Imkerverein lädt ein

Kurs für Neu-Imker

Zu einem Anfängerkurs zur Bienenhaltung lädt der Imkerverein Lichtenrade e.V. im März in die ufaFabrik ein. Die Kursgebühr beträgt 20,00 Euro incl. Infomappe, eine Anmeldung ist bis 24. Februar erforderlich.

Der Kurs wendet sich an alle, die sich mit dem Gedanken tragen, Bienen zu halten sowie an Personen, die einfach mal wissen möchten was das mit der Bienenhaltung auf sich hat. Geboten wird eine theoretische Einführung in die Bienenhaltung. Es geht darum, zu zeigen, was Bienenhaltung bedeutet und was man in bezug auf körperliche Anforderungen, Standort, Völkerzahl, Grundausstattung, Kostenbeachten muß.

Weitere Themen:
Völkerführung im Jahresablauf;
Honig – Entstehung – Gewinnung – Verarbeitung - Spätsommerpflege – Varroabehandlung – Einfütterung;
wo finde ich Hilfe und wie geht’s weiter?

Referenten sind Ines Wagner-Drebenstedt und Erwin Biller Praxistag am Bienenstand in Lichtenrade in kleinen Gruppen wahlweise am 11., 18. und 25. Mai von 10 bis 12 Uhr bzw. 14 bis 16Uhr. Sonntag, 10. März, 10-17 Uhr bei Bedarf 2. Termin: Sonntag, 17. März, 10-17 Uhr ufaFabrik Berlin, Viktoriastr. 10-18, 12105 Tempelhof Tel.: (030)745 35 27 (Erwin Biller, Kursleiter) oder über www.imkerverein-lichtenrade.de

 

Trotz Kälte kommen die Arbeiten voran

Biotop: Zwiebelfrösche sind mit vollem Einsatz dabei

Es ist noch einmal so richtig kalt geworden zum Wochende Mitte Januar aber das hielt die Zwiebelfrösche nicht davon ab, dem NaturRanger Björn Lindner bei seiner Arbeit zu helfen. Einmal im Monat packen die „Zwiebelfrösche“, wie sich die Gruppe nennt, richtig mit in der Natur an. Unter Anleitung des NaturRangers Björn Lindner wird hier praktisch gearbeitet und spielerisch gelernt.
Diesmal ging es darum, hinter dem Interkulturellen Gemeinschaftsgarten, vor dem ehemaligen Grenzstreifen gelegen eine Schutzeinfriedung für das geplante Biotop zu schaffen. Ein kleines Gewässer liegt mitten in dem Biotop. Hier sollen Tiere einen geschützten Lebensraum erhalten und die Besucher sollen Möglichkeiten zur Beobachtung der Natur erhalten. Auch werden Informationstafeln aufgestellt. Die konkrete Maßnahme ist eng mit dem bezirklichen Umweltamt abgestimmt worden.
Björn Lindner will, dass an dieser Stelle, wie er es nennt, eine „Autobahn der Natur“ entsteht. Björn Lindner redet begeistert von Zauneidechsen, vom Neuntöter (der Vogel wird auch Rotrückenwürger genannt) oder vom Moorfrosch. Der NaturRanger sieht sich als Mittler zwischen Natur und Mensch. Björn Lindner ist seit Jahren in Sachen Naturschutz unterwegs.
Erst zum Ende des letzten Jahres konnte seine Finanzierung für die nächsten Jahre vom Umweltstadtrat Oliver Schworck (SPD) gesichert werden.
Die 20 Kinder haben heute die Aufgabe Löcher für die Naturzaunpfähle auszuheben. Björn Lindner

An dem Januar-Arbeitswochenende begeht der NaturRanger mit den begeisterten JuniorRangern erst einmal das Gelände, bevor es an das Ausheben der Löcher für die Zaunpfähle  geht. Lindner erläutert den Helfern dabei noch einmal, was hier entstehen soll, obwohl viele Zwiebelfrösche schon jetzt ganz genau erklären können, warum für das Biotop ein Zaun wichtig ist. Für die Wildhasen und Wildschweine werden Durchgänge geschaffen, damit sie auch in dieses Biotop rein können. So ganz nebenbei werden bei der Führung auch  Tierspuren gelesen.
Daniela, Laura, Robin (alle 12 Jahre alt), Sina (11), Kim (10), Julian (9), Janes (6) und die anderen Kinder sind mit großer Begeisterung bei der Sache. Dann geht es los! Mit dem Spaten
werden tiefe Löcher gegraben, die die dicken Zaunpfähle aufnehmen sollen. Die Eltern und auch die anderen ehrenamtlichen Helfer vom Naturschutzbund NABU unterstützen
tatkräftig die engagierten Kinder.
Für den einzigen Natur-Ranger in Berlin, Björn Lindner, ist es wichtig, dass Naturschutz, Landschaftspflege, die Erholung der Bevölkerung und Bildung Hand in Hand gehen. Für die Renaturierungsfläche südlich der Blohm-/ Egestorffstraße werden auch die Besucherinteressen berücksichtigt. Von einem kleinen Hügel können die Fußgänger das ganze Gelände gut überblicken. Bauer Wiese bereitete schon einmal die Fläche für die geplante Streuobstwiese vor.
Die Kinder haben immer wieder die Möglichkeit, sich am kleinen Feuer mit Kinderpunsch aufzuwärmen. Nach drei Stunden Arbeit ist dann alle fleißigen Zwiebelfrösche doch kalt. Geschafft und zufrieden geht es, meistens mit ihren Fahrrädern, nach Hause. In vier Wochen trifft man sich spätestens wieder.

Thomas Moser
www.lichtenrade-berlin.de
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Theaterkurs im LortzingClub

Bretter, die die Welt bedeuten

Der LortzingClub sucht ab 14. Februar für sein neues Stück junge Schauspielerinnen und Schauspieler von 8 bis 15 Jahren, die gerne auf der Theaterbühne stehen wollen und einmal in der Woche Tricks, Kniffe und Techniken zum Theaterspiel erleben und erlernen wollen. Und natürlich auf der großen Theaterbühne stehen und letztendlich auch den Applaus genießen wollen.


Vielen Lichtenrader Familien sind die Sommertheaterwochen bestens in Erinnerung: in bereits etlichen Sommerferien wurden gemeinsam mit Kindern aus Tempelhof alte Märchen auf „zauberhafte“ Art und Weise frisch und aufpoliert auf die Lichtenrader Bühne gebracht.

Dass man dabei gar keinen Text auswendig lernen musste, war für viele eine neue und gar nicht unangenehme neue Erkenntnis. Vielmehr stand immer der Spaß an vorderster Stelle! Trotzdem und wahrscheinlich auch deswegen waren alle Aufführungen gut besucht und von starkem Applaus gekrönt.

Ab Februar steht diesmal ein Stück auf dem Programm, das sich die jungen Schauspieler/innen selber ausdenken. Mit modernen Theatertechniken und fast gar keinen Text zum Auswendiglernen soll vor den Sommerferien ein kunterbuntes und fantasievolles Theaterspektakel auf die Lortzing-ClubBühne gezaubert werden.
Die Theatergruppe, die von versierten Theaterspielpädagogen/innen (Oliver Schmidt und Carola Thiede) geleitet wird, freut sich auf theaterspielbegeisterte Jugendliche. Der Kurs ist kostenlos.

Um Anmeldungen für dieses besondere
Angebot wird jedoch gebeten.
donnerstags, 17 bis 18.30 Uhr
LortzingClub,
Lortzingstraße 16, 12307 Berlin
Telefon: 674 64 222

Interview mit Dr. Sibyll Klotz

„Der Standort ist wenig geeignet“

Interview mit der Stadträtin Dr. Sibyll Klotz (Bündnis 90/Die Grünen) über die Zukunft der ehemaligen Senioreneinrichtung:
Lichtenrader Magazin: Um die Zukunft des Georg-Kriedte-Hauses gibt es immer wieder Gerüchte. Was wissen Sie darüber? Sibyll Klotz: Das Bezirksamt hat das Georg-Kriedte-Haus ohne Wünsche für die weitere Nutzung an den Liegenschaftsfonds abgegeben. Dort gibt es meines Wissens drei Interessenten, die an diesem Standort eine Unterkunft für Flüchtlinge  inrichten wollen.
Was halten Sie von der Idee, dort ein Studentenwohnheim einzurichten? Das ist unrealistisch. Erstens kann man nicht mitten im Verfahren mit dem Liegenschaftsfonds neue Bedingungen anmelden. Und zweitens ist der Standort überhaupt nicht geeignet. Senat und Studentenwerk sehen einen Bedarf an studentischem Wohnraum von ca. 500-600  Wohnplätzen im innerstädtischen Bereich. Wohnheimplätze außerdem des S-Bahn-Rings werden nicht nachgefragt, außer sie sind in der Nähe der Freien Universität. Studenten wollen eben zentral oder in der Nähe ihrer Hochschule wohnen! Und was hält das Bezirksamt von der Idee, dort Flüchtlinge und Asylbewerber unterzubringen? Wir halten diesen Standort für wenig geeignet – aus Sicht der Flüchtlinge! Neben der verkehrlich schlechten Anbindung und der mangelnden Infrastruktur fehlt es dort vor allem an Möglichkeiten für Kita- und Schulkinder. Deshalb haben wir uns mit dem Landesamt darauf verständigt, dieses Haus nach Möglichkeit nicht zur Unterbringung für Asylbewerber und Flüchtlinge zu nutzen. Übel finde ich allerdings, wie die Bezirks-CDU gegen die Aufnahme von Flüchtlingen in Lichtenrade Stimmung macht. Deshalb ist es mir wichtig zu sagen: Flüchtlinge sind in Tempelhof-Schöneberg willkommen, und ich bin mir ganz sicher, dass die übergroße Mehrheit der Lichtenraderinnen und Lichtenrader das genau so sieht! Wer entscheidet eigentlich darüber, wo Flüchtlingsunterkünfte eingerichtet werden? Das entscheidet das Landesamt für Gesundheit und Soziales, für das der Senator für Gesundheit und Soziales Mario Czaja (CDU) verantwortlich ist. Er ist händeringend auf der Suche nach Plätzen, weil Berlin auf die Zahl der Flüchtlinge nicht vorbereitet ist, wobei 6.000 Flüchtlinge erstens keine Flüchtlingswelle sind, wie manche suggerieren, und zweitens in einer 3,5 Millionen Stadt ja wohl unterzubringen sind. Dazu müssten dann allerdings auch die Bezirke einen Beitrag leisten, die sich bisher der Verantwortung entziehen. Das haben wir schon beim letzten Senat angemahnt und der jetzige Senat hat dafür ein Konzept vorgelegt, das nun aber auch durchgesetzt werden muss. Wie sieht denn dieses Konzept des Senats aus? Es verteilt, orientiert an der Einwohnerzahl, einmal 6.000 und einmal 12.000 Plätze auf alle Berliner Bezirke. 12.000 um Höchstgrenzen für jeden einzelnen Bezirk festzulegen, denn es ist ja nicht so einfach, geeignete Gebäude zu finden, die sich dann auch idealtypisch auf die 12 Bezirke verteilen. Und was bedeutet das für Tempelhof-Schöneberg? Dass wir mittelfristig mit unseren belegten knapp 800 Plätzen in der Marienfelder Allee und im Trachenbergring unseren Anteil bereits erbringen. Die Marienfelder Allee ist bis Ende 2014 vom Bund angemietet, und ich bin froh, dass wir mit dem Internationalen Bund hier einen Betreiber haben, der dort eine gute Arbeit leistet. Das Senatskonzept bedeutet aber auch, dass es kurzfristig durchaus zu weiteren Plätzen kommen kann.
Und wie bewerten Sie das? Wir haben das Recht auf Asyl im Grundgesetz festgeschrieben und ich halte das für ein hohes politisches Gut. Zumal dieses Asylrecht ja so verschärft wurde, dass die Zahlen in den letzten Jahren erheblich zurückgegangen sind. Und wir haben immer mehr wohnungslose Menschen, für die ebenfalls Unterkünfte fehlen. Dieser Verantwortung müssen sich Senat und Bezirke gemeinsam stellen. Dazu gehört auch, nach für alle Beteiligten vernünftigen Rahmenbedingungen zu suchen, und darauf versuchen wir als Bezirk auch Einfluss zu nehmen. Da würden wir uns durchaus mehr Unterstützung vom Senat wünschen, z. B. was die Schulund Kitaplätze betrifft. Für inakzeptabel halte ich das Sankt-Florians-Prinzip.

Das Interview führte Thomas Moser-BerLi-Press.
Kleine Anmerkung: aut Wikipedia:
„Das Sankt-Florian-Prinzip oder die Sankt-Florian-Politik bezeichnet Verhaltensweisen, potenzielle Bedrohungen oder Gefahrenlagen nicht zu lösen, sondern auf andere zu verschieben.“

Thomas Moser

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