen, sich mit „Family & Friends“ als Durchführer zusammenzutun, ist gescheitert. Die Vorstellungen waren und sind sehr unterschiedlich. Man scheint zwei verschiedene Sprachen zu sprechen. Jetzt greifen die beiden Lichtenrader Initiativen in einem Flugblatt „Family & Friends“ an. Es wird gemutmaßt, dass Überschüsse nicht in Lichtenrade bleiben und die Lichtenrader Händler „wieder mal kein Mitspracherecht“ haben. „Family & Friends“ findet die Vorstellungen der Initiativen für „abwegig und irreal“. Für sie ist es in erster Linie wichtig, ein gutes Fest abzuliefern; dann kann man auch über die Überschüsse reden. Außerdem ist es in der Tradition mit der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße auch weiterhin geplant, Spenden für Lichtenrader Initiativen und Vereine zur Verfügung zu stellen.

Das „Bürgerforum Zukunft Lichtenrade“ und die „Händlerinitiative Bahnhofstraße“ auf der einen Seite, und „Family & Friends“ und die Aktionsgemeinschaft auf der anderen Seite, werben nun mit verschiedenen Unterschriftslisten für ihre Sache. Ob man damit die jeweiligen Ziele erreichen wird, darf bezweifelt werden. Eine einvernehmliche Einigung scheint im Augenblick jedoch nicht möglich zu sein. Vielleicht belebt ja auch Konkurrenz das Geschäft? Jeder sollte die Möglichkeit haben, sich zu beweisen.  Andererseits ist es für die Veranstalter und die Qualität von Festen wichtig, dass eine zuverlässige langfristige  Planung möglich wird.

Der Maientanz 2014 wird erstmalig am Dorfteich stattfinden. Die Bahnhofstraße ist wegen Bauarbeiten circa 6 Monate teilweise gesperrt. So bot sich der Umzug zum Dorfteich an. Der Maientanz wird am 17. und 18. Mai 2014
stattfinden. Veranstalter wird „Family & Friends“ in Kooperation mit der Aktionsgemeinschaft Bahnhofstraße sein. Die Veranstalter haben eine ausgedehnte Kunstund Handwerkermeile mit einem Schmiede-Stand angekündigt. Ein Höhepunkt wird die Übertragung des DFB-Pokalfinales auf eine Großleinwand sein. Vielleicht finden die Lichtenrader ja so viel Vergnügen am neuen Standort, dass sich der Dorfteich dann auch für weitere Veranstaltungen erschließt?

Für das Wein- und Winzerfest im September 2014 wird man abwarten, wer den Zuschlag erhalten wird und ob die Bahnhofstraße wieder für Feste zur Verfügung steht. Wichtig dürfte sein, dass das Wein- und Winzerfest durchgeführt wird. Wenn erst einmal eine Lücke entsteht, werden die Winzer ohne Probleme in andere Bezirke ausweichen können. Das dürfte dann auch der Tod dieser Traditionsveranstaltung für Lichtenrade sein. Aber soweit ist es noch längst nicht…

Froh können alle sein, dass der weihnachtliche gemeinnützige Lichtermarkt am Dorfteich quasi außer Konkurrenz läuft und viel Anklang bei den Besuchern findet.

Thomas Moser
www.lichtenrade-berlin.de
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Am 28. Juni wird zum Modefrühstück eingeladen

Zeiss-Schüler arbeiten für die Modenschau vor der Mälzerei

In der Lichtenrader Carl-Zeiss-Schule rattern seit Wochen bereits die Nähmaschinen. Die Schüler bereiten sich  zusammen mit Lehrerin Richter-Reichheim intensiv auf das Modefrühstück vor der Alten Mälzerei vor, das am 28. Juni stattfinden soll.

Das Modefrüstück wird organisiert von der ökumenischen Umweltgruppe Lichtenrade und wird unterstützt durch zahlreiche Initiativen des Ortsteiles. Wie schon bei Frühstück in der Bahnhofstraße kann jeder seine Kaffeekanne mitbringen, ansonsten ist aber für Getränke, Kuchen und Unterhaltung gesorgt.

Das Thema des Frühstücks ist „saubere Kleidung“, und die Modenschau der Zeiss-Schüler steht dabei im Mittelpunkt. Wobei sich durchaus Anbieter selbst produzierter Kleidung oder Anbieter des „fairen Handels“ sich noch beteiligen können (Kontakt über Lichtenrade. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Für die Schüler der Zeiss Schule, insgesamt 31 Schüler aus der 11. und 12. Klasse, ist das Arbeiten an eigener Mode nichts ganz Neues. Bisher habe man aber meistens an Themenmoden aus der Vergangenheit gearbeitet, jetzt wird erstmals auch im Alltag tragbare Mode entwickelt.

Das Ganze unter dem Stichwort ‘Upcycling’, was nicht ohne Grund an das ‘Recycling’ erinnert. Hier wird nicht geschreddert und Neues hergestellt, sondern aus Stoffen, die schon anderswo im Einsatz waren, wird etwas anderes umgeschneidert. Da kann die alte Gardine oder ein Zelt zu einem Kleid oder eine Hose werden. Pädagogisch soll da auch ein Gefühl für faire Mode entwickelt werden, weg vom Trend der billigst hergestellten Moden aus Indien oder China, die man auch mit dem Begriff „fast fashion“ bezeichnet. Dem steht die von den Schülern hergestellte Kleidung als „slow fashion“ gegenüber.

Die Schüler dokumentieren dabei jeden einzelnen Arbeitsschritt, vom Rohstoff bis zur fertigen Kleidung. Unterstützt werden Lehrerin und Schüler dabei von der Designerin und Schneiderin Saziye Yildiz, die manchmal den letzten Kniff vermitteln kann. Finanziert  wird das Ganze über einen kleinen Zuschuß des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Und der erste persönliche Eindruck: Es kann interessant werden, die Schülerinnen und übrigens auch drei Schüler sind mit viel Engagement dabei.

maus

Strecke der Militäreisenbahn zwischen Marienfelde und Zossen

Bahn Geschwindigkeitsrekord in Lichtenrade aufgestellt

Keiner vermutet wohl, dass 1903 ein Zug mit sage und schreibe knapp 210 Stundenkilometern durch Lichtenrade sauste. Das war ein Weltrekord, den es so noch nicht gab und lange Zeit auch nicht geben sollte. Erst 1931 wurde dieser Rekord eingestellt.

Doch warum wurde gerade Lichtenrade und den anderen Dörfern, zwischen Zossen und Marienfelde, durch die der Zug fuhr, diese Ehre zu Teil?

Mit den bis zur Jahrhundertwende fahrenden Dampflokomotiven, die eine Höchstgeschwindigkeit bis zu 90 km/h erreichten, waren die Möglichkeiten erschöpft.

Neue Lösungen die Personenbeförderung effektiver zu gestalten erhofften sich die vorwärts strebenden Firmen Siemens & Halske und die AEG, die zu den Befürwortern der Elektroindustrie zählten. Erste Erfahrungen auf dem Gebiet elektrisch betriebener Bahnen konnten sie durch Versuche mit Straßenbahnen sammeln.

Den aufstrebenden Firmen mangelte es allerdings an Kapital, so dass sie sich Sponsoren suchen mussten. Diese fanden sie u.a. bei der Staatsbahnverwaltung und dem Ministerium der öffentlichen Arbeiten, die großes Interesse an der Weiterentwicklung des Schienenverkehrs zeigten. 1899 gründeten sie zusammen die „Studiengesellschaft
für elektrische Schnellbahnen“, die die Entwicklung von Hochgeschwindigkeitszügen vorantreiben sollte.

Mit dem Zusammenschluss der Firmen und deren Idee konnten sie letztendlich auch das Militär für sich gewinnen, das ihnen eine Versuchsstrecke zur Verfügung stellte. Es bot sich die Strecke der Militäreisenbahn zwischen Marienfelde und Zossen an, da diese gerade Strecke nahezu keinerlei Höhenunterschiede zu bewältigen hatte. Die Streckenführung entsprach in etwa der heutigen S-Bahnlinie S2, die durch Lichtenrade führt.

Da für diese Art von Versuchen keinerlei Züge zur Verfügung standen, wurden neue von der Waggonfabrik Van der Zypen & Charlier in Köln gebaut, die ebenfalls der Studiengesellschaft angehörten. (Van der Zypen baute 1902 auch die ersten U-Bahnen in Berlin.) Es wurden zwei Motorwagen mit zwei dreiachsigen Drehgestellen gebaut, die zwischen den Jahren 1900/01 ausgeliefert wurden.

Die von Siemens & Halske und der AEG entwickelten elektrischen Elemente wurden in die Triebwagen „A“ (AEG) und „S“ (Siemens & Halske) eingebaut. Waren die Ausstattungen in den Wagen mit Hinsicht auf die Elektrik ähnlich, so unterschieden sich die Stromabnehmer erheblich. Verwendete die AEG zweimal je drei Stromabnehmer, so besaß der Wagen von Siemens & Halske drei Stromabnehmer an einem Gestell. Da sich die Gesellschaft für das Betreiben der Züge für Drehstrom entschieden hatte, wurden seitlich des Gleises, in einem Abstand von 35 Metern, Holzmasten mit drei Fahrleitungen übereinander errichtet.

Der benötigte Drehstrom von 6000 bis 14 000 Volt kam über eine separate Leitung vom Dampfkraftwerk  Oberspree in Schöneweide. Die bestehenden Schienen wurden durch Stahlschienen ersetzt und an Stelle der eisernen Schwellen kamen jetzt Holzschwellen zum Einsatz.

Einen Tag nach Abnahme der elektrischen Anlage erfolgte am 15. Oktober 1901 der Versuchsbetrieb. Für die Durchführung der Versuche auf der Strecke mussten in den Vormittagsstunden Betriebspausen von 3 Stunden seitens der Militäreisenbahn eingelegt werden.

Ende 1901 erreichten die Züge eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Nach mehrmonatiger Unterbrechung der Versuche auf der Strecke ging eine verbesserte Elektrolokomotive von Siemens & Halske mit zwei zweiachsigen Drehgestellen in Betrieb. Diese kam ohne Zwischenschaltung von Transformatoren aus, wie es noch
bei den ersten Triebwagen der Fall war.

Die Züge fuhren im September 1902 zwar bis zu 130 km/h, konnten aber, bedingt durch den schwachen Oberbau, ihre Geschwindigkeit nicht erhöhen. Um den Oberbau stabilisieren zu können, bedurfte es einer  aufwändigen Verstärkung des Gleisbettes (längere Schienen mit höherem Gewicht, größere Anzahl von Schwellen, Unterlegplatten, Basaltschotter und zwei Zwangsschienen, die Entgleisungsproblemen vorbeugen sollten), was immerhin aus dem Staatshaushalt im Jahre 1903 mit 300.000 Mark unterstützt wurde. Der Radstand der Loks wurde von 3,5 auf 5 Meter verlängert, um die Laufruhe zu verbessern.

Am 6. Oktober 1903 sauste die Siemens & Halske Elektrolok als erstes Eisenbahnfahrzeug der Welt mit 206,7 km/h durch Lichtenrade. Der Triebwagen der AEG erreichte nördlich von Rangsdorf den Geschwindigkeitsrekord
von 210,2 km/h.

Die Versuchsstrecke war zur damaligen Zeit bis zur ihrer Einstellung im November 1903 ein beliebtes Ausflugsziel der Brandenburger und Berliner.

Marina Heimann

Nach Fotos werden die Bahnen von Hand nachgebaut

Rainer Anders: Modellbauer aus Lust und Leidenschaft

Spannend, was sich so in einem Einfamilienhaus alles verbergen kann. Ein Spielparadies für große Eisenbahnfans ist auf dem Dachboden des Hauses von Rainer Anders in Lichtenrade zu finden.

Andere setzen sich zu Haus vor dem Fernseher. Rainer Anders ist eher in seiner Kellerwerkstatt zu finden. Rainer Anders (62), frühpensionierter Lehrer, ist Handwerker aus Leidenschaft und hat ein ganz besonderes Hobby. Er baut Eisenbahnmodelle der Spurweite IIm oder bekannter als Spur G wie Gartenbahn und alles was zu einer Modellbahn gehört. Häuser, Figuren, Straßenlaternen, Signale, Weichen und Landschaften: alles hat die ganz persönliche Note von Rainer Anders.

Anders kauft sich nur die allernotwendigsten Materialien, meistens nutzt er Alltagsgegenstände, die sich in seinen Schatzkästen angesammelt haben. Erst im Februar hat er die Gartenbahnausstellung im Pfarrsaal der Salvator-Gemeinde mit seinen Prunkstücken bereichert.

Hier bestaunten die Besucher seine selbstbebaute Rangierlok „Köf“, den Sanitätszug und besonders das Modell der Straßenbahn 99, denn diese fuhr noch bis September 1961 nach Lichtenrade.

Die „99“ hat er nach einem großen Vorbild, das jetzt an der Kleinmachnower Schleuse steht, als Modell gestaltet. Er hat hunderte Fotos gemacht, alles akribisch notiert und dann einen eigenen Bauplan erstellt. Die alten Schilder hat er von der echten Straßenbahn im Museums-Depot abfotografiert und dann so verkleinert, dass sie vom Original nicht mehr zu unterscheiden waren.

Rainer Anders hat schon immer gerne gewerkelt und gebaut. So hat es sich selbst einen Sommergarten an sein Haus gebaut oder auch viele Möbelstücke liebevoll getischlert. Lehrer war Anders für Physik, Chemie und Arbeitslehre und konnte so auch seine handwerklichen Leidenschaften ein Stück weit in den Unterricht mit einbringen.

Aber wie es dann früher oft war, wurde die erste Modellbahn gekauft, als ein Kind kam. Sein Sohn ist 1987 geboren und bald fuhr die Eisenbahn an den Wochenenden im Wohnzimmer immer im Kreis um sein Kind. Die Bahn musste jedoch, wie es in vielen Familien üblich war, immer wieder abgebaut werden. Dann kam die Überlegung, die Anlage auszuweiten und fest im Dachboden aufzubauen. Davon war auch sein Sohn begeistert und hat gerne mitgeholfen.

Der Dachboden ist 9 mal 3,50 Meter groß. Die Schienenlänge der 45 Millimeter-Anlage, wie sie heute fest installiert ist, hat Rainer Anders nie nachgemessen. Er schätzt sie auf circa 70 Meter.

Die Anlage ist wie eine kleine Stadt mit vielen Details. Ob es das Liebespaar ist, die blinde Frau und ihr Hund oder der pinkelnde Mann. Alles wurde liebevoll gestaltet und die Eisenbahnen ziehen hier ihre großen Runden.

Einmal im Jahr bewundern die Anlage die „Lira-Gängster“, eine Gruppe von Männern, die sich jeden Monat treffen und in ihrem Eisenbahn-Modellbahnhobby schwelgen.

Immer im Mai sind sie bei Rainer Anders. In diesem Jahr will er seine neue Dampflok vorführen. Zur Zeit ist sie noch im Bau und die meisten der 600 klitzekleinen Messingnieten sind verarbeitet. Man nennt sie auch „Hopsnieten“, weil sie immer weghopsen. Materialkosten waren für das aktuelle Modell rund 100 Euro. Alles andere sind Materialien, die Rainer Anders im Laufe der Zeit gesammelt hat: „Wegschmeißen gibt es nicht.“

Das schöne beim Modellbau ist für Anders, dass immer wieder Schwierigkeiten und Überraschungen auftauchen: „Damit muss man leben und die Probleme eben lösen.“ Für Rainer Anders ist das Bauen das Interessante bei seinem Hobby.

Den Inselbahnhof Eiswerder hat er nach Fotos gebaut. Jede einzelne Schindel wurde aus Birkensperrholz zugesägt und gefeilt.

Neben der „Köf“, der roten Rangierlok, zeigt Rainer Anders den „Glaskasten“, eine kleine Dampflok, die bis ins letzte Detail liebevoll nachgebaut wurde. Ein weiteres Meisterstück ist der blaue Bauzug mit Kranwagen und der Schienenbus aus der Zeit nach dem 1. Weltkrieg, der im Original von einem LKW umgebaut wurde. Viele weitere Dinge sind auf der Anlage zu entdecken, wie der Schweinewaggon oder die Streckenkontrolle als Schienenbus.

Die Materialien zur Herstellung der Modelle sind hauptsächlich Polystyrol und Balsaholz. Für Schornsteine wird auch mal eine Spritze genommen oder umlackierte Knöpfe sind dann Lüfter. Rainer Anders ist bei seinen Ersatzmaterialien sehr erfinderisch. Die Gestänge der Dampfloks werden teilweise selbst aus Messing gefertigt. Auch komplizierte Drehgestelle hat der Modellbahnfummler Anders schon in seiner Werkstatt hergestellt. Die feinen Holzstrukturen bei den Eisenbahnanhängern ritzt er mit seinem Fingernagel ein. So ist der Modellbauer so manche Stunde mit schleifen, feilen und löten beschäftigt.  „Andere sitzen in der Kneipe und ich eben im Keller“, berichtet Rainer Anders über seine stundenlangen Modellbauaktivitäten.

Für den Modellbauer sammeln seine Vereinskollegen alles Mögliche an Krimskrams, was ihnen in die Finger kommt. So wird eine Kappe für Feuerzeuggas zum Dampfdom für eine Lok, ein anderer Schornstein ist im ersten Leben ein Tischbein gewesen oder Zigarrenröhrchen sind ein Luftdruckkessel.

Die Modellbauten und Bahnen entstehen im Maßstab 1:22. Oft kann nur nach Fotos gebaut werden, da Baupläne nicht vorhanden sind. „Es kommt aber auch immer auf die richtigen Proportionen an. Dabei ist immer Fantasie notwendig, damit das Endprodukt auch gut aussieht,“ weiß Anders zu berichten.

„Ich kann noch nicht sagen, was mit der Anlage passiert.“ Für Rainer Anders wird es immer schwerer, unter und über der Anlage im Spitzboden die notwendigen Arbeiten zu erledigen. Sein Sohn wird aus Platzgründen die Anlage nicht übernehmen können. Eine Möglichkeit sieht Rainer Anders darin, dass die Anlage mal in ein Museum kommt: „Ich weiß es aber wirklich noch nicht.“

Rainer Anders geht voll und ganz in seinem Hobby auf. Ein Leben ohne Eigenbau kann sich Anders nicht vorstellen.

Thomas Moser
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